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Prognosesicherheit für den Materialbedarf

Globale Absätze planen

Eine automatisierte Absatzplanung langjährig laufender Artikel kann die Prognose- und Handlungssicherheit für die Planung der Zulieferung erhöhen. Die Uvex Arbeitsschutz GmbH führte dazu eine spezialisierte Software als Ergänzung zu ihrem Geschäftssystem ein, um die langfristige Wertschöpfung zur verbessern.

Bild: Uvex

Ziel einer Lösung für die Absatzplanung ist es, den Informationsaustausch zwischen Vertrieb, Disposition und Produktion zu vereinfachen. Das entsprechende IT-System muss die Daten jedoch nicht nur schnell und verständlich darstellen, sondern auch abhängig vom Unternehmensbereich selektierbar sein. Des Weiteren sollte das System Anwendern gestatten, langjährig laufende Artikel automatisch zu planen. Drittens muss die IT-Anwendung zum bereits eingesetzten Enterprise Ressource Plannung-System (ERP) passen. Mit einer solchen Ausgangsituation sah sich die Uvex Arbeitsschutz GmbH konfrontiert.

Das Fürther Familienunternehmen zählt im Bereich Arbeitsschutzbekleidung zu den weltweit führenden Marken. Außerdem produziert Uvex Sicherheitsbekleidung für Sport und Freizeit. Die Absatzplanung seiner verschiedenen weltweiten Produktions- und Distributionsstandorte koordinierte das Unternehmen jahrelang über eine zentrale, produktgruppenübergreifende Planungsabteilung.

Allerdings entsprachen die dazu genutzten Standardfunktionen des ERP-Systems nicht mehr den steigenden Ansprüchen des Familienbetriebes: Weder die Benutzerführung der Anwendung noch die notwendigen Reportingprozesse passten zu den Anforderungen im Arbeitsalltag. Das Resultat war eine sehr umständliche Absatzplanung, bei der in allen Produktgruppen jeder Artikel einzeln hätte geplant werden müssen. „Bei über 4.000 zu planenden Artikeln wäre das ein enormer manueller Aufwand gewesen“, erläutert Markus Volkert, verantwortlicher IT-Koordinator für das Supply Chain Management im Konzern-Informationsmanagement bei Uvex, die Ausgangsituation. „Eine solch umfangreiche und detaillierte Planung war schon von den Personalressourcen her gar nicht zu stemmen – und außerdem in dieser Detailstufe bei vielen Artikeln völlig unnötig.“

Uvex stellt seine Produkte auf den Absatz abgestimmt her. Dabei bietet besonders bei langlaufenden Produkten wie Sicherheitsbekleidung die automatische Absatzplanung Vorteile. Bild: Uvex

Informationsfluss entlang der Wertschöpfungsketten

Nach Bewertung unterschiedlicher IT-Lösungen entschied sich der Fürther Fertiger schließlich für die Software Add*One Absatzplanung des Aachener Softwarehauses Inform. Neben der Integrierbarkeit in SAP-Umgebungen überzeugte die Lösung durch den modularen Aufbau und die Anpassungsfähigkeit an die speziellen Bedarfe von Uvex, vor allem hinsichtlich der Artikelplanung: Das Unternehmen vertreibt gerade im Bereich Arbeitsschutz weltweit einige Artikel wie zum Beispiel Schutzbrillen seit mehreren Jahren erfolgreich. Die neue Software sollte daher nicht zuletzt sicherstellen, dass solche ‚Langläufer‘ die Planung automatisch durchlaufen und das System dazu eine verlässliche Prognose für zukünftige Absatzmengen liefert.

Gleichzeitig müssen die Reporting- und Planungstools den Anforderungen eines weltweiten Informationsflusses zwischen den involvierten Abteilungen erfüllen: Neben dem Supply Chain Management nutzen aktuell vor allem die Disponenten aus den vier strategischen Geschäftsfeldern ‚Head Protection‘, ‚Footwear‘, ‚Workwear‘, ‚Gloves‘ die Software. „In unserem Alltag ist die Absatzplanung längst kein Nebenthema mehr, das mit ein paar Excel-Tabellen abgearbeitet werden kann. Im Gegenteil, wir standardisieren mit der Software eine Reihe von sehr komplexen Prozessen, so dass alle Beteiligten schneller und effektiver planen können – was sich wiederum direkt positiv auf die Wertschöpfung auswirkt“, sagt Volkert.

So sind für die Disponenten von Uvex beispielsweise aktuelle Kennzahlen wie Auftragseingang, fakturierte Absatzmengen oder Prognosemengen besonders wichtig – und dies im Kontext mit Absatzplanungsstrukturen wie Modelltypen, Artikeln oder den unterschiedlichen Märkten. Die neue Lösung gestattet Disponenten, bei einzelnen Artikeln – bezogen auf einzelne Kunden – sofort die aktuelle Absatzsituation zu sehen und zu bewerten. Dazu erhält das Management alle relevanten Informationen auf einer hohen Aggregationsstufe verdichtet, ohne dass diese von weiteren Mitarbeitern extra recherchiert werden müssen.

Mehr Planungssicherheit für volatile Märkte

Für einen umfassenden Überblick über die weltweiten Absatzplanungsmengen sorgt zudem die Einbindung der Tochtergesellschaften des Fürther Fertigers im In- und Ausland. So erhält die Unternehmenszentrale in Deutschland zum Beispiel von den Tochtergesellschaften im Ausland monatlich die Bedarfe für spezielle Artikel, die dort auf Lager gehalten werden. Bei unerwarteten Bedarfsschwankungen können sie somit wesentlich schneller und flexibler entscheiden, ob zum Beispiel die Produktionsplanung geändert, bei Fremdlieferanten mehr eingekauft oder Bestellungen verschoben werden müssen. Dies entspricht dem Bedarf vieler Unternehmen, mit Hilfe von IT-Lösungen in Zeiten volatiler Märkte mehr Planungssicherheit zu gewinnen.


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