Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Prozessbasiertes Anlaufmanagement

Termintreue und Qualität sichern

Anlaufmanagement ist gerade für Automobilzulieferer eine ständige Herausforderung. Das betrifft die Umsetzung einer effizienten Projektplanung genauso wie die Suche nach erfahrenen Projektmanagern. Beiden Herausforderungen begegnet die Weiss Automotive GmbH mit der Einführung eines prozessbasierten Systems. Nun liefert das Anlaufmanagement trotz niedrigerer Personaldecke höhere Qualität und Termintreue.

Bild: Weiss Automotive

Die Weiss Automotive GmbH ist ein mittelständischer Automobilzulieferer und Systemlieferant für die Herstellung, Lackierung und Montage von Kunststoffanbauteilen. Das Unternehmen hat sich auf Klein- und Mittelserien spezialisiert, insbesondere für Nischenfahrzeuge, Supersportwagen oder Sondermodelle. Das führt dazu, dass sich Weiss automotive häufig mit neuen Projektanläufen auseinandersetzen muss. „Für uns standen deswegen die Themen Flexibilität und Prozessautomatisierung beim Anlaufmanagement absolut im Vordergrund. Denn wir wollten nicht nur die reine Projektplanung optimieren, sondern auch die unterstützenden Prozesse“, sagt Christian Weiß, Geschäftsführender Gesellschafter bei Weiss Automotive.

Gemeinsam mit der Weiss Business Solutions GmbH, die kurz zuvor als Spin-off aus der eigenen IT-Abteilung entstanden war, entschied sich das Unternehmen daher für den Aufbau eines prozessbasierten Anlaufmanagements auf Basis der Business Process Management-Plattform (BPM) Xpert.ivy von Soreco. „Der BPM-Ansatz bot für uns zahlreiche Vorteile: Wir konnten direkt auf bestehende IT-Systemen aufsetzen und die Abläufe unabhängig davon abteilungsübergreifend gestalten. Zudem ist es jederzeit möglich, neue Prozesse zu integrieren, ohne dass Klimmzüge für die Integration notwendig werden“, erläutert Stefan Merkel, Geschäftsführer der Weiss business solutions.

Landkarte sorgt für Transparenz

Ausgangspunktfür die Implementierung des neuen Anlaufmanagements war der Aufbau einer Prozesslandkarte, in der alle Abläufe des Serienanlaufs standardisiert abgebildet wurden. Dadurch wurden Aufgaben und Ergebnisse den zugehörigen Bereichen wie Vertrieb, Entwicklung, Konstruktion, Werkzeugbau, Arbeitsvorbereitung, Produktion, Qualitätssicherung und Projektmanagement zugeordnet. Die Landkarte enthält übergeordnete Projektphasen und wesentliche Meilensteine eines Serienanlaufs als Grundlagefür die Umsetzung der einzelnen Workflows im BPM-System. „Eine wichtige Vorgabe war auch die Definition von Standardprozessen. Denn wir wollten ein prozessbasiertes Anlaufmanagement entwickeln, dass 80 bis 90 Prozent der Anforderungen vergleichbarer Unternehmen von vornherein abdeckt“, sagt Merkel.

Prozesstruktur-Abbild in vier Ebenen

Zunächst wurde dafür eine hierarchische Prozessstruktur mit vier Ebenen aufgebaut. Die erste Ebene legt Kopfdatenfelder fest, die in jedem Projektanlauf ausgefüllt werden müssen. Dazu gehören etwa Projektstart und -ende sowie Bauteileumfang. Bei Weiss automotive sind das typischerweise Bauteile wie Frontschürzen, Heckschürzen oder Schweller. In den Kopfdatenfeldern enthalten sind aber auch bestellte Stückzahlen oder beispielsweise die Information, in welchen Farben die Bauteile geliefert werden sollen.

Die einzelnen Prozesse finden sich in Ebene 2. Dort können Ergebnisse oder Meilensteine, die dem gleichen Ziel dienen, zusammengefasst und einem Verantwortlichen zugeordnet werden. Die einzelnen Meilensteine dienen der Messung der Zielerreichung und sind in der Hierarchie auf Ebene 3 festgehalten. Hier kann die Ergebnisverantwortung verschiedenen Rollen zugeordnet werden.

Auf der Ebene 4 sind schließlich die einzelnen Schritte innerhalb der Prozesse abgebildet. Durch die Umsetzung als webbasierte Lösung können alle Nutzer ohne zusätzlich erforderliche Installation von jedem Rechner aus auf ihren Account zugreifen. Zudem werden die Prozesse abteilungsübergreifend abgebildet. Der Workflow für ein neues ‚Ramp-up‘-Projekt kann so bereits mit dem Eingang der ersten Anfrage gestartet werden. Bei Auftragserteilung werden Informationen aus dem Angebot in das Anlaufprojekt übernommen. Bis dahin werden Änderungen in der Angebotshistorie revisionssicher dokumentiert, so dass das Unternehmen jederzeit den Überblick zu Status und Umfang offener Angebote behält.


Das könnte Sie auch interessieren:

Über V2X-Kommunikation lassen sich Fahrzeuge untereinander und mit der umliegenden Infrastruktur vernetzen. Auf einmal müssen Anwendungsentwickler Komponenten berücksichtigen, deren Funktionalität sie nicht beeinflussen. Die passende Softwarearchitektur hilft, diese Herausforderung im Dschungel sich weltweit entwickelnder Standards zu lösen.‣ weiterlesen

Mit dem SMIT TestKit Shop hat Sven Mahn IT den Zugang zu ihrem Produkt zur Testoptimierung und Qualitätssicherung der ERP-Lösungen Microsoft Dynamics 365 for Finance and Operations und Dynamics AX vereinfacht.‣ weiterlesen

Die CRM-Lösung CAS GenesisWorld von CAS Software steht als Release x11 zur Verfügung. Neu hinzugekommen ist zum Beispiel, dass Anwender die intelligente Suchfunktion Picasso nun auch auf mobilen Endgeräten nutzen können.‣ weiterlesen

Mit dem Industrial Internet of Things steht Produzenten eine neue Infrastrukturebene zur Verfügung, um ihre Abläufe und Fertigungsprozesse zu optimieren. Thorsten Strebel von MPDV schildert, wie die Technologien auf die MES-Welt einwirken und wie der MES-Hersteller darauf reagiert.‣ weiterlesen

Mit dem neuen Geschäftsfeld Maxolution Maschinenautomatisierung adressiert SEW-Eurodrive den Markt mit maßgeschneiderten Systemlösungen. Gemeinsam mit dem Maschinenbauer EMAG hat der Antriebsspezialist nun einen Portalroboter vorgestellt, der ohne Energieführungsketten auskommt und auch anfallende Daten kabellos überträgt.‣ weiterlesen

Der Simulationsspezialist SimPlan stellt auf der diesjährigen Messeausgabe der FachPack die neu entwickelte Benutzeroberfläche sowie neue Funktionalitäten für PacSi vor.‣ weiterlesen

Schon heute lassen sich mit den Software und Hardwarekomponenten einer Industrial Internet of Things-Plattform hervorragend integrative Services in Echtzeit anbieten. Dabei können immer mehr IIoT-Plattformen Funktionen bereitstellen, die bislang eher der Shopfloor-IT vorbehalten waren. Doch welche MES-Funktionen kann ein IIoT sinnvoll übernehmen - und wie könnten die nächsten Schritte aussehen?‣ weiterlesen

Manufacturing Analytics im Kontext der Smart Factory steht im Mittelpunkt der gleichnamigen Anwenderkonferenz am 12. November in Frankfurt am Main.‣ weiterlesen

Siemens plant die Übernahme von Process Systems Enterprise (PSE), einem Anbieter von Software und Dienstleistungen für Prozessmodellierung (Advanced Process Modelling).‣ weiterlesen

Ein Softwarefehler hatte bei Desk zum Verlust von Daten und zu einem Ausfall einer CNC-Maschine geführt - die Produktion stand über mehrere Tage still. Damit der Komponentenhersteller bei einem erneuten Ausfall die Daten der Steuerung schnell und unabhängig von Dritten wiederherstellen kann, nutzt er die Backup- und Recovery-Lösung von Waxar.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige