Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Produktdaten in der Cloud

Das Ablegen von Daten zu Produkten in externen Rechenzentren halten viele Fertiger für zu risikoreich. Dennoch bieten sich Online-Lösungen besonders für kleine und mittelständische Unternehmen an, um Hardware-Investitionskosten einzusparen.

Bild: Fotolia – Nmedia

Das Thema Cloud-Computing ist zurzeit in aller Munde. Damit stellt sich auch die Frage nach dem Sinn des Einsatzes von Produktlebenszyklusmanagemet-Systemen (PLM) als Cloud-Lösung. Besonders für kleine und mittelständische Firmen kann diese Frage interessant werden. Denn oftmals wird das Thema PLM wieder fallengelassen, wenn sich Investitionskosten und Aufwand für den Betrieb eines solchen Systems vor Ort als aufwändig und kostenintensiv erweisen. Ein PLM-System in der Cloud läuft hingegen in der Regel auf einem zentralen Server im Rechenzentrum eines Service-Providers, der Zugriff ist nicht auf die Räumlichkeiten des Unternehmens beschränkt. Gerade der ortsunabhängige Datenzugriff stellt jedoch häufig eine wesentliche Hürde für Unternehmen dar: Der Fertiger weiß nicht, wo seine wichtigen Produktdaten letztendlich physikalisch gespeichert werden. Hinzu kommt oftmals Skepsis bezüglich der Datensicherheit.

Produktdaten und System trennen

Für den sicheren ‚Online-Datentransport‘ zum Rechenzentrum bietet es sich an, Daten über das https-Protokoll verschlüsselt zu übertragen, Sicherheitszertifikate – so genannte Trusted Certificate Authority – und Virtual Privat Network-Verbindungen (VPN) zu nutzen sowie den Zugang über Firewalls abzusichern. Zudem besteht die Möglichkeit, anstelle einer reinen Cloud-Lösung Anwendungen zu nutzen, die lediglich die Vorteile der Cloud nutzen, jedoch dem Anwender mehr Kontrolle über die Datenspeicherung geben. Mit einer sogenannten Software as a Service-Lösung wird Unternehmen ein PLM-System auf Mietbasis zur Verfügung gestellt.

Die Datenspeicherung erfolgt in einem dedizierten Rechenzentrum, das die hohe Sicherheitsstandards, wie die Security Norm ISO 270001, die IT Service Management-Richtlinie ISO 20000 und die Qualitätsmanagement Regeln der ISO 9001 erfüllt. Das Unternehmen USB bietet Cloud-Lösungen an, die diesen Standards entsprechen. Dazu werden in einem elektronischen Datenschließfach oder ‚Vault‘ alle Dokumente gespeichert, die das PLM-System verwaltet. Alternativ können die Produktdaten auch auf einem Rechner im Unternehmen verbleiben. Dort lassen sich beipielsweise CAD-Zeichnungen und Spezifikationsdokumente speichern während Metadaten wie Dateiname, -größe und -status ins Cloud-System übertragen werden. Die technische Machbarkeit dieser Lösung hängt jedoch vom eingesetzten PLM-System ab.

Verantwortungsbewusster Umgang mit Zugangsdaten

Auf den Benutzerzugang hat der Serviceanbieter den geringsten Einfluss. Hier liegt es am Anwender selbst, wie er mit den Zugangsdaten umgeht. Dabei spielt auch die Zugangskontrolle zu den Büroräumen eine wichtige Rolle. Bei verantwortungsvollem Umgang mit Zugangsdaten kann das Risiko von Datenmissbrauch auch in Cloud-Systemen mit einfachen Mitteln gering gehalten werden. Auch die Frage nach Sitz und dem Serverstandort des Anbieters spielt eine Rolle. Ob sich ein Online-System im Endeffekt als kostengünstiger erweist als die Einführung eines lokalen PLM-Systems, ist im Einzelfall abzuwägen. Generell empfiehlt es sich, die PLM-Basisfunktionalität als Cloud-Lösung zu nutzen, aber darauf zu achten, sensitive Daten im Unternehmen zu behalten.


Das könnte Sie auch interessieren:

Zuken hat seit kurzem die Lösung E³.WiringSystemLab im Programm. Die Software ist auf die Optimierung komplexer Kabelbaumdesigns auf Basis von Schaltplänen aus heterogenen Quellen ausgelegt.‣ weiterlesen

Im Rahmen des Zukunftsprojekts Industrie 4.0 werden Manufacturing Execution Systems oft grundlegend in Frage gestellt - und trotzdem ist bisher keine alternative Lösung verfügbar. Zwar hält der Markt bereits innovative Plattform-Ansätze bereit, aber sind die schon produktiv nutzbar? Ein kritischer Blick in die Zukunft soll ein Gespür für die Entwicklungen der kommenden Jahre vermitteln.‣ weiterlesen

Hersteller von Komponenten für Automationsnetzwerke müssen ihre Produkte auf Industrie-4.0-Anwendungen vorbereiten. Nur dann können sie Anwender beim Aufbau leistungsstarker und zukunftssicherer Kommunikationsinfrastrukturen unterstützen. Die neuen Funktionen von Netzwerkkomponenten geben ein klares Bild, in welche Richtung dieser Weg führt.‣ weiterlesen

In vielen Branchen müssen Manufacturing Execution Systeme spezifische Herausforderungen besonders gut bewältigen. Soll ein System etwa die Montage abbilden, muss es meist eine äußerst leistungsstarke Planung des Personalseinsatzes unterstützen.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige