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Shopfloor-IT für die Verbindungstechnik-Fertigung

Einheitliches System für die weltweite Produktion

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Maschinendatenerfassung: Die Anbindung der Maschinensteuerungen erfolgt über OPC und dient auch zur Erfassung von Prozessdaten nach Fertigungsstandort. Zur Optimierung steht verantwortlichen Mitarbeitern eine Analyse des Schichtablaufs zur Verfügung. Bild: Lohmann GmbH & Co. KG

Erfolgsfaktoren und Nutzenaspekte

Durch die standortübergreifende Verwendung der Qualitäts- und Produktionsmanagement-Module entlang der gesamten Wertschöpfungskette und der Umsetzung eines Systemkonzepts nach dem ‚Plan-Do-Check-Act-‚Modell ergeben sich zahlreiche Synergien aus dem Systemeinsatz:

  • Projekt- und Entwicklungsphase: Die Produktqualitätsplanung unterstützt bei der Definition und Einleitung von Ablaufschritten. Bei Lohmann ist das ‚Advanced product quality planning‘-Modul (APQP) in den Bereichen Entwicklung und Projektmanagement im Einsatz. Es unterstützt die Projektdokumentation, Musterfertigung und Rückverfolgung der Projekte.
  • Prüfplanung vor Serienbeginn: Die Prüfplanung ist Bestandteil der Qualitätsmanagementlösung. Zur Sicherstellung der Produkt- und Prozessgüte werden hier in Verbindung mit dem Prozesslenkungsplan die Prüfkriterien aller qualitätsbezogenen Aktivitäten des Unternehmens definiert.
  • Prüfmittelmanagement und Statusüberwachung: Bei der Unternehmensgruppe werden Prüfmittel im Prüfmittelmanagementsystem der IBS-Lösung erfasst. Von hier aus existiert eine Schnittstelle zu den Prüfplänen und die Möglichkeit der Nachvollziehbarkeit, mit welchem Prüfmittel welche Prüfung durchgeführt wurde.
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  • Chargenverfolgung: Der Durchlauf der Produkte durch die einzelnen Produktionsstufen kann nachvollzogen und alle einfließenden Chargen können zurückverfolgt werden. Im Fehlerfall kann somit definiert werden, welche Rollen etwa bis zum Auftreten des Fehlers produziert wurden und welche danach.
  • Zertifikate: Für erforderliche Zertifikate und Werksprüfzeugnisse werden Daten aus der Chargenverfolgung mit den jeweiligen Prüfergebnissen verknüpft und ausgewertet. Daraus werden die Zertifikate automatisch erstellt und an die Abnehmer übermittelt.
  • Reklamationsbearbeitung: Mit dem Modul RQMS der Anwendung werden externe und interne Reklamationsdaten und -kosten erfasst. Durch die integrierten umfangreichen Auswerte- und Analysemöglichkeiten wird eine Steigerung von Qualität und Produktivität unterstützt und ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess in Gang gesetzt.
  • MaßnahmenmanagementEin zentrales Maßnahmenmanagement sammelt und überwacht unternehmensweit Aufgaben, Maßnahmen und Verantwortlichkeiten aus verschiedenen Modulen wie Audit, FMEA und RQMS.
  • Betriebsdatenerfassung: Durch den Einsatz des Moduls für Betriebsdatenerfassung konnte eine systemgestützte Reduzierung von Fehlern erzielt und ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess gestartet werden. Dadurch gehören Fehler wie ‚Material vertauscht‘, ‚doppelte Buchung‘ und ‚Falscheingaben‘ weitgehend der Vergangenheit an.
  • Anbindung an das ERP-System: Bei dem Fertigungsbetrieb erfolgt die Anbindung an das ERP-System BAAN. Materialstämme und Fertigungsaufträge werden aus dem ERP an das MES gemeldet. Hier werden Prüfaufträge generiert und die Prüfungen durchgeführt. Bei positiver Abarbeitung erfolgt eine Freigaberückmeldung an das führende System.

Kennzahlen als Basis für Verbesserungen

Insgesamt erreicht die Unternehmensgruppe durch den Einsatz der MES-Lösung mehr Transparenz in den Produktionsprozessen, auch durch verfügbare Kennzahlen wie Personaleinsatzfaktor, Auslastung, Fertigungszeiten, Materialverlust und Effizienzverbesserung. Die daraus resultierenden Erkenntnisse führen im Rahmen der Verbesserungsprozesse zu Kostensenkungen sowie Produktivitätssteigerungen.

Detailliertes Projektmanagement erforderlich

Um im Rahmen des umfassenden IT-Projektes aus standortbezogenen Einzelsystemen ein Gesamtsystem für Qualitäts- und Produktionsmanagement über mehrere Standorte hinweg zu bilden, war ein detailliertes Projektmanagement gefordert – sowohl im zeitlichen als auch organisatorischen Bereich. Durch die dafür erforderliche Zusammenführung der Insellösungen mussten Daten zusammengeführt und teils in Handarbeit neu erfasst werden. Insgesamt hat sich für den Fertiger der Aufwand jedoch gelohnt. Daher hält er an seinem Plan fest, die Softwarelösungen nach und nach über seine EMEA-Standorte auszurollen. Ziel ist die Realisierung einer schlanken und homogenen EDV-Organisation über alle Niederlassungen hinweg.


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