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Qualitätssicherung für Hochleistungsantriebe

NAF liefert Hochleistungsantriebe für Arbeitsmaschinen und Offroad-Fahrzeuge an Abnehmer in 30 Ländern weltweit. Nicht zuletzt die enge Zusammenarbeit mit der Automobilindustrie stellt hohe Anforderungen an das Qualitätsmanagement des Unternehmens. Daher entschied sich der Betrieb dazu, seine Software-Systeme um eine umfassende, integrierte Lösung für Computer Aided Quality Assurance zu erweitern.

Bild: NAF

Die NAF Neunkirchener Achsenfabrik AG ist einer der führenden Hersteller von Hochleistungsantrieben für Offroad- Fahrzeuge und selbstfahrende Arbeitsmaschinen. Insbesondere hat das Unternehmen die Weltmarktführerschaft bei Bogie-Achsen im Bereich ‘Cut to length’ (CTL) in der Forstwirtschaft inne. 450 Mitarbeiter produzieren am Hauptsitz in Neunkirchen, Bayern, am Brand auf einer Produktionsfläche von 20.000 Quadratmetern ein jährliches Volumen von:16.000 Lenk- und Starrachsen, 7.000 Bogie-Achsen, 8.000 Getrieben sowie 5.000 Differential-/Planetengetrieben. Weitere Niederlassungen und Tochtergesellschaften befinden sich in München, im kanadischen Edmonton und in Ekaterinburg, Russland. Zudem besteht eine Vertriebspartnerschaft nach Qingdao, China. Im Jahr 2012 erwirtschaftete NAF einen Umsatz von 100 Millionen Euro, die Lieferung der Produkte erfolgt in 30 Länder. Ausgangslage für den Projektstart zur Auswahl und Einführung eines umfassenden Qualitätsmanagementsystems (CAQ) war ein nicht ausgereiftes Gesamtkonzept zur Nutzung von CAQ-Bausteinen innerhalb des Unternehmens. Es existierten zwar eine Vielzahl von Anwendungen und diverse Software-Insellösungen und Eigenentwicklungen sowie Microsoft-Office-Anwendungen. Allerdings gab es keine Verbindung der Systeme untereinander. Ebenso fehlte eine Anbindung an das im Einsatz befindliche Enterprise-Resource- Planning-System (ERP).

Gesucht: zentrale Instanz für das Qualitätsmanagement

Ziel des Projektes war daher die Einführung eines vollständig verknüpften CAQ-Systems, um Insellösungen zu eliminieren und mit den relevanten Modulen auch zukünftige Kundenanforderungen erfüllen zu können. Die Anbindung an das ERP-System bedeutete dabei ein absolutes Muss; weiterhin war die Erfüllung von Anforderungen aus der Norm TS16949 erforderlich. Aus dieser Richtlinie des Automobilhersteller- und Zuliefererbereiches werden Forderungen abgeleitet, denen sich NAF stellt, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Nach Gegenüberstellung der Funktionalitäten, einem Referenzbesuch und einem Kostenvergleich fiel die Wahl im Jahr 2010 auf die Qualitätsmanagementlösung der IBS AG. Die Entscheidung für das System CAQ=QSYS Professional wurde nicht zuletzt deshalb getroffen, da das integrierte Softwaresystem unternehmens- und standortübergreifend zum Einsatz kommen kann. Mit der Softwarelösung kann das Unternehmen inzwischen alle aktuell vorliegenden Kundenanforderungen erfüllen.

Stufenweise Systemeinführung

Da die personellen Ressourcen für die Einführung begrenzt waren, wurde die Qualitätsmanagement- Software stufenweise eingeführt. Zu Beginn des Jahres 2011 begann NAF mit der Implementierung des Reklamationsmanagementmoduls. Im ersten und zweiten Quartal 2011 wurden dann hauptsächlich Prüfpläne für die fertigungsbegleitende sowie Wareneingangs- und Erstmusterprüfung geschrieben. Ab dem dritten Quartal 2011 konnten die ersten Messwerte erfasst werden. In 2012 legte das Projektteam die Schwerpunkte auf Auditmodul und Prüfmittelmanagement. Die Anbindung an das ERP-System stellte einen wesentlichen Erfolgsfaktor für die Integration dar: Erst der Datenaustausch mit der Unternehmenssoftware integriert das Qualitätsmanagement vollständig in den Betriebsablauf. Dazu wird automatisch der Datenbestand abgeglichen, was den Verwaltungsaufwand reduziert und hilft, Redundanzen zu vermeiden.


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