Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Sichere Datenvernichtung

Bye-Bye Bytes!

Das Löschen von Daten ist kein Kinderspiel. Denn die meisten Betriebssysteme entfernen Dateien und Verzeichnisse lediglich logisch aus dem virtuellen 'Inhaltsverzeichnis' eines Datenträgers. Gelöschte Informationen können daher auch wieder sichtbar gemacht werden. Der sicherste Weg zum Datenschutz bei der Entsorgung von Hardwarekomponenten ist daher die professionelle Vernichtung von Datenträgern.



Bild: Recall

Die Frage ‚Wollen Sie diese Datei wirklich löschen?‘ vieler Dateimanager hält nicht, was sie verspricht. Der Dialog suggeriert, dass Dateien und Verzeichnisse physikalisch ausradiert werden. Stattdessen werden Informationen lediglich logisch gelöscht, also aus dem Inhaltsverzeichnis des Datenträgers genommen, um Speicherplatz zum Überschreiben freizugeben. Zudem fertigen moderne Systeme in der Regel Protokolle von aktuellen Speichervorgängen an, um Daten im Falle eines Systemfehlers schnell wieder herstellen zu können. Spezielle Software und technische Verfahren können daher gelöschte Inhalte wieder sichtbar machen. Experten können selbst die Inhalte einer formatierten oder defekten Festplatte rekonstruieren, was in IT-Forensik zur Verbrechensaufklärung genutzt wird, doch auch Gegenstand krimineller Aktivitäten sein kann. „Dieses Problematik betrifft jedes Industrieunternehmen. Denn sensible Datenbestände finden sich auf den Servern der Buchhaltung genauso wie im IT-Umfeld der Entwicklungsabteilung“, sagt Josef Kemeder, Direktor und Spezialist für Dokumentenmanagement der Firma Recall Deutschland GmbH.

Sicheres Überschreiben

Damit Unternehmen verhindern können, dass Daten durch unsachgemäße Vernichtung in Umlauf kommen, spiele daher die professionelle Vernichtung von Daten oder Datenträgern eine wichtige Rolle. Zunächst steht dabei die Frage im Raum, ob die Datenträger nach dem Löschen der Dateien weiter verwendet werden sollen. Ist dies der Fall, kommt das Überschreiben von Daten in Betracht. Das bedeutet, dass die zu löschenden Daten auf der Festplatte mit verschiedenen Zeichenfolgen beschrieben werden – und damit nicht mehr für Rekonstruktionsversuche zur Verfügung stehen. Die Frage, wie oft Dateien überschrieben werden müssen, damit sie nicht mehr wiederhergestellt werden können, ist umstritten. So empfiehlt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, Dateien mindestens dreimal zu überschreiben. Das amerikanische Verteidigungsministerium rät hingegen zum siebenfachen Überschreiben sensibler Informationen. Die so genannte Gutmann-Methode, die als eine der sichersten Ansätze zum Löschen von Daten gilt, sieht sogar vor, die zu löschenden Informationen 35-mal zu überschreiben. Diese Aufgaben übernehmen bei Bedarf spezialisierte Software-Lösungen, die zum Teil sogar kostenlos oder als Testversion zur Verfügung stehen.

Datenträgervernichtung

Zahlreiche Experten bezweifeln jedoch, dass das bloßes Überschreiben oder Formatieren per Software sicherstellt, dass sämtliche Informationen für immer vernichtet sind. Absolute Datensicherheit ist nach Aussagen Kemeders nur durch die vollständige Vernichtung der Festplatte zu erreichen. Kemeder erläutert: „Eine solche Daten-Vernichtung sollte standardgemäß immer ohne Einbindung von Drittunternehmen geschehen und streng zertifiziert ablaufen – wenn gewünscht, vor den Augen des Kunden.“ Das Sicherheitsunternehmen setze daher unter anderem alarm- und GPS-gesicherte Transportfahrzeuge ein, um die Vernichtungskette lückenlos nachvollziehbar zu gestalten. Damit es am Ende tatsächlich endgültig heißt: Bye-bye Bytes!

 

Bild: Recall

Ein Fall für den Schredder

Ausrangierte Festplatten werden bei Recall in kleine Stücke zerhackt, die Schredder arbeiten ähnlich wie ein Gartenhäcksler. Die Abfallprodukte werden anschließend umweltfreundlich verwertet. Zum Portfolio des Unternehmen zählen ein stark gesichertes System für Abholung, Transport und Vernichtung von Daten in Papierform genauso wie Datenschutz und Datensicherung. Wertvolle Medien werden in einem hoch technisierten Sicherheitsvault gelagert und vor schädlichen Umwelteinflüssen sowie Missbrauch geschützt.


Das könnte Sie auch interessieren:

Das Systemhaus Solid System Team wird von einer Doppelspitze geleitet. Neben Werner Heckl ist seit 1. April auch Torsten Hartinger mit der Geschäftsführung betraut.‣ weiterlesen

Materialise erwirbt Kaufoption von MES-Anbieter Link3D. Mögliche Übernahme könnte den Weg zum cloudbasierten Zugriff auf die 3D-Druck-Software-Plattform von Materialise ebnen.‣ weiterlesen

Ist die IoT-Infrastruktur in der Fertigung erst einmal installiert, müssen die erfassten Daten analysiert und in Nutzen überführt werden. Dabei kommt Event-Streaming-Technologie vor allem dann in Frage, wenn Anwender ihre Daten echtzeitnah verarbeiten wollen.‣ weiterlesen

Frank Possel-Dölken (Phoenix Contact) ist neuer Vorsitzender des Lenkungskreises der Plattform Industrie 4.0. Er übernimmt das Amt von Frank Melzer (Festo).‣ weiterlesen

Der VDMA hat die Produktionsprognose für das laufende Jahr angehoben. War der Verband bisher von einem Zuwachs von 4 Prozent ausgegangen, so rechnet man nun mit einem Produktionsplus von 7 Prozent.‣ weiterlesen

Roboter gehören zum Rückgrat der smarten Fabrik. Doch die Automaten könnten außerhalb der Fabriken viel leisten. Das Dresdner Unternehmen Wandelbots hat jetzt eine Lösung entwickelt, die den Robotereinsatz auch für kleine und mittlere Unternehmen vieler Branchen interessant machen soll. Ein Industrie-PC von Kontron übernimmt in diesem System eine zentrale Aufgabe.‣ weiterlesen

Die Auftragsbücher der deutschen Industrieunternehmen füllen sich und die Produktion nimmt zu. Laut Ifo-Konjunkturumfrage liegen die Produktionserwartungen im März sogar auf dem höchsten Stand seit 1991.‣ weiterlesen

xyzWieviel sind Daten wert? Welche Daten sind für die Effizienzsteigerung der Produktion, die Qualitätssteigerung der Produkte oder neue Geschäftsmodelle für die produzierende Industrie und ihre Dienstleistungen von Nutzen und wie kann ihr Wert gemessen und beziffert werden? Am 13. Januar 2021 konstituierte sich dazu der Fachausschuss 7.24 Big Data in der VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik neu, um die Experten-Empfehlung VDI/VDE 3715 'Data Assets' zu entwickeln. Im Fachausschuss wird ein metrischer Standard entwickelt für die Ermittlung des ökonomischen Wertes technikbezogener Daten innerhalb der Wertschöpfungskette.‣ weiterlesen

Es gibt keinen Textauszug, da dies ein geschützter Beitrag ist.‣ weiterlesen

Zutrittskontrollsysteme dokumentieren Aufenthaltszeiten, können bei der Corona-Kontaktverfolgung unterstützen und ermöglichen die individuelle Arbeitszeiterfassung. Vor dem Hintergrund der Digitalisierung, der Pandemie sowie dem Trend zum dezentralen Arbeiten lohnt sich ein genauer Blick auf die aktuellen Anforderungen.‣ weiterlesen

Mit dem Security Operations Center will Vinci Energies Cybersecurity-Spezialisten vernetzen. Die Eröffnung ist für das zweite Halbjahr 2021 vorgesehen.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige