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Embedded-Technologie

„Open Source ist ein zentrales Zukunftsthema“

Vor 16 Jahren stellte Beck IPC seinen ersten PC im DIL-Gehäuse auf Basis 186 und MS-Dos vor. Seitdem hat die Technik rasante Fortschritte gemacht. Unsere Embedded Design-Kollegin Clara Josuttis hat mit Christoph Müller von Beck IPC über dessen neustes System-on-Module IoT@Chip gesprochen.




Christoph Müller, Business Development, Beck IPC.
Bild: Beck IPC

Ihr neustes Produkt heißt IoT@Chip und ist für den Einsatz in Computersystemen gedacht. Welche Anforderungen adressiert das System?

Christoph Müller: IPC@Chip ist vor allem für Anwendungen im IoT-Bereich gedacht, in denen eine hohe Kommunikationsgeschwindigkeit, sprich geringere Latenzzeit, wichtig ist. Wir sprechen hier bei einer GSM-Verbindung von unter 250 Millisekunden und bei einer LAN-Verbindung von 30bis40 Millisekunden vom Endgerät, vom Feld, in die Cloud und von der Cloud wieder zurück. Und das gibt dem Anwender die Möglichkeit, Echtzeitanwendungen abzuwickeln. Denn man kann sehr schnell auf Veränderungen die im Feldgerät geschehen reagieren. Neben der Geschwindigkeit spielt Sicherheit eine große Rolle.

Warum haben Sie sich beim IoT@Chip für Open Source entschieden? Hat das mit Securityaspekten zu tun?

Müller: Richtig, wir haben möglichst viele Open Source-Funktionalitäten eingebunden, damit wir auch wirklich wissen, mit was wir arbeiten. Aber natürlich auch, damit der Anwender das weiß und rückverfolgen kann. Wir sehen Open Source als eines der zentralen Themen in der Zukunft an, darum lag es nahe, dass wir uns Linux widmen. Das ist sicherlich eines der zentralen Aspekte, wenn es um das Thema System-on-Module geht.

IT-Security ist ein bisschen wie ein Fass ohne Boden, oder?

Müller: Natürlich – und das wissen alle in unserer Branche – ist es ein Thema, an dem man dran bleiben muss. Es kann gut sein, dass es in zwei Jahren eine bessere Lösung gibt, als die, die wir heute integrieren. Aber das beobachten wir ganz genau, damit unsere Kunden und ihre Anwendungen immer geschützt sind und das auch bleiben.

Welche konkreten Vorteile ergeben sich für den Anwender?

Müller: Beck IPC ist mit dem IPC@Chip dadurch bekannt geworden, dass es ein System-on-Module ist, was nicht nur die Komponenten bereitstellt, sondern auch eine Vielzahl von Softwarefunktionalitäten, angefangen beim Betriebssystem über TCP/IP und so weiter. Im Grunde sehen wir das als ein Tool, eine Art Workbench, mit dem ein ganzes System gut funktionieren kann.

Warum haben Sie nicht ein übliches Protokoll wie MQTT verwendet, sondern ein eigenes?

Müller: Wir wollten uns nicht mit dem zufrieden geben, was auf dem Markt ist. Besonders im Bereich Datenmenge werden etwa bei MQTT viel zu viele Daten kommuniziert. Auch die Latenzzeiten sind zu hoch für industrielle Applikationen. Also haben wir unser eigenes Protokoll gemacht und auf der Cloud das Gegenstück – den Broker – installiert. Und der wird jetzt direkt mitgeliefert. Es gibt natürlich viele Mitbewerber auf dem Markt, die auch gerne mit dem Thema anfangen würden, aber der Integrationsaufwand ist für viele einfach zu groß.

Der Trend zur Miniaturisierung, was halten Sie davon?

Müller: Das ist ein guter Punkt, bei unserer Hardwareoptimierung haben wir tagtäglich damit zu tun. Der Tenor ist doch meist „so klein wie möglich mit so wenigen Ressourcen wie möglich“. Das ist etwas, wo wir unseren Kunden grundsätzlich von abraten. Wenn wir in zwei Jahren feststellen, dass wir im Securityprotokoll Änderungen machen müssen und der Anwender aber die Hardware hat, bei dem der Speicher nicht mehr für die neuen Funktionen reicht – dann muss er das System komplett neu kaufen! Wir glauben, dass in dem IPC@Chip genug Platz ist für Zukunftsthemen, auch was die Security angeht.


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