Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Schaltzentrale Scada-System

Die Brücke von Big Data zu Smart Data

Daten sind ein zentraler Rohstoff für die Fabrik der Zukunft. Mit der Vernetzung von Produktion, Unternehmens-IT und Cloud-Lösungen ergeben sich für Unternehmen neue Möglichkeiten bei der Produktions- und Ressourcenplanung. Gleichzeitig entstehen neue Herausforderungen: Die wachsenden Datenmengen müssen sicher, performant und zuverlässig verarbeitet und sinnvoll miteinander verknüpft werden, damit Big Data zu Smart Data wird. Dieser Brückenschlag kann mit der intelligenten Kombination aus einer leistungsfähigen Scada-Lösung und cloudbasierten Services gelingen.

Die ideale Basis für die Digitalisierung von Prozessen eines Unternehmens im Rahmen von Industrie 4.0: SCADA-System schaffen die Basis für zukünftige Wertschöpfung in der Produktion.

Bild: Siemens AG

Die Digitalisierung von Produktionsprozessen und die entsprechenden datenbasierten Services ermöglichen in vielen Bereichen große Einsparpotenziale. Daneben lassen sich Produktions- und Unternehmensdaten mit weitergehenden Informationen verknüpfen, um zusätzliche Marktchancen oder Effizienzgewinne zu realisieren – etwa durch die Integration von Wetterdaten im Bereich der erneuerbaren Energien, Landwirtschaft oder Lebensmittelindustrie. Viele Szenarien, um Daten entlang von Wertschöpfungsketten und über Unternehmensebenen hinweg zu integrieren, fokussieren sich aktuell sehr stark auf Cloud-Lösungen. Tatsächlich bietet eine Cloud zahlreiche Möglichkeiten, Produktionsdaten auszuwerten und durch die Verknüpfung mit zusätzlichen Informationen aussagekräftigere Rückschlüsse auf die Marktlage zu geben oder Produkte über den eigentlichen Produktionsprozess hinweg zu verfolgen. In einigen Bereichen zeigt sich bereits der Nutzen von cloudbasierten Lösungen – so beeinflussen Wetterdaten zum Beispiel die Steuerung von Windkraftanlagen. Dennoch gibt es gute Gründe, die gegen eine Cloud als alleinige Datendrehscheibe sprechen. Im Gegensatz zur kontrollierten Umgebung in der Produktion ist eine Cloud per Definition eine offene Umgebung mit Schnittstellen zu unterschiedlichen Datenquellen, welche besondere Schutzmaßnahmen in Bezug auf Zugriffsschutz oder Datensicherheit erfordert. Diese passen nicht immer zu den zentralen Anforderungen in der Produktion, wo die hohe Verfügbarkeit von Daten und eine stabile Netzwerkverbindung mit entsprechender Bandbreite eine Grundvoraussetzung sind. Umgekehrt sind von den sehr großen Datenmengen, die im Produktionsumfeld entstehen und benötigt werden, nur eine begrenzte Anzahl für die übergeordnete Analyse und Optimierung von Prozessen aussagekräftig. Dies betrifft häufig auch nicht direkt erfasste, sondern aufbereitete Informationen wie berechnete Anlagenkennzahlen. Hinzu kommt, dass Personal vor Ort im Prozess andere Informationen benötigt, als ein Betriebsleiter oder der Ein- und Verkauf. Der Begriff Smart Data hat also auf verschiedenen Ebenen eines Unternehmens ganz unterschiedliche Bedeutungen.

Scada-Systeme als Schaltzentrale der Produktion

Als produktionsnahem Aggregator von Daten und Informationen kommt dabei Scada-Systemen eine zentrale Rolle zu. Sie erfassen unter anderem lokal Daten wie Maschinenzustände, Verbrauchsdaten, Alarm- und Fehlermeldungen und stellen sie über die Bediengeräte an der Maschine zur Verfügung. Mit dem Scada-System werden darüber hinaus Daten des Produktionsprozesses oder auch aus mehreren Produktionslinien verarbeitet und visualisiert, wobei die Bediener durch vielfältige integrierte Analysefunktionen unterstützt werden. Als zuverlässige Informationsschnittstelle im Unternehmen werden beispielsweise Informationen zu Aufträgen verwaltet oder Daten mit der Unternehmens-IT ausgetauscht. Scada-Systeme sind speziell ausgelegt, die entsprechenden großen Datenvolumina schnell und zuverlässig zu handhaben und im integrierten Datenbanksystem zu archivieren. Aus dieser Datenbasis werden fundierte Analysen oder Ableitungen zur Verbesserung der Produktivität und Effizienz abgeleitet. Simatic WinCC von Siemens stellt dazu eine leistungsfähige und skalierbare Lösung zur Verfügung, mit der sich die System- und Betriebsinformationen der Produktion automatisch erfassen und speichern lassen. Zusätzlich können individuelle Daten zu Qualität oder Stückzahlen mit dem entsprechenden Kontext gespeichert werden. Diese Kennzahlen können als Grundlage für das Überwachen der Produktion und die Analyse der Prozesse auf Basis aktueller und historischer Informationen genutzt werden. Über den Simatic Information Server lassen sich bereits in der Produktion übergreifende Auswertungen erstellen und lokal oder mobil in Dashboards anzeigen. Für den Austausch von Daten mit der IT-Welt und anderen Systemen in der Produktion steht mit der WinCC/IndustrialDataBridge ein Konfigurationswerkzeug zur Verfügung, mit welchem ein bidirektionaler Informationsfluss über Standardschnittstellen wie OPC, OLE-DB, SQL ohne Programmierkenntnisse realisiert werden kann.

Bild: Siemens AG


Das könnte Sie auch interessieren:

Harting und Expleo haben im Rahmen der SPS 2019 in Nürnberg eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Vorstandsvorsitzender Philip Harting und Peter Seidenschwang, Head of Industry bei Expleo Germany, unterzeichneten die Vereinbarung, mit der beide Parteien die langfristige Zusammenarbeit im Bereich datengesteuerter Dienste und IoT-Lösungen für Industriekunden bekräftigen.‣ weiterlesen

Laut einer Accenture-Studie können Unternehmen, die in die Skalierung von Technologieinnovationen investieren, mehr als doppelt so hohe Umsatzwachstumsraten erzielen. Dies betrifft in der Studie lediglich zehn Prozent der befragten Unternehmen.‣ weiterlesen

Mit steigender Auftragszahl stieß das ERP-System der ITV GmbH an seine Grenzen. Viele Prozesse erforderten zudem noch viel Handarbeit, etwa beim Einpflegen von Daten. Diese dokumentenbasierten Prozesse sollten mit einer Branchenlösung künftig digital ablaufen.‣ weiterlesen

Digitalgestützte Assistenzsysteme gewinnen in Fabriken an Bedeutung. Gerade komplexe Fertigungsaufgaben lassen sich so schnell, mit weniger Fehlern und von geringer qualifizierten Mitarbeitern ausüben. Für eine Studie haben 144 Produktionsverantwortliche darüber gesprochen, wie es in ihren Werken um die digitale Assistenz bestellt ist.‣ weiterlesen

Laut aktueller Zahlen des ZEW — Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, blickt die Deutsche Wirtschaft zuversichtlicher in die Zukunft, als noch Ende des vergangenen Jahres. Im Vergleich zum Dezember stieg der Wert der Konjunkturerwartungen um 16 Punkte.‣ weiterlesen

Um Mobilität in Zeiten von Verstädterung, Ressourcenknappheit und Klimawandel zukunftsfest zu machen, bündeln die Universität Stuttgart und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ihre Forschungskompetenzen im Innovationscampus ‘Mobilität der Zukunft‘ (ICM).‣ weiterlesen

Viele Unternehmen haben das Thema Kundenbeziehungsmanagement auf ihrer digitalen Agenda. Und es geht voran, gerade im Maschinen- und Anlagenbau. Eine aktuelle Umfrage zeigt aber auch, woran es auf dem Weg zur 360°-Kundensicht noch hakt.‣ weiterlesen

Mixaco stellt Industriemischer für Chemikalien, Farben und Kunststoffe her. Jetzt hat die Firma ihr Angebot um eine IoT-Lösung erweitert, mit der Anlagenbetreiber die Leistung ihrer Maschinen online überwachen und sie vorausschauend warten können. In Verbindung mit anderen Bausteinen der IoT-Plattform sind aber noch viel mehr Anwendungen möglich.‣ weiterlesen

Im 23. Global CEO Survey von PWC rechnet mehr als die Hälfte der 1.581 befragten CEOs mit einem Rückgang des Weltwirtschaftswachstums. Auf lange Sicht zeigen sich die Befragten jedoch optimistischer.‣ weiterlesen

Weit mehr als 200 Aussteller auf werden auf der All About Automation im am 4. und 5. März am Bodensee erwartet. Bei der aktuellen Auflage sind die Themen Robotik und MRK zunehmend stark vertreten.‣ weiterlesen

Trendthemen wie künstliche Intelligenz oder Nachhaltigkeit haben Auswirkungen auf die gesamte Supply Chain. Auf der diesjährigen Logimat, die vom 10. bis zum 12. März in Stuttgart stattfindet, zeigen mehr als 1.650 Aussteller, wo die Reise in der Intralogistik in den nächsten Jahren hingehen könnte.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige