Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Sicherheit aus einer Hand

IP-basierte Alarm- und Sicherheitssysteme

Ein schlagkräftiges Sicherheitskonzept deckt von Brand- und Einbruchmeldung über Zutrittskontrolle bis Alarmmanagement zahlreiche Bereiche ab. Bei der Abwicklung der Verwaltungsprozesse spielt die Einbindung der IP-Infrastruktur eine große Rolle.

Bild: Fotolia – shocky

Ein Brand zerstört nicht nur Sachwerte, er bedroht auch Menschenleben und die wirtschaftliche Existenz eines Betriebes. Je rascher er entdeckt wird, desto geringer ist das Risiko, eine Kette folgenschwerer Ereignisse auszulösen. Ein Brandmeldesystem setzt dazu bei Brandgefahr über seine Alarmierungsschnittstellen sofort die entsprechende Meldung ab. Oder es informiert übergeordnete Rechner- und Sicherheitsleitsysteme, wenn es mit diesen über serielle Schnittstellen verbunden ist.

Wie die Verbindung von klassischer Brandmeldetechnik und IT-Infrastruktur aussehen kann, zeigt etwa die Brandmeldezentrale Securifire des Systemhauses Securiton. Der Aufbau komplexer Brandmeldenetzwerke erfolgt dabei erstmalig auf Ethernet-Basis, gleichzeitig werden Schnittstellen zu OPC?und Bacnet angeboten. Normativ werden für den vorbeugenden Brandschutz exklusive Netzwerke verlangt. Dennoch bietet es sich an, vorhandene PC-Netzwerke für verschiedene Funktionen zu nutzen. Ein besonderes Augenmerk widmeten die Entwicklungsingenieure dabei der sicheren Datenkommunikation. Bedingt durch steigende Umwelt- und elektromagnetische Einflüsse, die auf System und Leitungsnetz wirken, wurde speziell für Brandmeldezentralen ein digitales Datenprotokoll mit fehlererkennender, redundanter Codierung entwickelt. Dadurch werden Fehlalarmierungen durch elektromagnetische Störungen wie Funkeinstrahlung, Überspannung oder Störimpulse ausgefiltert.

Sicherheitsbaustein Videobildanalyse

Auch die Möglichkeiten der Videoüberwachung lassen sich durch konsequentes Ausschöpfen professioneller IP-Netzwerktechnik erweitern: Hochauflösende Digitalkameras bieten neue Funktionen und hohe Bildauflösung, die unter anderem für Aufzeichnungen mit georeferenzierter Multi-Sensor-3D-Bildanalyse zum Einsatz kommen. Hier kann IP-Technologie im Zusammenspiel mit modernen Kompressionsmethoden zum Übertragen und Speichern der extrem großen Datenmengen ohne Engpässe beitragen. Besonders die Trennung von Bild- und Informationsdaten führt zu einer schnellen Ereignissuche, auch in Aufnahmen unter schwierigen Witterungs- oder Umgebungsbedingungen. Entsprechende Management-Software integriert Sicherheitsmechanismen wie die Trennung des Kameranetzwerkes vom restlichen Netzwerk und sichere Datenübertragung über VPN-Verbindungen. Ein zentrales Rechtemanagement regelt den Zugriff auf Daten und bietet hohes Sicherheitsniveau.

Gefahrmeldung und Zutrittskontrolle

Auch die Implementierung einer Einbruchmeldeanlage, eines Zutrittskontrollsystems und Komponenten zur Fluchttürsteuerung sind Aspekte, die in einem umfassenden Sicherheitskonzept für Industrieunternehmen nicht fehlen dürfen. Dabei können die Komponenten auch zusammen agieren, etwa indem Gefahrenmeldeanlage und Zutrittskontrolle in das Fluchttürsteuerungssystem integriert werden. Durch den Einsatz integrierter Bussysteme in der Melde- und Zutrittskontrollzentrale lässt sich das System flexibel an objektspezifische Anforderungen anpassen.

Alle Prozesse auf eine Karte setzen

Doch das Integrationspotenzial hört nicht beim Alarmsystem auf. Schließlich lassen sich über die gleiche Chipkarte, die die Zutrittskontrolle regelt, auch Druckberechtigungen, Zahlungsabläufe, Kantinenbezüge, Fotokopierorganisation und das Erstellen von Berichten und Statistiken über diese Dienste steuern. Das vereinfacht Abläufe und senkt Kosten – das passende Steuerungssystem vorausgesetzt. So lassen sich per Software sämtliche Subsysteme von Ausweisproduktion bis Zeiterfassung zentral steuern. Wenn dabei sämtliche Daten nicht auf dem Chip, sondern in der Datenbank hinterlegt sind, entsteht bei Kartenverlust kein Schaden.

Management mit System

In modernen Betrieben befindet sich eine Vielzahl von Sicherheitssystemen im Einsatz. Doch erst im Zusammenspiel schützen die Lösungen Menschen und Sachwerte effizient vor Schäden. Denn wenn jedes System einzeln im Auge behalten werden muss, geraten schnell Details aus dem Blickfeld – mit äußerst unliebsamen Folgen. Durch die Integration aller Sicherheitssysteme in eine Plattform können daher nicht nur die Kosten drastisch reduziert werden: Wenn es an einer Stelle kritisch wird, informiert das Alarmsystem blitzschnell und schlägt auch die passenden Maßnahmen vor.

Hier spielen auf Sicherheitslösungen spezialisierte Systemhäuser wie die Securiton GmbH ihre Stärken aus. Denn die IT-Unternehmen greifen auf ein herstellerunabhängiges Angebot an elektronischen Alarm- und Sicherheitssystemen zurück und bringen gleichzeitig Integrations- und Technikwissen mit, um maßgeschneiderte Sicherheitskonzepte zu realisieren. Und erst das Zusammenspiel von Steuerungssoftware, Technologie und verschiedenen Hardwarekomponenten gestattet das Aufsetzen einer tief integrierten Lösung, um im Notfall per Mausklick zu intervenieren und unter Umständen Millionenschäden verhindern zu können.


Das könnte Sie auch interessieren:

Zutrittskontrollsysteme dokumentieren Aufenthaltszeiten, können bei der Corona-Kontaktverfolgung unterstützen und ermöglichen die individuelle Arbeitszeiterfassung. Vor dem Hintergrund der Digitalisierung, der Pandemie sowie dem Trend zum dezentralen Arbeiten lohnt sich ein genauer Blick auf die aktuellen Anforderungen.‣ weiterlesen

Mit dem Security Operations Center will Vinci Energies Cybersecurity-Spezialisten vernetzen. Die Eröffnung ist für das zweite Halbjahr 2021 vorgesehen.‣ weiterlesen

Plus 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr haben die deutschen Maschinen und Anlagenbauer in Ihren Auftragsbüchern verzeichnet. Dabei kamen besonders aus dem Ausland mehr Aufträge.‣ weiterlesen

In der Softwareentwicklung gewinnen die Low- und No-Code-Plattformen zunehmend an Bedeutung. Doch neben den Vorteilen etwa in Sachen Geschwindigkeit oder Handhabung sind dem Low-/No-Code-Ansatz noch Grenzen gesetzt, etwa wenn es zu komplex wird.‣ weiterlesen

Low-Code/No-Code-Entwicklungen bieten Potenzial für Industrieunternehmen. Dadurch wird Software-Programmierung auch Mitarbeitern zugänglich, die nicht über tiefes Fachwissen verfügen. Mendix hat in einer Studie untersucht, wie es um den Low-Code/No-Code-Ansatz in Deutschland bestellt ist.‣ weiterlesen

Mit Pascal Redaoui hat Process Analytics Factory einen neuen Chief Financial Officer.‣ weiterlesen

Die Richtlinienreihe VDI/VDE 3695 'Engineering von Anlagen - Evaluieren und Optimieren des Engineerings' wurde komplett überarbeitet und an den Stand der Technik, insbesondere an Industrie-4.0-Vorgaben, angepasst. Im März 2021 erscheint Blatt 4 der Richtlinie. Es beschreibt die Hilfsmittel, die eine Engineering Organisation (EO) einsetzen beziehungsweise nutzen sollte.‣ weiterlesen

Warum liegt die mittlere Anlagenverfügbarkeit der maschinellen Fertigung im Mittelstand bei weniger als 40 Prozent? Wie kann künstliche Intelligenz helfen, dies zu verbessern? Lösungen liefert OEE.AI aus Aachen.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige