Anzeige

Prototyp aus der Einkaufsplattform beziehen

Nur ein Klick bis zum neuen Stück

Beitrag drucken
Mit der neuen Lösung sollen Produzenten zu jedem Prototypen den richtigen Prototypenbauer finden können – egal ob in Deutschland oder im Ausland. Bild: T-Systems International

5.000 Partner bis Ende 2016 angestrebt

Die Lösung erfüllt auch das Interesse der Fachabteilungen an qualitativ hochwertigen Prototypen. Denn Einzug in die Datenbank erhalten nur bewährte und für die Industrie geeignete Prototypenbauer. Diese wiederum erlangen mit der Lösung Zugang zu einem weiten Industriekundenkreis und können so die Auslastung ihrer Kapazitäten erhöhen. Bis Ende 2016 sollen rund 5.000 europäische Prototypenbauer am Liefernetzwerk teilnehmen. Spätestens Mitte 2015 soll die Lösung für jeden auf den Markt kommen. Aktuell befindet sich das Cloud-Angebot noch in der Aufbauphase und wird gemeinsam mit ausgewählten Kunden verfeinert und getestet.

Eigene Sicherheitsregeln festlegen

Nicht unwichtig für Entscheider ist die Frage: Wie sicher sind die sensiblen Daten, die über das System weitergegeben werden? Das kann der Kunde selbst entscheiden, denn die Lösung ermöglicht ihm, seine eigenen Sicherheitsbestimmungen festzulegen. So bestimmt er zum Beispiel, wenn die CAD-Daten für einen besonders schützenswerten Prototyp in Deutschland bleiben sollen. Einen Auftrag mit geringerem Sicherheitslevel kann vielleicht auch ein günstigerer Prototypenbauer in einem anderen Land erledigen. Für die Datenübertragung nutzt die Software sichere Leitungen auf Grundlage des OFTP2-Protokolls. „Viele Unternehmen schicken ihre Daten heute einfach per Mail an den Prototypenbauer oder nutzen eine verschlüsselte ZIP-Datei“, sagt Christian Liebler. „Dadurch ist es für Angreifer ein Leichtes, die Informationen abzugreifen. Diese Sicherheitslücke schließen wir mit unserer Lösung.“ Der Anbieter speichert und verarbeitet die Daten ausschließlich in eigenen Rechenzentren in Deutschland und mit entsprechend strengen Datenschutzbestimmungen.

Missverständnissen vorbeugen

Die Übertragung der Daten und der Transport des fertigen Prototyps reichen jedoch nicht aus, um den Auftrag erfolgreich zu erledigen. Denn der Prototypenbau erfordert eine enge Abstimmung zwischen Auftraggeber und Hersteller. Um die 3D-Daten zu einem druckbaren Modell zu vereinfachen, hält der Prototypenbauer in mündlicher oder schriftlicher Form Rücksprache mit dem Auftraggeber. Dabei entstehen oft Missverständnisse. Um solche in Zukunft zu vermeiden, hat der Lösungsanbieter einen 3D-Viewer in die Lösung eingebaut. In diesen lädt der Hersteller ein 3D-Modell und klingelt den Auftraggeber über die Plattform an. Per Chat oder in einer späteren Version auch über Voice-over-IP-Funktion klären beide Parteien alle Fragen nun anhand des Modells.

Alle Änderungen der Beauftragung werden dokumentiert. Das soll helfen, Streitigkeiten zu vermeiden. Mit der Lösung will der Anbieter zunächst Industrieunternehmen in Deutschland ansprechen, mittelfristig aber auch in ganz Europa. Der Anbieter ist dabei offen für Interessenten aus allen Anwendungsbereichen. „Wir entwickeln außerdem eine Variante der Lösung, mit der verarbeitende Unternehmen ihre eigenen Prototypenbau-Abteilungen beauftragen“, sagt Liebler. „Diese interne Variante ist mit der öffentlichen vernetzt. Sind die eigenen Hersteller ausgelastet, kann die Lösung Aufträge an externe Dienstleister verteilen. Auch im Falle einer Sonderfertigung, für die die eigenen Mittel nicht genügen, kann der Bedarf über das öffentliche Netzwerk bedient werden.“


Das könnte Sie auch interessieren:

Mit dem Release 9.20.00 der iTAC.MES.Suite, das im August 2019 erscheinen soll, führt das Unternehmen ein Workflow-Management-System ein. Das grafische Tool unterstützt das MES-basierte Prozessmanagement in der Fertigung.‣ weiterlesen

Zur Umsetzung des Zukunftsprojektes 'Industrie 4.0' der Bundesregierung werden immer mehr Bereiche in Richtlinien und Empfehlungen spezifiziert. Das Reverse Engineering im Maschinenbau ist ein Handlungsfeld, das noch detaillierter zu betrachten ist.‣ weiterlesen

Laut einer KPMG-Studie können fünf von sechs Unternehmen nicht mit Sicherheit sagen, wer hinter einem Cyberangriff steckt.‣ weiterlesen

Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft kostete eine Arbeitnehmerstunde im verarbeitenden Gewerbe 2018 41€. Damit liegen die Kosten für Arbeitnehmer in Deutschland im internationalen Vergleich über dem Durchschnitt. ‣ weiterlesen

Bereits seit 65 Jahren bewegen Fahrzeuge Lasten ohne Piloten. Mit 35 Jahren Betriebstätigkeit feiert der Branchenpionier DS Automotion Jubiläum. Grund genug für einen Streifzug durch die Geschichte insbesondere der Linzer FTS.‣ weiterlesen

Mit einer Umsatzsteigerung von 11% sowie einem Anstieg der Erlöse aus dem Cloudgeschäft um 40% hat SAP das 2. Quartal beendet. Der Gewinn des Walldorfer Softwarekonzerns ging im Vergleich zum Vorjahr jedoch zurück.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige