Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Projektakten sicher pflegen

Die digitale Projekt- oder Maschinenakte ist bei vielen Auftragsfertigern zu einer der wichtigsten Belegsammlungen geworden. Product Lifecycle Management-Lösungen können Anwendern helfen, die dort hinterlegten Dokumente mit überschaubarem Aufwand zu pflegen.

Bild: Procad

Die digitale Projekt- oder Maschinenakte enthält Dokumente aus allen Phasen des Produktlebenszyklus: Entwicklung, Arbeitsvorbereitung, Fertigung und Instandhaltung. In Zukunft könnte sie sogar die Quelle sein, um Rohstoffangaben für das Recycling zu finden. Durch Product Lifecycle Management-Lösungen (PLM) lassen sich hier technische, kaufmännische und rechtsrelevante Dokumente zu einem Produkt mit überschaubarem Aufwand zusammenführen.

Daher werden PLM-Anwendungen immer häufiger als Plattform genutzt, um Maschinenakten zu generieren und zu pflegen: Die Lösung übernimmt die Aufgabe, den Strom der digitalen Dokumente zu lenken und dafür zu sorgen, dass aktuelle und gültige Daten zur Verfügung stehen. Dabei gilt es, Dokumente schnell zu finden und sie trotzdem vor fremden Zugriffen zu schützen. Differenzierte Benutzer- und Zugriffsrechte und – bei besonders kritischen Daten – auch Verschlüsselung schützen das Know-how, das in den technischen Dokumenten der Maschinenakten steckt. Zu den typischen Dokumenten im Umfeld der Fertigungsindustrie zählen CAD-Modelle sowie Zeichnungen, Pläne und Stücklisten aus den Bereichen Mechanik, Elektrotechnik, Elektronik und Informatik. Die Daten und Unterlagen aus den unterschiedlichen Gewerken müssen vollständig, die Revisionsstände gültig sein und zueinander passen. Diese Daten sind zugleich eine Grundlage, um Qualitätsversprechen einzuhalten und den fehlerfreien Maschinen- und Anlagenbetrieb sicherzustellen. Entwicklungs-, Freigabe- sowie Änderungsprozesse sollten dazu durch Workflows gesteuert und dokumentiert werden.

Auf diese Weise kann nachvollzogen werden, wer, was, wann und warum geändert hat. Viele Unternehmen greifen zudem auf Produkte von Zulieferern zurück. In diesem Fall müssen deren technische Datenblätter, Bedienunterlagen, Wartungs- und Reparaturanleitungen für Antriebe, Ventile, Hydraulikkomponenten oder Steuerungen ebenfalls den Unterlagen hinzugefügt werden. Diese Dateien können in einer entsprechenden Lösung ‚per Mausklick‘ in die Produktstruktur einer Maschine eingegliedert werden und stehen so in der Maschinenakte zur Verfügung.

Compliance sicherstellen

Fertigungsunternehmen stehen zunehmend unter dem Druck, die Einhaltung von Regelungen nachzuweisen. Nationale Gesetze, internationale Regelungen sowie betriebsinterne Selbstverpflichtungen führen zu einer wachsenden Zahl an Dokumenten im Betriebsablauf. Mit einer PLM-Lösung können auch solche Dokumente Teil der Maschinenakte werden, was die Akten zum Element des Qualitätsmanagement macht. Ähnlich wie Qualitätshandbücher folgen Maschinenakten meist einer vorgegebenen Kapitel-Struktur. Die Zusammenführung in Handarbeit von Normblättern, Unterlagen aus der eigenen Fertigung, von Zulieferern, Prüf- und Freigabeinstanzen in der Sprache des Kunden ist zeitaufwändig und fehleranfällig. Hier sorgen PLM-Lösung mit ihren Automatikfunktionen für Konformität und eine große Zeitersparnis. Durch die Integration des Projektmanagements in die PLM-Lösung Pro.File, werden Maschinenakten beim Projektbeginn als ‚leere‘ Templates angelegt. Schritt für Schritt wird die Akte dann mit aktuellen Unterlagen gefüllt. Dieser Prozess ist bei der Auslieferung der Maschine allerdings nicht zu Ende: Auch Störungsmeldungen und Service-Berichte wandern in die digitale Maschinenakte. So entsteht eine aktuelle ‚As built‘-Dokumentation.

Verteiltes Arbeiten

Insbesondere wenn Mitarbeiter an getrennten Standorten arbeiten, muss der Weg für eine vollständige und aktuelle Maschinenakte einfach und leicht handhabbar gestaltet werden. Über PLM-Lösungen lässt sich sicherstellen, dass jedes Dokument nur einmal existiert und dennoch allen zur Verfügung steht. Vor diesem Hintergrund hat der PLM-Anbieter Procad die Technologie ‚Enterprise Transaction Oriented Replication‘ (Etor) entwickelt: Der Ansatz stellt sicher, dass Entwickler und Ingenieure aller Firmenstandorte die gleiche Performance im Datenzugriff haben wie die Mitarbeiter am Hauptstandort. Dies hilft seitens der Beteiligten ein Bewusstsein dafür zu schaffen, Daten und Dokumente der virtuellen Maschinenakte vollständig abzulegen. Denn alle Dokumente müssen selbst bei Ausfall von Datenverbindungen in die Maschinenakte kommen. Auch diese Aufgabe unterstützt die Technologie: Ein Standort kann auch dann weiterarbeiten, wenn die Verbindung zur Zentrale ausfällt. Ist die Verbindung wieder hergestellt, werden Dokumente automatisch synchronisiert und dem betreffenden Projekt zugeordnet.


Das könnte Sie auch interessieren:

Teubert Maschinenbau entwickelt, konstruiert und baut Maschinen zur Verarbeitung von Partikelschäumen und faserverstärkten Thermoplasten. Seit 2017 setzt Teubert auf das ERP-System AMS.ERP. Die Lösung ist auf die besonderen Ansprüche der Losgröße 1+ zugeschnitten und sorgt für transparente Prozesse.‣ weiterlesen

Eine als Netzwerktreiber getarnte Schadesoftware ermöglicht Hackern die Manipulation des Datenverkehrs. Dabei trägt die Schadsoftware ein gültiges Microsoft-Zertifikat.‣ weiterlesen

PTC hat die achte Version der CAD-Software Creo vorgestellt. Zu den Neuerungen zählen Updates in Bereichen wie Bohrungen, Kabel- und Rohrnetzen, Blechbearbeitung und Rendering.‣ weiterlesen

Lange war die Unternehmensgruppe Corestruc auf papierbasierte Verwaltungsprozesse angewiesen. Aufgaben wie das Controlling waren sehr mühsam und Rechnungen wurden teils erst nach vier Wochen bearbeitet. Die Einführung eines Dokumentenmanagementsystems (DMS) konnte viele dieser Abläufe deutlich beschleunigen.‣ weiterlesen

Produzierende Unternehmen könnten künftig die Analyse-Funktionen ihrer Fertigungssoftware etwa dazu nutzen, Ausschuss und Arbeitsplatzstörungen vorherzusagen, um dies mit den passenden Gegenmaßnahmen zu verhindern. Ein solches KI-getriebenes Predictive-Analytics-System wird gerade in einem praxisnahen Forschungsprojekt weiterentwickelt.‣ weiterlesen

Ein Forschungsteam vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA hat ein Monitoringsystem für den niederschwelligen Einstieg in die digitale Produktion entwickelt. Damit können alten Bestandsmaschinen Daten entlockt werden. IT-Fachkenntnisse und Prozesswissen sind dafür nicht nötig.‣ weiterlesen

Jan-Dirk Henrich wird ab September als CFO und COO zum Führungsteam des Datenbank-Spezialisten Exasol gehören. Er tritt die Nachfolge von Michael Konrad an.‣ weiterlesen

Der MES-Hersteller GFOS mbH hat seine ergänzende App grundlegend überarbeitet, um Unternehmen besser bei den aktuellen Herausforderungen in Bezug auf Mobilität und Flexibilität zu unterstützen.‣ weiterlesen

Mehr als 3.700 SAP-Anwenderunternehmen vertritt die DSAG. Viele davon haben ihre Produktionsprozesse bereits digitalisiert. Doch es gibt nach wie vor Hürden - seitens der Anwender und SAP. Welche dies sind und wie sie sich überwinden lassen, beschreibt Michael Moser, Fachvorstand Produktion und Supply Chain Management bei die DSAG.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige