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Sechs Regeln für den Umgang mit Prozessdaten

Mit Prozessdatenmonitoring lassen sich viele Produktionsfehler früh finden und beheben, die sonst zu teuren Produkthaftungs- und Imageschäden führen könnten. Die folgenden sechs Regeln helfen bei der Organisation einer leistungsfähigen Prozessüberwachung.

Produktionsfehler können ein Vermögen kosten. Bereits der Gesetzgeber gibt Maßnahmen zur Qualitätssicherung in der Produktion vor. Es können aber weit mehr Vorkehrungen getroffen werden, um sich vor Produkthaftungs- und Imageschäden zu schützen. Eine große Rolle spielt dabei auch die Prozessdatenerfassung sowie deren Auswertung und Archivierung. Der Softwarehersteller CSP hat eine Reihe von Regeln für die Produktionsüberwachung zusammengestellt, die den Weg zur sicheren und möglichst fehlerfreien Fertigung ebnen können.

Elektronische Datenerfassung statt Papier

Wenn Prozessdaten, die in Fertigungsprozessen anfallen, manuell erfasst und ausgewertet werden, steigt das Fehlerrisiko. Dokumente könnten im falschen Ordner abgelegt oder Daten fehlerhaft oder unvollständig dokumentiert werden. Eine elektronische Datenerfassung kann die Rückverfolgung betroffener Bauteile und Chargen deutlich erleichtern. Produkt- und bauteilbezogene Informationen lassen sich zuverlässig im Archiv recherchieren.

Einarbeitung und Anleitung von Mitarbeitern

Schulungen sind teuer und oft nicht nachhaltig genug. Wird ein Mitarbeiter an verschiedenen Fertigungsstationen eingesetzt, können sich trotz Schulungen Fehler im Arbeitsprozess einschleichen, da beispielsweise die Routine fehlt. Eine Anleitung mit Bildern hingegen sowie präventive Maßnahmen zur Fehlervermeidung unterstützen Werker zusätzlich an wechselnden Arbeitsplätzen in der Produktion. Auf der Basis von Software kann sich die Qualitätssicherung in der Produktion zudem oft leichter auf einem einheitlichen und planbaren Level halten lassen.

Fehlerhafte Montagen vermeiden

Bauteile, die falsch montiert werden oder Bauteile, bei denen Komponenten fehlen, erfordern Nacharbeiten. Mitunter gelangen trotz Qualitätskontrollen fehlerhafte Produkte in den Handel. Dem lässt sich mit Einsatz von Gegenprüflisten und Bauteile-Scans vorbeugen. Auf der Basis dieser Produktionsüberwachung können viele Fehler und Qualitätsmängel früh entdeckt werden um gegenzusteuern.

Warnmeldungen und Qualitätstore

Einen weiteren Mechanismus gegen Produktschäden stellen Warnmeldungen dar. Sie lassen sich bei Erreichen bestimmter Schwellwerte auslösen. Dazu können Prüfungen an Qualitätstoren kommen. Mit dieser Qualitätssicherung in der Produktion und die dadurch mögliche Rückverfolgung lässt sich verhindern, dass fehlerhafte Produkte überhaupt erst in den Verkauf gelangen.

Herstellerunabhängigkeit bewahren

In vielen Werken wird mit unterschiedlichen Anlagen, Werkzeugen und Softwareprogrammen gearbeitet. Teilweise entstehen Abhängigkeiten zu Herstellern, was durchgängige und unabhängige Qualitätskontrollen erschwert oder unmöglich macht. Herstellerneutrale Lösungen für die Prozessdatenerfassung und ein integriertes, unternehmensweites Prozessdatenmanagement schützen vor solchen Abhängigkeiten.

Prozessdaten archivieren

Den Herstellungsprozess detailliert zu dokumentieren und die Daten und über einen langen Zeitraum aufzubewahren, ist eine wesentliche Anforderung des Gesetzgebers an die fertigende Industrie. Betroffen sind hier beispielsweise in der Automobilindustrie speziell auch Bauteilverbindungen wie Verschraubungen, von denen Leib und Leben abhängen kann. Dabei werden die elektronisch erfassten Prozessdaten unveränderbar archiviert und können auch noch viele Jahre später jederzeit als Nachweis vorgelegt werden.

Weiterführende Informationen zu den sechs Regeln finden Sie hier.

(Quelle:CSP GmbH & Co. KG/Bild:CSP GmbH & Co. KG, Frank Werner)

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