Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Ressourceneffizienz als Treiber für die Produktion

Ressourceneffizienz wird künftig der Haupttreiber der Produktion sein, nicht zuletzt im Kontext von intelligent automatisierten Prozessen als Basis für 'Manufacturing as a Service'. Nachhaltigkeit ist daher das Kernziel. Doch trotz hoher Bedeutung des Themas in den Betrieben ist die Investitionsbereitschaft noch zu gering.

Bild: EEP

Ob Industrie 4.0 als Fortentwicklung oder tatsächlich als vierte industrielle Revolution in der Produktion bezeichnet wird: Was mit cyber-physischen Systemen als Treiber möglich wird, verändert die Produktion so umfassend, dass von einer grundlegenden Wandlung gesprochen werden kann. Das Hauptziel ist dabei nicht, Personalkosten und Maschinenauslastung zu optimieren. Das Ziel muss Flexibilität und Nachhaltigkeit heißen und hat Ressourceneffizienz als Treiber. Der ökologische Fußabdruck sowie die Wandlungsfähigkeit ergänzen damit die Zielgrößen Kosten, Qualität und Zeit.

Energieminimale Produktion: Effektivität ergänzt Effizienz

Die energieminimale Produktion ist ein wichtiger Wettbewerbsfaktor. Ziel ist eine ausreichende, sichere und wirtschaftliche Energieversorgung. Dazu müssen unter Berücksichtigung aller Kosten für Unternehmen und Gesellschaft branchenindividuelle Lösungen erarbeitet werden. Der Energieverbrauch ist ein Schlüsselfaktor für den Wechsel hin zu einer nachhaltigen Produktion. Die aktuelle Strategie geht allerdings fast ausschließlich in Richtung von immer mehr Energieeffizienz – je weniger verbraucht und somit produziert wird, desto besser. Die Effizienzstrategie bedeutet:

  • Bestehende Prozesse optimieren
  • Auslastung verbessern
  • Materialausnutzung steigern
  • Personalkosten reduzieren
  • Energieeinsatz reduzieren

Ein echter Wechsel hin zu mehr Nachhaltigkeit erfordert aber einen zusätzlichen, neuen Fokus auf Energieeffektivität: Je mehr produziert und verbraucht wird, desto besser für die Umwelt. Das bedeutet, dass neuartige Produkte wie Höhenwindkraftwerke, Verfahren wie die Zementherstellung mit niedrigeren Temperaturen und Prozesse – etwa in Form von Umformen und Schweißen statt Stanzen von Dichtungsringen – entwickelt werden müssen. Die Effektivitätsstrategie umfasst

  • Zero-Waste-Prozesse
  • Schließen von Stoffkreisläufen
  • Verwendung von Sekundärrohstoffen
  • Der Mensch als entscheidender Produktionsfaktor
  • Einsatz erneuerbarer Energien

Beide Ansätze korrespondieren miteinander. Die Effizienzstrategie ist die Basis, um die notwendigen Investitionen der Effektivitätsstrategie zu finanzieren. In einer zukünftigen Smart Factory muss daher Effektivität mit Effizienz zur ‚Ultraeffizienz‘ multipliziert werden.

Energieeffizienz-Index für die deutsche Industrie

Jeder Euro, der in Effizienzmaßnahmen gesteckt wird, kommt neben Umwelt und Unternehmen auch der Wirtschaft und den Arbeitsplätzen vor Ort zugute. Denn deutsche Maschinenbauer produzieren zum Beispiel Pumpen zur Wärmerückgewinnung, sie stellen Technologien für eine Reduzierung des Energieverbrauchs und für die Rückgewinnung von Energie und Material zur Verfügung. Damit werden inländische Produkte nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch günstiger – ein erheblicher Wettbewerbsvorteil. Die Auswertung des jüngst veröffentlichten, ersten Energieeffizienz-Index des Instituts für Energieeffizienz in der Produktion der Universität Stuttgart hat ergeben, dass Energieeffizienz über alle Wirtschaftszweige hinweg hohe Bedeutung hat: 54 Prozent der Unternehmen mit einer steigenden Bedeutung des Themas.


Das könnte Sie auch interessieren:

Für die Umsetzung von IoT-Projekten ist nicht nur eine präzise fachliche Planung des Anwendungsfalls von Bedeutung, sondern eine vorherige Überprüfung des Reifegrads der IT-Organisation sowie des Reifegrads der IT im Umgang mit Cloud-Technologien.‣ weiterlesen

Der Maschinenbauer Manz bündelt unter dem Namen Total Fab Solutions sein Angebot für die Automatisierung von Fertigungslinien. Im Paket abgedeckt sind Umsetzungsschritte von Automatisierungsprojekten von der Fabrikplanung über die Prozess- und Materialflusssimulation oder die Integration bestehender Fertigungsprozesse bis hin zu Aufbau, Hochfahren und Optimierung schlüsselfertig zu übergebender Produktionslösungen.‣ weiterlesen

Beim traditionellen Qualitätsmanagement werden gefertigte Bauteile analysiert, um die Qualität der nächsten zu verbessern. Beim Predictive Quality-Ansatz wollen Hersteller analysegestützt eine höhere Qualität erzielen, ohne in die Vergangenheit schauen zu müssen. Bereits verfügbare Lösungen für den Ansatz integrieren die erforderlichen Daten auf einer MES-Plattform.‣ weiterlesen

Der Aufbau einer kabelgebundenen Ortungsinfrastruktur auf großen Flächen wie Lagerhallen, Baustellen oder in der Prozessindustrie ist kostspielig und zeitaufwendig.‣ weiterlesen

KI-getriebene Convolutional Neuronal Networks in selbstfahrenden Autos sollen andere Verkehrsteilnehmer erkennen. Dabei gilt: Je selbstständiger das Auto, desto komplexer der Algorithmus und undurchschaubarer dessen Weg zur getroffenen Entscheidung. Ein Validierungs-Tool soll helfen, diesen besser zu verstehen.‣ weiterlesen

Erfolgreiche KI-Projekte kombinieren das Domänenwissen von Prozessbeteiligten mit der Expertise von Datenanalysten und IT-Spezialistinnen. Da nicht jedes Maschinenbauunternehmen über diese drei wichtigen Kompetenzfelder verfügt, sind Kooperationen wichtige Bestandteile von KI-Projekten.‣ weiterlesen

Extreme Networks hat die Verfügbarkeit des Wi-Fi 6E Access Point bekanntgegeben. Als Wireless-Plattform erweitert der Zugangspunkt den Einsatzbereich auf das 6GHz-Frequenzband. Das Gerät wurde für Umgebungen mit hohen Anforderungen an Bandbreite und Nutzerdichte entwickelt und zeichnet sich Anbieterangaben zufolge durch seine Perfomance, Funktionalität und Sicherheit aus.‣ weiterlesen

Die Ersatzteilversorgung in der Automobilindustrie besitzt einen sehr kurzfristigen Charakter. Anwendungen zum Abbilden solcher Prozesse sind S/4Hana Supply Chain Management sowie S/4Hana-Automotive-Ersatzteilmanagement. Die wichtigen Zielgrößen für die Versorgungsqualität sind Lieferservicegrad und Time-to-Delivery.‣ weiterlesen

Im Cloud-Projekt Gaia-X entstehen Infrastruktur-Angebote, mit denen Hersteller digitale und vernetzte Produkte entwickeln können, ohne in Abhängigkeit zu Technologiekonzernen zu geraten. Die Strukturen dafür sind bereits etabliert. Jetzt ist es an den Produzenten, durch ihre Mitwirkung aus dem Projekt eine europäische Erfolgsgeschichte zu machen.‣ weiterlesen

Werma bietet ein neues Ruf- und Meldesystem zur Prozessoptimierung in Fertigung, Logistik und an manuellen Arbeitsplätzen an. Mit dem Andon WirelessSet lassen sich Probleme bei der Produktion per Knopfdruck melden, um die Behebung zu beschleunigen.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige