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Personaleinsatz

Reibungslos in drei Schichten

Bayer Cropscience produziert im Infrapark Baselland in zwei Produktionsbetrieben rund um die Uhr. Gerade bei anlagenübergreifenden Herstellungsabläufen ist die Kommunikation zwischen den Standorten und Schichten wichtig für den reibungslosen Betrieb. Die Kommunikation erleichtert das elektronische Schichtbuch der Eschbach IT.



Sämtliche Vorkommnisse lassen sich auch mobil abrufen, bei Betriebsleiter Francisco Rodriguez via iPhone. Bild: Eschbach IT GmbH

Bayer Cropscience produziert im Schweizer Muttenz mit rund 250 Beschäftigten Pflanzenschutzmittel. Zwei Produktionen mit Mehrzweckanlagen fertigen auf dem Infrapark Baselland zahlreiche Produkte im Drei-Schicht-Betrieb, sieben Tage die Woche. Die Fertigung eines Produktes läuft teilweise gebäudeübergreifend über mehrere Anlagen. Aufgrund der örtlichen Trennung der Betriebe ist deshalb der gegenseitige Informationsaustausch wichtig. Zur Abstimmung zwischen den Schichten wird daher eine elektronische Lösung genutzt.

Füher kam dafür eine Eigenentwicklung auf Access-Basis zum Einsatz. Aufgrund organisatorischer Veränderungen hielt man Ausschau nach einer neuen Lösung, zumal auch der Produktionsumfang anstieg. „Unsere Produktion wächst natürlich – da kommen neue Anlagen hinzu und die Anforderungen an ein neues Schichtbuch steigen“, erläutert Betriebsleiter Francisco Rodriguez. „Wir benötigten eine neue, flexible Lösung.“ Und IT-Projektleiter Michele Troiano ergänzt: „Der Informationsfluss war zwar gegeben, aber effiziente und zukunftsfähige Möglichkeiten konnte man damit nicht ausschöpfen.“

Anforderungen im Standard

Das neue Schichtbuch sollte daher eine lückenlose, fehlerfreie und revisionssichere Erfassung aller Vorkommnisse gewährleisten und Systemdaten bereichsübergreifend bereitstellen können. Nachdem sich das Projektteam mehrere Lösungen angeschaut hatte, fiel die Entscheidung auf den Shiftconnector von Eschbach IT. Die Lösung bildete die meisten vorher ermittelten Anforderungen bereits im Standard ab und ließ sich ohne Probleme an die Zusatzwünsche anpassen. Zum Ende der Implementierung liefen Alt- und Neusystem für vier Wochen parallel. Dadurch sollte sichergestellt werden, dass sämtliche Prozesse restlos ineinandergreifen. „Wie reibungslos das von Anfang an durchlief, hat uns positiv überrascht – auch die individuellen Zusatzprozesse konnten ohne nennenswerte Umstände integriert werden.“

Informationen fließen

Heute sorgt der Shiftconnector bei Bayer Cropscience für einen korrekten und reibungslosen Informationsfluss. Die Anlagenverantwortlichen und Schichtleiter und deren Stellvertreter erfassen Vorfälle, die von den Betriebsvorschriften abweichen detailliert im System, was zu einer schichten- und bereichsübergreifenden Transparenz führt. Wenn Betriebsleiter Rodriguez nicht im Werk ist, erhält er die im Shiftconnector generierten Reports direkt auf sein iPhone. Pro Schicht erzeugt der Shiftconnector einen Report über alle Vorkommnisse – in 24 Stunden somit drei Reports. Diese gehen per E-Mail an den Betriebsleiter und die Geschäftsleitung, was ein durchgängiges Anlagenmonitoring ermöglicht.

Abweichungen verwalten

Über den Shiftconnector wird außerdem das Abweichungsmanagement realisiert. In der Kategorie ‚Abweichungen‘ tragen die Schichtleiter in der Software Vorkommnisse ein, die nicht gemäß der Betriebsvorschrift abliefen. Auch zusätzliche Informationen können dort mit erfasst werden: Ein Beispiel ist die Volumenkontrolle der Kesselanlagen. Weicht der Wert ab, trägt der Schichtleiter diese Abweichung ebenfalls im Shiftconnector ein. Einmal pro Woche werden die Einträge in einer Abweichungssitzung besprochen. Der QHSE-Mitarbeiter Roman Gysin erhält über Statistiken entsprechend Auskunft. „Wichtig ist schließlich nicht nur das Sammeln und Erfassen der Daten, sondern auch deren Analyse“, erklärt Rodriguez. Die Software von Eschbach IT hält dazu zahlreiche Auswertungsmöglichkeiten bereit.

Schichtbuch geht neue Wege

Binnen weniger Jahre ist der Bayer Cropscience-Standort in Muttenz von 80 auf 250 Mitarbeiter gewachsen. Trotz der entsprechend angestiegenen Datenmenge bleibt die Software performant. Die flexible, übergreifende Suchfunktion und die Auswertungsmöglichkeiten seien sogar besser geworden. „Wir können beliebige Informationen herausfiltern und auf diese Weise zu einer nachhaltigen Prozess- und Qualitätsverbesserung beitragen“, sagt Michele Troiano. „Die Software lässt sich recht einfach und intuitiv bedienen, sodass wir Neuanlagen, Formulare und Reports sehr leicht selbst einrichten können.“ Schaltflächen oder neue Felder seien mit wenigen Klicks hinzugefügt und eingerichtet. „Wir nutzen die Konfigurationsmöglichkeiten, die uns der Shiftconnector bietet, vollumfänglich“, sagt IT-Projektleiter Troiano.


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