Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Planungskompetenz per Software abbilden

Worthington Cylinders setzt seit Jahren Standards bei der Produktion nahtloser Stahlflaschen. Als die Umstellung der manuell geführten Plantafel auf ein Feinplanungssystem anstand, entschied sich der Betrieb für den Einsatz einer eng integrierten Produktionsmanagement-Software.

Bild: Industrie Informatik GmbH

Als Tochterorganisation der Worthington Industries Group beschäftigt Worthington Cylinders rund 330 Mitarbeiter. 600.000 nahtlose Rohr- und Blockflaschen für Industriegas, Medizin- und Lebensmittelindustrie, CNG, Feuerlöschsysteme, Atemluft, Rettungsausrüstung und andere Einsatzzwecke werden jährlich in Fließfertigung produziert. Das Unternehmen liefert seine breite Produktpalette in 70 Länder. Dabei werden in der Fertigung auf allen Ebenen kontinuierlich Maßnahmen getroffen, um sichere Produkte in hoher Qualität zu liefern sowie schnell und flexibel reagieren zu können. Im IT-Bereich galt es allerdings, eine letzte große Schwachstelle im Informationsfluss zu beseitigen: Die Planung erfolgte noch manuell mit einer Kombination aus Microsoft Access und Papier.

Eine integrierte Feinplanung per Manufacturing Execution-System (MES) sollte daher bestehende Medienbrüche weitgehend auflösen und den Aufwand für Datenabgleich und Datenpflege reduzieren. Eine wichtige Anforderung waren dabei flexible Schnittstellen für die Integration in die Enterprise-Resource- Planning-Lösung (ERP) SIS sowie die intern entwickelte Anwendung für die Betriebsdatenerfassung (BDE). „Unsere Planungsqualität war durch das hohe Know-how und die lange Firmenzugehörigkeit der Planer zwar in Ordnung, aber das Planungsverfahren war sehr aufwändig. Rückmeldungen wurden einmal täglich auf das Planungspapier eingetragen, was hohen Aufwand bedeutete und nicht die gewünschte Datenaktualität brachte“, erläutert Thomas König, Leiter des MES-Projekts bei Worthington.

Feinplanung für verkettete Produktionsprozesse

Die hochautomatisierte, verkettete Produktion mit Produktionsstufen von den formgebenden Prozessen über die Vergütung, kaltbearbeitete Produktionsschritte und Lackierung bis hin zur Qualitätskontrolle stellt dabei eine Herausforderung in der Planung dar – 2.500 Flaschen pro Tag werden im Drei- und Vier-Schichtbetrieb auftragsbezogen gefertigt. Um Rüstzeiten zu minimieren und möglichst effizient zu produzieren, werden passende Aufträge in einer Losfertigung zusammengefasst und in den Flaschenspeichern zwischengepuffert. Die Planung erfolgt stark automatisiert, dazu sind Strategien für eine Reihung beziehungsweise Vorreihung der Aufträge hinterlegt. Nach fünf relevanten Rüstkriterien wird am Engpass hierarchisch automatisch eingeplant: Erst werden alle gleichen Durchmesser zusammengefasst, innerhalb dessen erfolgt die Optimierung nach Bodenform, innerhalb derer eine Optimierung nach Wandstärke und so weiter.

Der Planer greift manuell nur für das ‚Feintuning‘ bei Engpassanlagen ein. Die Planung der nachfolgenden Prozesse in der verketteten Fließfertigung erfolgt dann automatisch. Es wird in einer Linie gefertigt, daher muss das System zudem dafür sorgen, dass die Reihenfolge der Arbeitsgänge auf einer Maschine nicht verändert wird. „Die Feinplanung ist für uns die Basis um in Richtung einer papierlosen Fertigung zu gehen. Sie ermöglicht es uns, eine Reihe von Folgeprojekten zu initiieren“, betont König. Entsprechend sensibel war die Entscheidung für ein Feinplanungssystem. Nach einem detaillierten Evaluierungsprozess fiel die Wahl im Sommer 2012 auf den Linzer Anbieter Industrie Informatik und die Lösung Cronetwork. „Uns haben nicht nur die Produktfeatures und die internationale Referenzliste überzeugt, sondern auch das Know-how und der persönliche Einsatz bis in die Geschäftsleitungsebene. In der Implementierungsphase war die Zusammenarbeit der einzelnen Teams vorbildlich“, resümmiert der Projektverantwortliche.


Das könnte Sie auch interessieren:

Lieferengpässe drücken die Stimmung der deutschen Wirtschaft. So gehen die Indexwerte von Industrie, Handel und Dienstleistungen im Oktober zurück. Lediglich aus dem Bauhauptgewerbe kommen positive Signale.‣ weiterlesen

Produktionsabläufe und Wartungsmodelle werden schon länger auf der Basis von Daten optimiert. Doch gut integrierte IIoT-Plattformen ermöglichen heute Prozesse, die zu deutlich besseren Ergebnissen und einer neuen Form der Zusammenarbeit führen können.‣ weiterlesen

Die EU soll bis 2050 klimaneutral werden – über den European Green Deal und eine Abgabe auf CO2-Emissionen. Fraunhofer-Forschende unterstützen Unternehmen bei der Reduktion ihrer Emissionen mittels Net-Zero-Technologien.‣ weiterlesen

Universal Robots (UR) baut sein Vertriebsnetz in Deutschland aus. Mit SCS Robotik, JDT Robotics, PTS Automation sowie der Somack sind vier neue Partner hinzugekommen.‣ weiterlesen

Im seinem neuen Lagebericht zur IT-Sicherheit in Deutschland fordert das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik der Cybersicherheit eine stärkere Bedeutung beizumessen. Die Gefährdungslage sei hoch, so Bundesinnenminister Horst Seehofer.‣ weiterlesen

In der Produktion lassen sich per Datenwissenschaft Muster erkennen, die etwa zum Ausfall von Anlagen führen oder Prognosen für einzelne Assets generieren. Nicht nur ausgebildete Datenwissenschaftler können solche Projekte umsetzen. Passende Software vorausgesetzt, können viele der eigenen Mitarbeiter wie Data Scientists arbeiten.‣ weiterlesen

Der 3D-Druck-Spezialist Materialise vergrößert seinen Bremer Standort und hat ein Metall-Kompetenzzentrum für 3D-Druck eröffnet, das künftig 120 Mitarbeitern Platz bieten soll.‣ weiterlesen

Zwei Komponenten tragen maßgeblich zum Schutz der industriellen IT bei: Zuerst die Visualisierung und Überwachung der OT-Netzwerke, etwa mit einem Network Intrusion Detection System (IDS). Noch weiter können Firmen mit dem Betrieb einer Plattform gehen, die auf Basis aktueller Standards laufend Risiken in den Netzen bewertet.‣ weiterlesen

Mit der Asset Tracking-Lösung Infsoft Lead Time Tracking können Anwender den Standort von verfolgten Objekten zu jeder Zeit nachverfolgen. Auf Basis der Positionsdaten können die Durchlaufzeiten erfasst und Prozesse evaluiert und optimiert werden.‣ weiterlesen

Christoph Stoica verantwortet als neuer Geschäftsführer zukünftig die Landesgesellschaften in Zentraleuropa von Sage. Er übernimmt das Amt zum 1. November.‣ weiterlesen

Auch Konstrukteure mussten in der Pandemie ihre Abläufe auf remote umstellen. Doch bei der Anlagenplanung stehen ihnen mehr Möglichkeiten zur Verfügung, als nur im Video-Anruf miteinander zu sprechen. Mit der Software Rooms können sie in einem virtuellen Abbild eines CAD-Modells umherlaufen, um Fehler auszuspüren und Änderungen anzustoßen. Mit diesem Ansatz konnte die SMS Group in einem Projekt 80.000€ sparen.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige