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Poka-Yoke-Prinzip für die Werkerführung

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Die Werkerführung IPM PG führt den Mitarbeiter durch den Montageprozess, um Fehler sowohl durch die Anzeige korrekter und aktueller Arbeitsanweisungen als auch durch die Bestätigung erforderlicher Montageschritte zu vermeiden. Bild: CSP

Visualisierung von Arbeitsabläufen

Dabei ist es entscheidend, dass der Mitarbeiter sich nicht einer ständigen Kontrolle ausgesetzt fühlt. Vielmehr sollte er die Software als Unterstützung erfahren, um qualitativ hochwertig arbeiten zu können. Beispielsweise konnten beim Unternehmen ‚Knorr Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge‘ mit der Werkerführungslösung nach diesem Prinzip die Qualitätssicherung stringenter gestaltet werden: Das Münchner Traditionsunternehmen nutzt die Software für visualisierte Arbeitsanweisungen beim Zusammenbau von Bremssystemen. Damit wird ein einheitlicher Ablauf im Arbeitsprozess gesichert, indem die produktionsnahe Software den Werker dabei unterstützt, Bauteile zusammen zu montieren. An einem Bildschirm wird ihm hierzu eine Abfolge von Bildern gezeigt, welche die Reihenfolge der Tätigkeiten darstellt. Bestimmte Informationen beziehungsweise Arbeitsanweisungen müssen an verschiedenen Stellen im Arbeitsprozess vom Mitarbeiter quittiert werden, bevor der nächste Prozessschritt erfolgen kann. Daneben werden die Mitarbeiter auch bei der Wahl des richtigen Werkzeugs unterstützt: Beispielsweise wird bei den eingesetzten Nuss-Selektoren durch ein blinkendes Lämpchen optisch angezeigt, welches Werkzeug für den anstehenden Arbeitsschritt eingesetzt werden muss. Hier wird dann auch automatisiert erkannt, wenn das richtige Werkzeug entnommen wurde – und erst dann wird der spezifische Schraubfall freigegeben. Unter anderem durch diese IT-gestützte Umsetzung des Poka-Yoke-Konzepts liefert die Endkontrolle am Ende des Produktionsprozesses in Form von Funktionstests zuverlässig sehr gute Ergebnisse.

Den Schulungsaufwand niedrig halten

Die Umsetzung von Poka-Yoke in der Software kann zudem helfen, auch das generelle Schulungsaufkommen bei fertigenden Unternehmen zu senken: Durch das direkte Anzeigen von Arbeitsanweisungen an Montagestation oder Anlage können Mitarbeiter bei vielen Aufgabenstellungen mit geringerem zeitlichem Aufwand in die Produktion neuer Produkte oder Varianten eingearbeitet werden, als ohne eine IT-gestützte Werkerführung. Für die Anwendung entsprechender Systeme ist in der Regel lediglich eine grundsätzliche Anleitung erforderlich, bei der der Umgang mit der Visualisierungssoftware selbst vermittelt wird.

Dokumentation für hohe Ablaufsicherheit

Der Systemanbieter stellt innerhalb der Poka-Yoke-Software zudem eine langfristige Datendokumentation für Arbeitsschritte zur Verfügung. Hiermit lässt sich die ordnungsgemäße Verarbeitung von Bauteilen gegenüber Kunden nachweisen. Dies ist nicht nur im Reklamationsfall wichtig: Teilweise ist eine solche Dokumentation in schriftlicher Form auch bereits Grundlage der vertraglichen Zusammenarbeit zwischen Zulieferer und Hersteller; je nach Branche können auch gesetzliche Regelungen oder Compliance-Vorschriften einen Betrieb zum Vorhalten entsprechender Informationen zwingen. Innerhalb der Software können hierzu beispielsweise Drehmoment, Winkel, Uhrzeit sowie der am jeweiligen Vorgang beteiligte Werker erfasst werden. Somit enthält eine vollständige Dokumentation typischerweise alle Arbeitsschritte sowie die Parameter aus dem Produktionsprozess.


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