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PLM & Engineering

Neuer Wettbewerb, neue Geschäftsmodelle

Die Operationalisierung von Trends wie dem Internet der Dinge oder cyberphysischen Systemen ist eine der aktuellen Herausforderung vieler produzierender Unternehmen. Die Digitalisierung der Wertschöpfungskette und der Einzug digitaler Technik in die Produkte führt auch zu sich ändernden Wettbewerbssituationen und ganz neuen Geschäftsmodellen.



Bild: Professor Eigner 2015

Mit einer Vielzahl von Schlagworten werden technologische Trends zusammengefasst und beschrieben, die nachhaltige Auswirkungen auf die produzierende Industrie haben beziehungsweise haben werden. In Deutschland sind hier sicher die unterschiedlichen Initiativen aus Forschung und öffentlichen Institutionen rund um Industrie 4.0 zu nennen. Auf europäischer und globaler Ebene beschreiben häufig Bezeichnungen wie Internet of Things oder Cyber-physical Product aktuelle Trends und Möglichkeiten. Die Operationalisierung dieser Trends ist eine der aktuellen Herausforderung vieler produzierender Unternehmen – insbesondere in dem traditionellen Maschinenbau in Deutschland – mit teils immer noch sehr Mechanik-lastigen Produkten.

Die Operationalisierung ausgestalten

In einem ersten Schritt haben sich in den letzten Monaten vorwiegend Original Equipment Manufacturer (OEM) mit der Ausgestaltung der Operationalisierung dieser Trends beschäftigt und für das jeweilige Unternehmen definiert, wie die technologischen Trends zum einen in bestehende oder ganz neuen Produkte einfließen können, und zum anderen welche Auswirkungen und Möglichkeiten sich auf das Geschäftsmodell ergeben. Abgeleitet und gleichzeitig getrieben von den Ergebnissen der OEM, erfolgt aktuell die Durchdringung der Trends entlang der Supply Chain auch für die Zulieferkette. In einem zweiten Schritt erhöht sich nach und nach der Durchdringungsgrad dieser Trends entlang der Wertschöpfungskette. Heute schon sieht man im Innovationsmanagement Ansätze von ‚Crowd-Innovation‘ und ‚Open-Innovation‘ bis hin zum Aftersales und Ersatzteilmanagement mittels Technologietrends wie dezentralem ‚3D Druck‘ im privaten Endkonsumentenbereich.



Die Einbeziehung von Unterlieferanten hinsichtlich Nachweispflichten und Haftungsfragen
Bild: Accenture GmbH

Neue Geschäftsmodelle und neuer Wettbewerb

Die fortschreitende Digitalisierung der Wertschöpfungskette und der Einzug von neuen digitalen Technologien in die Produkte selbst führen aber nicht nur zu neuen Methoden und Werkzeugen in der Produktentwicklung, der Produktion oder der Logistik und dem Aftersales, sondern auch zu ganz neuen Geschäftsmodellen und zu möglichen sich ändernden Wettbewerbssituationen. Dabei basieren ’service-orientierte‘ Geschäftsmodelle typischerweise auf dem Elemente der Datengewinnung in den Produkten, zum Beispiel über Sensorik. Hier werden Daten über die Nutzung des Produktes gewonnen und in einer Datencloud gesammelt. Über Logiken im Rahmen der so genannten Business Analytics werden aus den Daten nun Informationen. Diese Informationen können nun für Entscheidungen im geschäftlichen Ablauf genutzt werden, zum Beispiel für die automatische Nachbestellung von Lebensmitteln.

Vor Nutzung stehen Entwicklung und Entstehung

Aber nicht nur während der Nutzung von Produkten fallen produktbezogene Daten an. Bereits während der Phase der Produktentwicklung & -entstehung werden Produktdaten erzeugt. Geometrische, funktionale, verhaltenstechnische Daten beschreiben heute das Produkt nahezu vollständig in einer digitalen Welt. Die Konzepte des Produktlebenszyklusmanagements basieren hier auf Ansätzen, die bereits in den 1980-er Jahren mit der Einführung des Konzeptes ‚computer-integrated manufacturing‘ (CIM) entstanden sind. Über die Jahre entwickelte sich aus den Anfängen von CIM das ‚Engineering Data Management‘ (EDM) und später das ‚Product Data Management (PDM). Das PDM wurde in den 1990er Jahren in das Konzept PLM überführt. PLM ist als Managementkonzept zu verstehen, welches alle Daten und Prozesse bezogen auf ein Produkt über dessen gesamten Lebenszyklus beschreibt und integriert. Dabei berücksichtigt PLM alle Domänen (zum Beispiel Mechanik, Elektrik/Elektronik und Software) in einem Unternehmen und über die Unternehmensgrenzen hinaus. Damit stellt PLM einen wesentlichen Baustein und eine entscheidende Grundlage für die Digitalisierung der Wertschöpfungskette dar.

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