Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Qualität mit schlankem
System absichern

Um als Zulieferer in der Automobilindustrie zu bestehen, müssen alle Erzeugnisse die Qualitätsansprüche über die gesamte Produktionskette hinweg nachweislich erfüllen. Die Qualität der Produkte war für die Gebra GmbH & Co. Sicherheitsprodukte KG kein Problem. Um aber den entsprechenden Nachweis mit vertretbarem Aufwand zu erbringen, wurde eine Software zur IT-gestützten Qualitätskontrolle eingeführt.

Bilder: Binserv GmbH

Bilder: Binserv GmbH

Dreh- und Angelpunkt der Einrichtung einer CAQ-Lösung bei der Gebra GmbH & Co. Sicherheitsprodukte KG war die Verbindung zwischen Produktions- und Maschinendaten. Das IT-System sollte nicht nur Qualitätsdaten auswerten, sondern auch mit der Produktion gekoppelt sein. Bei Abweichungen von den geforderten Cpk-Werten sollte man sofort steuernd in die Produktion eingreifen können. Da die Firma Produktionsstandorte in Deutschland und China betreibt, musste eine Lösung weltweit einsetzbar sein. Die Bedienung der Lösung sollte einfach und barrierefrei möglich sein. Ein weiterer Schwerpunkt war der Anspruch an eine grafische und tabellarische Auswertung der übertragenen Daten. Denn ein umfassendes Reporting ist die Voraussetzung für ein revisions- und auditfähiges Qualitätsmanagement. Diese Nachweisbarkeit der Qualitätsstandards zählt zu den zentralen Verkaufsargumenten für die Gebra-Produkte.

Lösung nach Maß entwickelt

Angesichts dieser Anforderungen griff der Produzent nicht auf eine verfügbare Software am Markt zurück. Er beauftragte den Softwarehersteller Binserv damit, eine webbasierte CAQ-Lösung zu erstellen. So ist eine Anwendung entstanden, die Mitarbeiter über eine grafisch gestaltete Benutzeroberfläche und Touchscreen durch den Messprozess führt. Das System ist multilingual und im Standard in Deutsch, Englisch und Chinesisch verfügbar. Sobald die Daten erfasst sind, stehen sie im QS-System in Echtzeit zur Verfügung, denn die Übertragung erfolgt per Internetverbindung, die gesichert ist. Gespeichert werden die Produktions- und Maschinendaten auf einem Server im Unternehmen. Möchte ein Unternehmen die Daten lieber in einer Cloud-Lösung sichern, so besteht auch diese Möglichkeit. Sobald Daten erfasst sind, können diese zentral ausgewertet werden. Die CAQ-Software Binforcepro QS berechnet Kosten, vergleicht den Materialverbrauch mit der Anzahl tatsächlich auslieferbarer Teilmengen, kennt und identifiziert alle Maschinen und Mitarbeiter. So ist die Produktion mit dem Einkauf, der Buchhaltung und der Geschäftsleitung unmittelbar und ortsunabhängig vernetzt. Das Management erhält beispielsweise Informationen über Abweichungen von der definierten Qualitätsnorm in China und kann eingreifen.

Schnelles Eingreifen

Auch die Produktion profitiert: Die Qualitätsprüfung wird nicht nach, sondern bereits während der Produktion durchgeführt. Bei Abweichungen erhält der Qualitätsmanager eine Nachricht mit einem speziellen Klingelton auf sein Smartphone. Dadurch kann er sofort reagieren und in den Produktionsprozess eingreifen. Dies spart sowohl Zeit als auch Kosten, da der Anteil von Produkten, die vom Idealwert abweichen, signifikant reduziert werden kann.

Auf der Plattform Industrie 4.0

Die Plattform Industrie 4.0 unter Leitung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie listet Anwendungsbeispiele auf, die der Digitalisierung von Produktions- und Wertschöpfungsnetzwerken im Sinn einer Industrie 4.0 dienen können. Ansatz und Umsetzung der Binserv-Anwendung passen in dieses Konzept, denn seit Dezember 2016 ist die CAQ-Software auch auf der Plattform aufgeführt. „Wir haben bewusst eine kleine CAQ-Lösung entwickelt, um mittelständischen Unternehmen zunächst einen Einstieg in digital vernetztes Qualitätsmanagement zu ermöglichen“, sagt Markus Jakob, Geschäftsführer von Binserv. Zugleich ist die Plattform flexibel, um an den Bedarf des Unternehmens angepasst zu werden.

Lieferqualität prüfen

Für die Qualitätsprüfung von Lieferanten lässt sich das CAQ-System ebenfalls einsetzen. Der Wellpappenhersteller Wellteam der Schöneberg Holding GmbH nutzt die QS-Anwendung zum Beispiel, um die Wareneingangskontrolle durchzuführen. So wird sichergestellt, dass nur geeignetes Material in der Produktion verwendet wird. Das optimiert wiederum das Qualitätsmanagement der eigenen Produktion. Für die Zukunft ist geplant, das CAQ-System so zu erweitern, dass jede Maschine Qualitätsabweichungen direkt anzeigt und reagiert: So kann beispielsweise ein speziell für diesen Zweck angebrachtes Licht aufleuchten. Die Maschine stoppt dann automatisch die Produktion, damit vor Ort Fehlerquellen behoben werden können. Die Digitalisierung des Qualitätsmanagementprozesses kann gerade mittelständischen Unternehmen einen Vorteil im Wettbewerb verschaffen. Eine parallel zur Produktion organisierte Qualitätskontrolle spart Zeit und Kosten. Zugleich lassen sich die eigenen Kunden durch die revisionsfähige Dokumentation der Qualitätskontrolle in den Wertschöpfungsprozess einbinden.


Das könnte Sie auch interessieren:

Erfolgreiche KI-Projekte kombinieren das Domänenwissen von Prozessbeteiligten mit der Expertise von Datenanalysten und IT-Spezialistinnen. Da nicht jedes Maschinenbauunternehmen über diese drei wichtigen Kompetenzfelder verfügt, sind Kooperationen wichtige Bestandteile von KI-Projekten.‣ weiterlesen

Extreme Networks hat die Verfügbarkeit des Wi-Fi 6E Access Point bekanntgegeben. Als Wireless-Plattform erweitert der Zugangspunkt den Einsatzbereich auf das 6GHz-Frequenzband. Das Gerät wurde für Umgebungen mit hohen Anforderungen an Bandbreite und Nutzerdichte entwickelt und zeichnet sich Anbieterangaben zufolge durch seine Perfomance, Funktionalität und Sicherheit aus.‣ weiterlesen

Die Ersatzteilversorgung in der Automobilindustrie besitzt einen sehr kurzfristigen Charakter. Anwendungen zum Abbilden solcher Prozesse sind S/4Hana Supply Chain Management sowie S/4Hana-Automotive-Ersatzteilmanagement. Die wichtigen Zielgrößen für die Versorgungsqualität sind Lieferservicegrad und Time-to-Delivery.‣ weiterlesen

Im Cloud-Projekt Gaia-X entstehen Infrastruktur-Angebote, mit denen Hersteller digitale und vernetzte Produkte entwickeln können, ohne in Abhängigkeit zu Technologiekonzernen zu geraten. Die Strukturen dafür sind bereits etabliert. Jetzt ist es an den Produzenten, durch ihre Mitwirkung aus dem Projekt eine europäische Erfolgsgeschichte zu machen.‣ weiterlesen

Werma bietet ein neues Ruf- und Meldesystem zur Prozessoptimierung in Fertigung, Logistik und an manuellen Arbeitsplätzen an. Mit dem Andon WirelessSet lassen sich Probleme bei der Produktion per Knopfdruck melden, um die Behebung zu beschleunigen.‣ weiterlesen

Alle Werte einer Lieferkette im Blick zu behalten, ist eine Mammutaufgabe - können diese doch schnell in die Millionen gehen. Behälter mit benötigten Materialien müssen nicht mal verschwinden, schon der falsche Lagerplatz im Werk kann die Produktion ausbremsen. Tracker können dafür sorgen, dass nichts Wichtiges aus dem Blick gerät.‣ weiterlesen

Siemens und Zscaler arbeiten zusammen, um Kunden den sicheren Zugriff vom Arbeitsplatz im Büro oder mobil auf Operational-Technology(OT)-Systeme und -Anwendungen im Produktionsnetzwerk zu ermöglichen.‣ weiterlesen

Der österreichische Ableger von Bechtle hat Open Networks erworben. Die neuen Spezialisten bringen insbesondere Erfahrung in den Bereichen Application Services, Datacenter, Security und Netzwerk mit. Die Firma betreut rund 250 Kunden im Alpenstaat.‣ weiterlesen

Viele Konzepte etwa für Modern Workplaces und Digitalisierung hinterfragen Unternehmenskonzepte, die auf traditionelle Strukturen und Hierarchien setzen. Robert Lindner, Senior Regional Director & Country Manager Germany bei Red Hat, hat vier zentrale Grundsätze herausgearbeitet, wie sich Innovation befördern lässt, insbesondere als ein Unternehmen im Open-Sorce-Softwaremarkt.‣ weiterlesen

Panasonic hat sämtliche Unternehmensanteile des IT-Plattformanbieters Blue Yonder erworben. Der Kauf ist Teil der Konzern-Strategie, einzelne Geschäftsfelder zu stärken. Blue Yonder bewertet die Investition mit 8,5 Milliarden US-Dollar.‣ weiterlesen

Die Auftragsbücher im Maschinen- und Anlagenbau füllen sich, aber immer mehr Firmen verzeichnen Engpässe in ihren Lieferketten. Auch der Fachkräftemangel wird vermehrt zum Problem. Zu diesen Erkenntnissen kommt der VDMA nach einer seiner sogenannten Blitz-Umfragen.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige