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Ressourcen, Produktion und Service im Blick

Standortübergreifender Systemeinsatz

Die Mahlo GmbH + Co. KG zählt zu den führenden Herstellern von Mess-, Regel- und Automatisierungssystemen für die Produktion bahnförmiger Waren wie Textil, Kunststoff oder Papier. Zur weltweiten Koordination von Produktionsprozessen, Controlling sowie Vertriebs- und Serviceaktivitäten setzt der Maschinenbauer auf eine durchgängige Unternehmenssoftware. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die zügige Einführung einer mittelstandsgerechten Lösung am Hauptsitz und bei den ausländischen Tochterunternehmen war der Einsatz einer praxisbewährten Implementierungsmethode.

Bild: Mahlo GmbH + Co. KG / Fotolia-ktsdesign

Die Mahlo GmbH + Co. KG mit Sitz in Saal an der Donau ist spezialisiert auf Mess-, Regel- und Automatisierungssysteme für die Textil- und Veredelungsindustrie sowie den Beschichtungs-, Folien- und Papierbereich. Das bayerische Traditionsunternehmen wurde 1945 von Dr. Heinz Mahlo gegründet und ist als Familienunternehmen heute weltweit aktiv. Bereits im Jahr 1968 gründete der Betrieb die erste ausländische Tochtergesellschaft in den USA. Weitere Niederlassungen in Belgien, Italien, Spanien und Brasilien folgten. Rund 100 Vertretungen und 48 Service-Stationen weltweit sorgen für den Kontakt zu den Kunden und für die technische Unterstützung.

Die Entwicklung und Produktion der Maschinen erfolgt mit rund 220 Mitarbeitern ausschließlich in Deutschland. Im vergangenen Jahr erzielte das Unternehmen einen Umsatz von rund 30 Millionen Euro. Um den hohen Qualitätsstandard zu sichern, setzt Mahlo auf eine große Fertigungstiefe. Die globalen Aktivitäten sind für das Unternehmen durch die Geschäftsfelder und Produkte bedingt. Für die Textilindustrie entwickelt Mahlo Maschinen, die die Qualität hochwertiger und technisch anspruchsvoller Textilien sicherstellen. Dies sind beispielsweise Systeme für die Verzugserkennung und Verzugskorrektur von Textilbahnen, oder die Kontrolle von Waren- und Behandlungsparameter wie Restfeuchte, Warentemperatur und Abluftfeuchte in allen Trocknungsprozessen der Textilverarbeitung sowie der Papierproduktion.

Von Insellösungen zum integrierten Gesamtsystem

Da der Spezialist für Prozess- und Qualitätskontrolle auch an seine eigene Produktentwicklung, Fertigung und betriebswirtschaftliche Organisation hohe Ansprüche stellt, beschloss die Unternehmensleitung im Jahr 2009 die IT-Landschaft aus Insellösungen mit einer zeitgemäßen Enterprise Resource Planning- Software (ERP) abzulösen, welche die gestiegenen Ansprüche des Maschinenbauers besser erfüllen sollte als die bisherige Infrastruktur. Nicht zuletzt ging es bei dem Projekt auch darum, Produktivität, Kosten und Effizienz der unterschiedlichen Unternehmensbereiche besser im Blick zu haben. Bis dahin hatte sich über die Jahre ein ‘Sammelsurium‘ an IT-Lösungen etabliert, das bei den Anwendern auf wenig Akzeptanz stieß, da dessen Bedienung hohen manuellen Aufwand verursachte: Daten wurden in den verschiedenen Unternehmensbereichen mit großem Aufwand mehrfach eingegeben, wichtige Informationen waren nicht zentral hinterlegt.

Mahlo-Geschäftsführer Alois Böckmann beschreibt die Situation anhand eines Beispiels: „Allein das Zusammenstellen des aktuellen Auftragsbestandes für unsere Wirtschaftsprüfer bedeutete für uns damals einen Aufwand von mehreren Tagen − heute ist dies per Knopfdruck innerhalb von Sekunden verfügbar. Unsere IT war nicht durchgängig, wir arbeiteten mit Informationsinseln.” Daher wurde der Umstieg auf ein modernes ERP-System beschlossen und mehrere Anbieter wurden zur Präsentation eingeladen. Von der einzuführenden Lösung versprach sich der Maschinenbauer zudem eine verbesserte Transparenz durch ein umfassendes Reporting über alle Bereiche und Kennzahlen hinweg.

Anpassbarkeit und globaler Einsatz im Fokus

„Wir haben uns auf maximal vier Anbieter beschränkt, um deren Produkte intensiv zu prüfen”, schildert IT-Leiterin Heike Tragl. „Da die Funktionalitäten der Systeme vergleichbar waren, legten wir bei unseren Treffen mit den ERP-Anbietern großen Wert auf die leichte Anpassbarkeit der Software und deren Eignung für global aufgestellte Unternehmen. Zudem war uns wichtig, dass die ERP-Berater unser Geschäft verstehen“, ergänzt Tragl. Zusätzlich wurde ein Team mit Key-Usern aus den einzelnen Fachabteilungen gebildet, die sowohl die Anforderungen der eigenen Bereiche kannten, als auch Erfahrungen mit dem alten ERP-System hatten.

Die Anforderungen an die neue Unternehmenssoftware waren hoch: Alle wichtigen Prozesse des Maschinenbauers sollte die neue Lösung abdecken. Außerdem mussten Anpassungen flexibel möglich sein und die ausländischen Tochtergesellschaften als Mandanten integriert werden können − einschließlich Unterstützung der jeweiligen Landessprache. Deshalb waren Kriterien wie die Mehrsprachigkeit der Software und das Arbeiten mit verschiedenen Währungen wichtig. Und auch die Lauffähigkeit der Software unter dem Betriebssystem Linux war ein weiteres Kriterium, da das Unternehmen dieses wegen seiner Stabilität, Performance und geringen Wartungsaufwandes schätzt. Und nicht zuletzt spielte auch eine moderne Technik mit einfachen Update-Möglichkeiten sowie ein überzeugendes Einführungskonzept und die Investitionssicherheit eine wichtige Rolle.


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