Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Produktdatenmanagement

Gute Stammdaten

Effiziente Wertschöpfungsprozesse benötigen hochwertige Stammdaten, die wiederum eine gute Klassifikation von Bauteilen voraussetzen. Trotz etabliertem Produktlebenszyklusmanagement steht die Industrie nach wie vor der Herausforderung gegenüber, Bauteile sinnvoll zu bezeichnen und zu verwalten.

Um ein Wiederfinden von Bauteilen in PDM-Lösungen zu erleichtern, klassifiziert eCl@ss jedes Bauteil über einen Code der aus jeweils 2 Zeichen für jede der 4 Ebenen besteht.
Bild: eclass-Verein e. V.

Sachmerkmalleisten und das Management von Normteilen sind seit Langem Bestandteil im Funktionsumfang einer guten Produktdatenmanagement-Lösung (PDM). Das eindeutige Bezeichnen und Ablegen von Produktmodellen und anderen zum Produkt gehörenden Daten beschleunigt die Suche und erleichtert das Finden bestimmter Elemente. Zudem motiviert der schnelle Zugriff auf vorhandene Daten Entwickler, vorhandene Teile erneut zu verwenden, statt neue zu konstruieren.

Den Ansatz der konkreten Bezeichnung und intelligenten Verknüpfung einzelner Bauteile verfolgt beispielsweise die Methode eCl@ss. Der Ansatz umfasst eine vierstufigen Baumstruktur mit den Bezeichnungen ‚Sachgebiet‘, ‚Hauptgruppe‘, ‚Gruppe‘ und ‚Untergruppe‘. Dem Sachgebiet ‚Maschinenelemente‘ sind beispielsweise Schrauben zugeordnet. Darunter existiert unter anderem eine Hauptgruppe mit der Bezeichnung ‚Schraube, Mutter‘. Auf der Ebene darunter existiert dann die Gruppe ‚Schraube mit Kopf‘ und auf der Ebene der Untergruppe schließlich findet sich eine ‚Holzschraube‘ mit der Bezeichnung 23-11-01-11.

Das System erlaubt also schließlich die Vergabe von unterscheidenden Sachmerkmalen, die sich auf der untersten Ebene finden. Sie sind dem einzelnen Element zugeordnet. Diese klare Struktur und die Nummernsystematik sind standardisiert und international festgelegt. Die Bezeichnung 23-11-01-11 gilt also überall in der Industrie und meint dasselbe Element.

Sachmerkmale vererben

Klassifikation ist für alle Produktlebenszyklusmanagement-Lösungen (PLM) schon immer ein Thema gewesen. So auch für die Lösung Pro.file. Das System kennt frei definierbare mehrstufige Sachmerkmalleisten. Auf jeder Ebene können Anwender dabei Merkmale definieren, die auf die nächste Ebene vererbt werden. Die Merkmale müssen also nur einmal beschrieben werden. Beispielsweise muss der Drahtdurchmesser nicht in jedem der fünf Äste erneut definiert und gepflegt werden, sondern nur einmal auf der oberen Ebene. In der PDM-Lösung Pro.file müssen Konstrukteure Merkmale nur einmal beschreiben, die dann auf andere Ebenen vererbt werden. Damit steht Anwendern der vollen Mehrwert dieses Ansatzes zur Verfügung, ohne auf die bestehenden Strukturen des vorhandenen Klassifikationssystems verzichten zu müssen. Bei der Anreicherung seiner PLM-Lösung durch eCl@ss setzt der Softwareanbieter Procad nicht nur in Bezug auf die Klassifikation auf Standards. Auch für die Abwicklung von eCl@ss-Projekten entwickelte das Unternehmen, das Mitglied im eCl@ss-Verein ist, einen Leitfaden.

In der PDM-Lösung Pro.file müssen Konstrukteure Merkmale nur einmal beschreiben, die dann auf andere Ebenen vererbt werden.
Bild: Procad

Systeminterne Klassifikation

Geschäftsführer Volker Wawer erläutert die Gründe: „Die größte Hürde für die konsequente Nutzung von Klassifikationssystemen ist der Aufwand, den es kostet, alle Stammdaten zu sichten, zu ordnen und in Pro.file einzugeben. Vor allem gilt dies für die mittelständische Industrie, die in der Regel keine zusätzlichen Kapazitäten für solche Aufgaben zur Verfügung hat. Genau hier bieten wir Hilfe an.“ Bereits nach der Installation des PDM-Systems bietet dieses dem Anwender einen Grundstock an Klassifikationen. Der Softwarehersteller arbeitet hierzu mit Spezialisten zusammen, beispielsweise der IFCC aus Dieburg. Das Unternehmen verfügt über Erfahrungen in der Analyse bestehender Stammdaten. Procad bietet Unternehmen einen vierstufiger Projektplan zur Einführunge der Methode sowie eine Vorauswahl der Klassen, Gruppen und Merkmale, zugeschnitten auf den Maschinen- und Anlagenbau. Zusätzlich werden bei der Installation fertige Eingabemasken für die Zuordnung von Teilen in das System und für die Suche mitgeliefert. Damit posioniert sich PDM als Datendrehscheibe zwischen den Entwicklungsbereichen sowie Beschaffung, Fertigung und Vertrieb.

google plus


Das könnte Sie auch interessieren:

Auch niederländische Produzenten haben sich auf den Weg zur vierten industriellen Revolution gemacht. Das Pendant zur Initiative 'Zukunftsprojekt Industrie 4.0' heißt dort Smart Industry.‣ weiterlesen

Mangelhafte Arbeitsabläufe machen entstehende Fertigungssysteme teuer und unnötig kompliziert. Vor dem Digitalprojekt sollten also die Prozesse geprüft und bestmöglich gestaltet werden. Dafür sind Lean Production-Ansätze hervorragend geeignet - vor allem wenn sie die IT in der Produktion einbeziehen.‣ weiterlesen

Wie kann der Einstieg in die Industrie 4.0 gelingen? Antworten darauf gibt die Veranstaltung ‘Manufacturing Excellence 4.0‘, die am 20. und 21. Juni in Lohr stattfindet.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige