Anzeige
Anzeige
Anzeige

Operative Exzellenz im Flugzeugbau

Flaschenhälse in der Produktion beseitigen

Beitrag drucken



Im Rahmen der ‘Q6’-Methode für operatives Qualitätsmanagement
werden in der Fertigung sogenannte Quality Gates errichtet. Diese
sollen sicherstellen, dass Fehler frühzeit erkannt und behoben werden.
Außerdem bietet die Methode einen Werkzeugkasten, um
Fehler in der Produktion langfristig zu reduzieren. Bild: Porsche Consulting

Engpässe beseitigen – Produktionsraten erhöhen

Derzeit unterstützen die Consultants den Flugzeugbauer bei der Erhöhung der Produktionsraten der A320-Familie von 38 auf 42 Flugzeuge pro Monat: „Wir haben in Form eines Audits alle Abläufe im Detail analysiert und mit Benchmark-Werten verglichen, um Transparenz über die Fähigkeit zur Ratenerhöhung zu schaffen“, sagt Patrick Härter, Geschäftsbereichsleiter bei Porsche Consulting. Als einen ‚Flaschenhals‘ identizifierten die Berater beispielsweise die Geräteinstallation im Hangar 8 im Werk Hamburg. Hier werden aus drei Fertigungslinien Sektionen für den hinteren Rumpf der Flugzeuge angeliefert und an zehn Arbeitsstationen mit elektronischen Geräten und Kabeln ausgestattet. Die Teile werden anschließend zur Weiterverarbeitung an sechs Fertigungslinien in Hamburg, Toulouse und Tianjin transportiert. Mit 17 Schichten pro Woche bewegte sich das Werk Hamburg hart an der Grenze der Kapazitätsauslastung – dennoch stauten sich Teile im Hangar. Um diese Engpässe zu beseitigen, wurden die Arbeitsinhalte neu aufgeteilt und eine zusätzliche elfte Arbeitsstation gebildet. Zudem wurde der Zeittakt von sieben auf sechseinhalb Stunden reduziert.

Wertströme enden nicht am Werkstor

Um ein Bild über die Möglichkeiten effizienter Produktion zu vermitteln und damit den Airbus-Mitarbeitern bei der Umsetzung der Veränderungen zu helfen, organisierte das Beratungshaus einen Betriebsausflug: 150 Airbus-Führungskräfte konnten die Methoden im Porsche-Werk Leipzig besichtigen. Dort, wo die Modelle Cayenne, Panamera und auch der neue Macan gefertigt werden, gab es praktischen Anschauungsunterricht direkt am Band. „Um zu verstehen, dass es auch anders laufen kann als heute, müssen wir die Chance bekommen, dies zu sehen und zu fühlen. Nach diesem Besuch war jeder überzeugt, dass wir noch einen langen Weg vor uns haben und vieles von der Automobilindustrie in adaptierter Form auch bei uns anwenden können“, erläutert Dahm. Besonders wichtig sei dabei das Prinzip der Transparenz, das bei dem Fahrzeughersteller praktiziert wird und von dem auch Airbus profitieren könne.

Im Kern gehe es immer darum, ein Problem offenzulegen und in handhabbare Stücke zu zerlegen. Neu war für den Flugzeug-Konzern dabei aber auch, Projektarbeit in möglichst multifunktionalen Teams auszuführen. Consultant Kirsch hält weitere Leistungssteigerungen für die gesamte Luftfahrt-Industrie für möglich, „wenn Hersteller und Betreiber noch enger zusammenarbeiten würden. Unsere Vision zur ‚Neuen Kette‘ folgt der Idee, unternehmensübergreifende Wertströme durch die Zusammenarbeit aller relevanten Marktteilnehmer zu optimieren.“ Dafür müssten allerdings zunächst gemeinsame Ziele definiert, vernetzte Prozesse sowie Offenheit und Vertrauen zwischen den Partnern geschaffen werden. Wenn dies erreicht sei, könnten alle Beteiligten der Branche profitieren: Etwa, indem neue Technologien der Hersteller schneller profitabel werden, Wartungsbetriebe ihre Abläufe im Servicenetzwerk verbessern und die Fluggesellschaften ihre Produktivität trotz des bewegten Marktumfelds steigern.


Das könnte Sie auch interessieren:

Disruption und Digitalisierung stellen Unternehmen vor Herausforderungen. In einer Studie des Datenspezialisten Teradata sieht sich die Mehrheit der Befragten damit konfrontiert, aufgrund dieser Herausforderungen die eigene Strategie zu überdenken.

‣ weiterlesen

Im Zuge des Wachstums der letzten Jahre wollte Stabilus das Zutrittsmanagement und die Zeitwirtschaft mit einem zukunftsfähigen System optimieren. Fündig wurde das Unternehmen bei Interflex Datensysteme. Zeitraubende Übertragungen von Buchungsdaten gehören nun ebenso der Vergangenheit an, wie die vielen Firmenschlüssel in den Hosentaschen der Mitarbeiter.‣ weiterlesen

Nextlap hat die nach eigenen Angaben weltweit erste 4G/5G-Pick-by-Light-Applikation auf den Markt gebracht. Die Plug-and-Play-Lösung für Picker kommt ohne klassische Netzwerkinfrastruktur aus.‣ weiterlesen

Im dritten Geschäftsquartal hat die Software AG bei Umsatz und Gewinn zugelegt. Der Gesamtumsatz wuchs um 7 Prozent, der Gewinn um 15 Prozent.

‣ weiterlesen

Beim generativen Design werden KI-Algorithmen zur treibenden Entscheidungskraft im Produktdesign. Anhand vorgegebener Parameter können sie eine Vielzahl an passenden Produktentwürfen berechnen. Dadurch ändert sich auch die Rolle von Produktdesignern und Ingenieuren. Ganz ohne sie geht es jedoch nicht.‣ weiterlesen

Der Industrie-4.0-Index, den die Unternehmensberatung Staufen bereits zum sechsten Mal aufgelegt hat, ist auch in der 2019er Auflage erneut gestiegen. Demnach setzen mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen Industrie 4.0 operativ um. Der Sprung von der Einzellösung hin zum unternehmensübergreifenden Einsatz gelingt jedoch nur selten.‣ weiterlesen

Kunden erwarten von einem guten Service schnelle und effektive Hilfe - am besten rund um die Uhr. Mit einem KI-gestützten Self-Service-Angebot kann man diesen Anforderungen Rechnung tragen und gleichzeitig die Mitarbeiter entlasten.‣ weiterlesen

Die VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik hat einen VDI-Statusreport veröffentlicht. In 'Agenten zur Realisierung von Industrie 4.0' geht es um das Konzept einer I4.0-Sprache, die zu höherer Flexibilität und mehr Effizienz in Wertschöpfungsketten führen soll. Der Ansatz ermöglicht einen interoperablen Austausch von Informationen und darauf aufbauend das flexible Aushandeln und Aktivieren von Aufgaben.‣ weiterlesen

DataProphet will Anwendern mit einem neuen Software-Paket erlauben, auf Basis von künstlicher Intelligenz die Produktionsprozesse und die Produktqualität zu verbessern.‣ weiterlesen

Bei allen Vorteilen, die Industrie-4.0-Technologien mit sich bringen, muss zunächst auch eine leistungsstarke digitale Infrastruktur vorhanden sein. Sie muss große Volumen an Sensordaten schnell, sicher und ortsunabhängig übertragen und auswerten können. Mit dem Rückgriff auf externe Partner erhalten Firmen eine solche Infrastruktur - und gleichzeitig Zugang zu einem erweiterten Ökosystem.‣ weiterlesen

Im nordrhein-westfälischen Düren findet sich die vermutlich einzige professionelle Wurmzucht Deutschlands - und die wahrscheinlich am weitesten automatisierte weltweit. Die nötigen Anlagen dafür wurden vom Unternehmer selbst in bester Daniel-Düsentrieb-Manier entwickelt und gebaut - mit einem Fokus auf kostengünstige, aber zuverlässige Automatisierungstechnik.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige