Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Remote Access

Fernwartung von Produktionsmaschinen

Fernwartung über IP-Technologie wird zunehmend salonfähig. Unternehmen versprechen sich von dem Ansatz Kostenersparnis im Infrastruktur- und Wartungsbereich, während Maschinen- und Anlagenbauer sich neue Servicefelder erschließen können. Doch der Einsatz der onlinebasierten Systeme verlangt von Unternehmen und Anbieter gleichermaßen Augenmerk auf die Sicherheit von Internetverbindung und IT-Netzwerk.

Bild: HOB

Digitale Informationen sind heutzutage allgegenwärtig, die Vernetzung von Mensch und Maschine nimmt stetig zu. Kaum ein Unternehmen reagiert nicht auf diese Tatsache und passt seine Geschäftsprozesse an die neuen Gegebenheiten an: Maschinen und Anlagen werden zunehmend an die Unternehmens-IT angebunden. Gleichzeitig steigt der Wettbewerbsdruck: Hohe Verfügbarkeit wird zu einem wichtigen Faktor für die Liefertreue und damit für eine erfolgreiche Kundenbindung. So verwundert es nicht, dass selbst mittelständische Unternehmen auf eine zuverlässige Wartung oder Steuerung ihrer Produktionsmaschinen, jederzeit und von jedem Ort, angewiesen sind. Auch die Fernwartung direkt durch den Hersteller der Anlage gewinnt dabei zunehmend an Bedeutung, insbesondere da die eingesetzten Maschinen und Anlagen zunehmend komplexer werden.

Fernwartung als attraktives Alternativmodell

Für die Fernwartung nutzen Unternehmen immer häufiger Remote Access-Lösungen. Der Zugriff aus der Ferne kann zahlreiche Vorteile bieten – darunter zum Beispiel schnelles Reaktionsvermögen, optimiertes Ressourcenmanagement sowie gesteigerte Produktivität. Hinzu kommen Kostenersparnisse durch die mögliche Reduzierung der internen Wartungsbudgets. In jedem Fall ist es äußerst hilfreich, wenn der IT-Administrator standortübergreifend von überall remote auf die Systeme zugreifen kann. Das Gleiche gilt für den Hersteller der Produktionsmaschinen – Fernwartung wird für die Investitionsgüterindustrie als Servicemodell zunehmend attraktiver, sei es zur Problembehebung, Steuerung oder Wartung.

Fernwartung wird modern

Früher galt als landläufige Meinung, dass Produktionssysteme nach außen abgeschlossene Systeme darstellen, die nur physikalischen Schutz benötigen. Mittlerweile hat jedoch die IT nicht nur im Büro Einzug gehalten: Auch Produktionsprozesse sind ohne Netzwerktechnik und Internetanbindung kaum noch denkbar.

Lange Zeit war die Fernsteuerung mittels ISDN-Wählverbindungen oder per Analog-Modem der Stand der Technik. Dabei wurden die Systeme oft in Teilnetzen oder ‚Virtual Local Area Network‘-Gruppen (VLAN) zusammengefasst. Ein mühsames Unterfangen, denn je mehr unterschiedliche Hersteller präsent waren, desto mehr Teilnetze mussten auch verwaltet werden. Neue Technologien und Bedürfnisse sorgen jedoch dafür, dass Unternehmen zunehmend auf flexiblere Lösungen setzen, die sich die Vorteile etwa der WLAN-Funkstandards und des Internet zu Nutze machen. Dazu zählen vor allem im Vergleich zu ISDN das Einsparen von Verbindungskosten sowie eine deutlich höhere Bandbreite für die Datenübertragung.

Hierbei ist es besonders wichtig, das Produktionsnetz bestmöglich vor IT-bedingten Schäden, wie beispielsweise Zugriff durch Unbefugte oder Befall durch Schadsoftware – ‚prominente‘ Beispiele in letzter Zeit waren Stuxnet und Duqu – zu schützen. Denn es gilt vor allem, die Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Integrität der produktionsrelevanten Systeme sicherzustellen. Remote Access-Lösungen für die Fernwartung von Maschinen sollten daher entsprechende Sicherheitsfunktionen aufweisen, das gleiche gilt für die Absicherung von Schnittstellen in die Unternehmens-IT.


Das könnte Sie auch interessieren:

Um Produktionsdaten per Manufacturing Execution System auswerten zu können, müssen die Daten aus der Maschine in das System gelangen - bei alten Maschinen ein Problem. Doch können Fertiger nicht einfach so in einen neuen Maschinenpark investieren. Der Retrofit-Ansatz kann dabei helfen, auch ältere Maschinen Industrie 4.0-Ready zu machen.‣ weiterlesen

Auf Basis einer PC-basierten Automatisierungsplattform hat Cretec bei einem deutschen Automobilzulieferer die Taktraten bei Prüfungen von Turboaggregaten deutlich gesenkt. Inklusive vollständiger Rückverfolgbarkeit der Produkte.‣ weiterlesen

Wollen Fertigungsunternehmen die Vorteile einer vernetzten Produktion erschließen, kommen sie an der Einführung eines firmenweiten IIoT-Netzwerks kaum vorbei. Der Weg bis zum Betrieb einer solchen zentralen Steuerungsinstanz lässt sich in drei Schritte gliedern.‣ weiterlesen

Unternehmensprozesse können nicht in einem Schritt digitalisiert werden. Es kommt auf die Priorisierung an. Beim Pumpenhersteller KSB halfen dabei eine Wertstromanalyse sowie agiles Projektmanagement.‣ weiterlesen

Nahezu die Hälfte der für eine Reichelt Elektronik-Studie befragten Unternehmen würde Implementierung von künstlicher Intelligenz nach heutigem Stand anders angehen. Beispielsweise würden sie Mitarbeiter stärker einbeziehen.‣ weiterlesen

Die Auftragseingänge der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer sind im Oktober zweistellig gewachsen. Die Wachstumsraten fallen jedoch geringer aus als im Sommer dieses Jahres.‣ weiterlesen

Viele MES-Anwendungen unterscheiden sich in ihren Leitideen, Anforderungsschwerpunkten und Steuerungsansätzen deutlich voneinander. Zusammen mit ihren Branchen- und Funktionsschwerpunkten lassen sich die Angebote am Markt schwer vergleichen. Der neue MES-Marktspiegel hilft dabei, indem er unternehmerische Zielgrößen mit MES-Funktionalitäten korreliert und marktverfügbare Lösungen auf ihre Abdeckung untersucht.‣ weiterlesen

Lieferketten waren in der letzten Zeit von gleich mehreren unvorhersehbaren Ereignissen mit solcher Tragweite betroffen, dass vielerorts die Produktionsplanung darunter leidet oder die Fertigung sogar zum Stillstand kommt. Solche Ereignisse können Algorithmen zwar nicht vorhersagen, wohl aber wie Firmen bestmöglich darauf reagieren können.‣ weiterlesen

Um Produktionssysteme in der Automobilindustrie schneller, flexibler und effizienter zu gestalten soll im Forschungsprojekt ’Software-Defined Manufacturing für die Fahrzeug- und Zulieferindustrie (SDM4FZI)‘ eine neue technologische Grundlage entwickelt werden.‣ weiterlesen

Erstmals seit Februar ist die Zahl der Kurzarbeitenden in Deutschland wieder gestiegen. Wie das Ifo Institut mitteilt, waren im November 10.000 Beschäftigte mehr in Kurzarbeit als noch im Oktober.‣ weiterlesen

Geht es um Datenspeicher und ihre Verarbeitungsoptionen, gibt es zahlreiche Plattformen: Edge-, On-Premise- oder Cloudbasierte Server sollen den unterschiedlichen Anforderungen gerecht werden. Doch was erfüllen diese Ansätze im Fabrikumfeld besonders gut, und wie setzen Firmen diese um?‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige