Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Open Source-Lizenzmodelle

Software-Kosten planbar gestalten

Gängige Software-Lizenzmodelle erfordern in der Regel deutlichen Kapitaleinsatz noch vor dem Produktivstart einer Anwendung. Das Enterprise Open Source-Geschäftsmodell bietet sich als Alternative an, um Lizenzkosten unter Kontrolle zu halten. Dabei lassen sich entsprechende Lösungen im Umfeld des Product Lifecycle Management auch für den Zugriff auf angrenzende Systeme einsetzen.

Bild: Fotolia/mark huls

Die mit der Finanzkrise verbundene Unsicherheit zwingt Organisationen zu teils drastischen Sparmaßnahmen, die sich auch auf IT-Abteilung sowie Produktentwicklung auswirken können. In der Realität heißt das: Mit weniger Mitteln sollen IT-Verantwortliche dennoch mehr erreichen. Auf der anderen Seite lassen sich zentrale Entwicklungsprojekte nicht ohne weiteres stoppen. Schließlich soll IT dabei helfen, Abläufe im Unternehmen zu verbessern. Zudem können moderne IT-Lösungen die Grundlage für Innovationsprozesse bilden, die dabei helfen, wettbewerbsfähige Produkte schneller auf den Markt zu bringen.

Die zentrale Herausforderung für IT-Verantwortliche besteht heute daher verstärkt darin, Kosten zu senken, ohne jedoch die Prozesse in der Produktentwicklung zu beeinträchtigen. Diese Entwicklungsprozesse wurden in der produzierenden Industrie in den vergangenen Jahren mit Hilfe von Anwendungen für das Product Lifecycle Management (PLM) immer weiter optimiert. Dies jedoch zu einem hohen Preis: Lizenzmodelle sind vielfach kompliziert aufgebaut und verlangen vom Anwenderunternehmen im Vorfeld hohe finanzielle Aufwendungen. Firmen müssen oft verschiedene Module sowie mehrere Server-Lizenzen erwerben. Hinzu kommen noch Arbeitsplatzlizenzen in ausreichender Menge. In einem solchen Szenario werden Unternehmen praktisch gezwungen, schon sehr früh in eine Software-Lösung zu investieren.

Einheitliche Sicht auf Produktdaten erforderlich

Dies erfolgt häufig zu einem Zeitpunkt, bei dem der wirtschaftliche Nutzen des Software-Projekts nur auf dem Papier existiert. Möchte ein Unternehmen das PLM-System außerhalb der Entwicklungsabteilung nutzen, steigt die Menge der zu lizenzierenden Arbeitsplätze sprunghaft an. Schon bei kleineren Betrieben kann das Investitionsvolumen dadurch um mehrere 100.000 Euro erhöht werden, bei weltweit operierenden Konzernen kommen so schnell Millionenbeträge zusammen. Aber erst, wenn wirklich alle Mitarbeiter aus Entwicklung, Marketing, Vertrieb und Service eine einheitliche Sicht auf Produktdaten erhalten, ermöglicht eine PLM-Initiative die umfassende Unterstützung für Betriebsabläufe, die nötig ist, um auch langfristig Wettbewerbsvorteile erzielen zu können.

Umfassender Zugriff für alle Projektbeteiligten

Für die abteilungsübergreifende Lizenzierung von PLM-Systemen bieten Open Source-Anwendungen eine Alternative, da die kapitalintensiven Vorabinvestitionen in Lizenzen entfallen. Der wirtschaftliche Nutzen und die Kosten für den Systemstart laufen zeitlich annähernd parallel. Gleichzeitig gibt es keine Limitierung bei der Nutzeranzahl oder der eingesetzten Module und Server: Nach der Integration der Software stehen die neuen Geschäftsprozesse sofort der gesamten Organisation zur Verfügung.

Bei den so genannten Enterprise Open Source-Modellen bieten die Software-Hersteller ihre Lösungen kostenfrei an, jedoch können Unternehmen Support und weitere IT-Services über ein Subskriptions-Modell kostenpflichtig beziehen. Für das Anwenderunternehmen verspricht dieser Ansatz niedriges Investitionsrisiko bei Einführung einer neuen Software, Unterstützung bei Implementierung und Betrieb sowie kalkulierbare Folgekosten bei weiteren Roll-out-Projekten.

Darüber hinaus gibt das Enterprise Open Source-Modell Unternehmen Freiheiten bei der Ausgestaltung der IT-Infrastruktur. Beispielsweise lässt sich eine solche Anwendung ergänzend zu einem bestehenden PDM-System oder ähnlicher Unternehmens-Software betreiben, wobei die Einbindung neuer Benutzergruppen über die Open Source-Anwendung erfolgen kann. Somit steht ein Teil der Funktionen der Bestandssoftware indirekt weiteren Nutzern zur Verfügung, ohne dass das Unternehmen zusätzliche Arbeitsplatz-Lizenzen erwerben muss.


Das könnte Sie auch interessieren:

Um Produktionsdaten per Manufacturing Execution System auswerten zu können, müssen die Daten aus der Maschine in das System gelangen - bei alten Maschinen ein Problem. Doch können Fertiger nicht einfach so in einen neuen Maschinenpark investieren. Der Retrofit-Ansatz kann dabei helfen, auch ältere Maschinen Industrie 4.0-Ready zu machen.‣ weiterlesen

Auf Basis einer PC-basierten Automatisierungsplattform hat Cretec bei einem deutschen Automobilzulieferer die Taktraten bei Prüfungen von Turboaggregaten deutlich gesenkt. Inklusive vollständiger Rückverfolgbarkeit der Produkte.‣ weiterlesen

Wollen Fertigungsunternehmen die Vorteile einer vernetzten Produktion erschließen, kommen sie an der Einführung eines firmenweiten IIoT-Netzwerks kaum vorbei. Der Weg bis zum Betrieb einer solchen zentralen Steuerungsinstanz lässt sich in drei Schritte gliedern.‣ weiterlesen

Unternehmensprozesse können nicht in einem Schritt digitalisiert werden. Es kommt auf die Priorisierung an. Beim Pumpenhersteller KSB halfen dabei eine Wertstromanalyse sowie agiles Projektmanagement.‣ weiterlesen

Nahezu die Hälfte der für eine Reichelt Elektronik-Studie befragten Unternehmen würde Implementierung von künstlicher Intelligenz nach heutigem Stand anders angehen. Beispielsweise würden sie Mitarbeiter stärker einbeziehen.‣ weiterlesen

Die Auftragseingänge der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer sind im Oktober zweistellig gewachsen. Die Wachstumsraten fallen jedoch geringer aus als im Sommer dieses Jahres.‣ weiterlesen

Viele MES-Anwendungen unterscheiden sich in ihren Leitideen, Anforderungsschwerpunkten und Steuerungsansätzen deutlich voneinander. Zusammen mit ihren Branchen- und Funktionsschwerpunkten lassen sich die Angebote am Markt schwer vergleichen. Der neue MES-Marktspiegel hilft dabei, indem er unternehmerische Zielgrößen mit MES-Funktionalitäten korreliert und marktverfügbare Lösungen auf ihre Abdeckung untersucht.‣ weiterlesen

Lieferketten waren in der letzten Zeit von gleich mehreren unvorhersehbaren Ereignissen mit solcher Tragweite betroffen, dass vielerorts die Produktionsplanung darunter leidet oder die Fertigung sogar zum Stillstand kommt. Solche Ereignisse können Algorithmen zwar nicht vorhersagen, wohl aber wie Firmen bestmöglich darauf reagieren können.‣ weiterlesen

Um Produktionssysteme in der Automobilindustrie schneller, flexibler und effizienter zu gestalten soll im Forschungsprojekt ’Software-Defined Manufacturing für die Fahrzeug- und Zulieferindustrie (SDM4FZI)‘ eine neue technologische Grundlage entwickelt werden.‣ weiterlesen

Erstmals seit Februar ist die Zahl der Kurzarbeitenden in Deutschland wieder gestiegen. Wie das Ifo Institut mitteilt, waren im November 10.000 Beschäftigte mehr in Kurzarbeit als noch im Oktober.‣ weiterlesen

Geht es um Datenspeicher und ihre Verarbeitungsoptionen, gibt es zahlreiche Plattformen: Edge-, On-Premise- oder Cloudbasierte Server sollen den unterschiedlichen Anforderungen gerecht werden. Doch was erfüllen diese Ansätze im Fabrikumfeld besonders gut, und wie setzen Firmen diese um?‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige