Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

OPC UA TSN: Hersteller streben einheitliches Protokoll für das Industrial IoT an

Eine Gruppe von Automatisierungs- und Informationstechnologieherstellern forciert OPC UA TSN als einheitliches Protokoll für die Kommunikation im Industrial Internet of Things bis zur Steuerungsebene. Ziel ist es, dass Steuerungen sowohl untereinander als auch mit der Cloud standardisiert Daten austauschen können.

ABB, Bosch Rexroth, B&R, Cisco, General Electric, Kuka, National Instruments, Parker Hannifin, Schneider Electric, SEW-Eurodrive und TTTech wollen gemeinsam OPC UA over Time Sensitive Networking (TSN) als einheitliche Kommunikationslösung zwischen industrieller Steuerung und der Cloud vorantreiben. Diese auf offenen Standards basierende Lösung ermöglicht, dass in industriellen Anwendungen die Geräte unterschiedlicher Hersteller vollständig kompatibel zueinander sind. Auf der SPS IPC Drives in Nürnberg gaben die teilnehmenden Unternehmen bekannt, dass sie OPC UA TSN in künftigen Produktgernerationen unterstützen wollen.

Bislang nicht kompatibel

Bisher wurden für die Kommunikation zwischen Geräten in der industriellen Automatisierung verschiedene Protokolle eingesetzt, die untereinander nicht kompatibel sind. Anwender sind so häufig in proprietären Systemen gefangen. Um die unterschiedlichen Protokollwelten zu unterstützen, müssen Produkthersteller multiple Versionen von grundlegend gleichen Produkten entwickeln. Unter diesen Voraussetzungen lassen sich Innovationen und neue Automatisierungskonzepte nur begrenzt umsetzen, heißt es in einer Presseerklärung. Für die Kunden bedeutet das, dass sie nicht das volle Potenzial ihrer Automatisierungslösungen ausschöpfen können.

Echtzeitfähige Peer-to-peer-Kommunikation

Um dieses Problem zu lösen haben die oben genannten Unternehmen eine technische Zusammenarbeit im Rahmen des Industrial Internet Consortiums (IIC) und der OPC Foundation ins Leben gerufen. Dabei streben sie eine vollständig offene, einheitliche, kompatible IIoT-Lösung an für die echtzeitfähige Peer-to-peer-Kommunikation an. Damit können Steuerungen sowohl untereinander als auch mit der Cloud standardisiert Daten austauschen.

Die Unternehmen sehen in OPC UA TSN den künftigen Standard für die industrielle Automatisierung und IIoT-Konnektivität. OPC UA TSN ist die Kombination des um Publisher/Subscriber erweiterten OPC UA-Protokolls und des IEEE TSN Ethernet-Standards. OPC UA TSN stellt die nötigen Bausteine bereit, um die Kommunikation in der industriellen Automation zu vereinheitlichen. Somit wird ermöglicht, dass Informationstechnologie und operative Technologie zusammenwachsen. Damit sind wichtige Voraussetzungen für das Industrial Internet of Things und Industrie 4.0 geschaffen.

Erste Produkte im nächsten Jahr

Die Unternehmen streben an, OPC UA TSN in den kommenden Generationen ihrer Produkte zu unterstützen. Erste Prototypen werden bereits in ein Testbed des IIC integeriert. Mit dem Testbed soll gezeigt werden, dass es mit OPC UA TSN möglich ist, die Kommunikation zwischen Steuerungen unterschiedlicher Hersteller über eine gängige IT-Infrastruktur zu gewährleisten. 2017 sollen dann erste Produkte am Markt verfügbar sein. Die teilnehmenden Unternehmen weisen zudem darauf hin, das weitere Firmen willkommen sind, der Kooperation beizutreten.

(Quelle:Bosch Rexroth/Bild:Bosch Rexroth)

google plus


Das könnte Sie auch interessieren:

Bei Plastic Molded Concepts (PMC), einem Kunststoff-Spritzgusshersteller aus Eagle (USA), arbeiten die Werker mit dem kollaborativen Roboter Sawyer zusammen. Durch die Zusammenarbeit von Werker und Cobot will PMC die Effizienz seiner 38 Spritzgussmaschinen erhöhen.‣ weiterlesen

Konecranes, Hersteller von Krananlagen, vernetzt mehr als eine halbe Million seiner Kräne in einem weltumspannenden Internet of Things. Die Anwendung zählt in Fachkreisen zu den bekanntesten ihrer Art und hat dem Unternehmen den Ruf eingebracht, bei der Verknüpfung von Industrie und IT ganz vorne dabei zu sein.‣ weiterlesen

Die Zukunft der Produktion ist papierlos und digital. Dieses Ziel verfolgt die Daimler AG seit langem konsequent. In zahlreichen Werken greifen bereits die Maßnahmen, Papier zu reduzieren oder sogar zu entfernen.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige