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Per Roll-Out in die ganze Welt

International agierende Unternehmen benötigen auch eine international nutzbare IT. Im Hinblick auf die Unternehmenssoftware steht dabei vor allem der einheitliche und durchgängige Systemeinsatz im Mittelpunkt. Das zeigte auch der internationale System-Roll-Out bei Blickle. Das mittelständische Unternehmen fertigt Rollen und Räder für verschiedene Einsatzbereiche.

Bild: All for One Steeb AG

Die meisten Produzenten mit einem Jahresumsatz zwischen rund 50 und 500 Millionen Euro sind auf die ein oder andere Art und Weise international tätig. Sie unterhalten Niederlassungen oder Tochterfirmen in den verschiedenen Weltregionen. Das trifft auf hiesige Firmen zu, aber auch auf Unternehmen rund um den Globus, die sich in das Firmensegment ‘Mittelstand’ eingruppieren lassen. Werden in diesen Firmen Enterprise Resource Planning-Systeme (ERP) des Anbieters SAP eingesetzt, ist die Verlaufsform des Softwarebetriebs über die Zeit hinweg gesehen in aller Regel die gleiche: Zuerst werden Lösungen des Walldorfer Softwarekonzerns − vorrangig eine sogenannte ‘SAP All-in-One’-Branchenlösung für mittelständische Firmen − in der Unternehmenszentrale oder am Firmenstammsitz implementiert, danach findet ein Systemausbau oder eine Anpassung entsprechend der aktuellen Geschäftserfordernisse statt. Parallel dazu oder auch zeitversetzt gehen die Projektteams den internationalen Softwareeinsatz an. Fast immer werden unternehmensrelevante Geschäftsabläufe dabei auf der Basis eines einheitlichen Applikationssystems oder von Produkten eines Softwarelieferanten harmonisiert und globalisiert.

Und es finden internationale Roll-Outs in den verschiedenen Ländern statt. Das Hauptziel lautet dabei in der Regel, passgenaue Unternehmenslösungen ‘aus einem Guss’ verwenden zu können, um die eigenen Geschäftsprozesse nach vorne zu bringen. Doch viele Mittelständler verfügen über einen begrenzten IT-Stab und benötigen daher externe Partner für Roll-Outs sowie die Unterstützung der spezifischen Anforderungen und Geschäftsprozesse von Niederlassungen beispielsweise in Tschechien, Spanien, Indien oder China. Dabei steht zum einen die Frage im Raum, welcher Partner weitreichende Service- und Support-Angebote – in Südkorea genauso wie in den USA oder Lateinamerika – für ERP- und alllgemeine IT-Systeme zur Verfügung stellen kann. Aber auch mittelstandsspezifisches Know-how zu aktuellen Anwendungsthemen wie In-Memory-Computing, Business Analytics oder Mobile Business ist gefragt. Da ein Integrator allein diese umfangreichen Anforderungen nur schwer erfüllen kann, haben All for One Steeb und die spanischen Group Seidor das weltweite Partnernetz ‘United VARs’ – die Abkürzung steht für ‘value added reseller’ – ins Leben gerufen.

IT als erfolgskritischer Faktor

Einer der vielen Mittelständler, die bei internationalen Roll-Outs auf dieses Netzwerk zur Umsetzung ihrer individuellen Anforderungen beim Systemeinsatz zurückgreifen, ist der Rollen- und Räderspezialist Blickle aus Rosenfeld, angesiedelt zwischen Balingen und Oberndorf am Neckar, etwa 60 Kilometer südlich von Stuttgart. Produkte des Unternehmens begegnen vielen Menschen etwa beim Schieben eines Einkaufswagens: Mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit stammen nämlich die Rollen des Shopping-Gefährts von Blickle. Das Credo des expansionsorientierten mittelständischen Räder- und Rollenanbieters lautet, für jeden Anwendungsbereich die passende Lösung zu bieten – und das international. Unterschiedliche Produkte wie Führungsrollen, Apparaterollen, Kunststoffrollen oder Staplerräder, aber auch Transportgeräterollen, Edelstahlrollen, Schwerlastrollen und Hubwagenrollen gehören heute zum Standardprogramm, das über 30.000 Räder, Lenkrollen und Bockrollen im Tragfähigkeitsbereich von 20 Kilogramm bis 50 Tonnen umfasst.

Insgesamt werden die Rollen und Räder über 15 eigene Niederlassungen und Tochterunternehmen sowie verschiedene Partner- und Handelsfirmen in 100 Länder geliefert. Für die rund 700 Mitarbeiter zählende Unternehmensgruppe „stellt die IT respektive eine effektive IT-Unterstützung aller Geschäftsabläufe einen erfolgskritischen Faktor dar. Ohne die IT könnten wir unser Geschäft nicht so betreiben, wie wir es betreiben: kundenorientiert mit kurzen Lieferzeiten, mit schlanken Prozessen und hoher Fertigungstiefe, mit hoher Innovationsbereitschaft, mit guten schwäbischen Tugenden – und international”, beschreibt Geschäftsführer Walter Wager den Stellenwert des IT-Einsatzes für sein Unternehmen. Am Stammsitz in Rosenfeld wird seit knapp sechs Jahren, ab der Einführung der Mittelstandslösung ‘All for Machine’ für Maschinen- und Anlagenbaufirmen von All for One Steeb eingesetzt. Abgelöst wurde damit eine ERP-Software, deren Weiterentwicklung/ Wartung kurzfristig vom damaligen Softwarelieferanten gekündigt wurde. Schon damals stand im Fokus, die neue Unternehmenslösung in Zukunft auch in den ausländischen Niederlassungen und Tochterunternehmen einzusetzen. Dazu sollen die Systeme vor Ort schrittweise durch die SAP-Branchenlösung ersetzt werden.


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