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Neues Microsoft-ERP in der Praxis

Im laufenden Betrieb auf die Probe gestellt

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Fast Standard pur

Ganz ohne kleine Anpassungen ging es aber doch nicht. „Unsere Aufträge haben manchmal fast Projektcharakter. Wenn uns der Kunde einen Auftrag erteilt, bedeutet das noch nicht, dass wir beispielsweise ein Auslieferdatum festlegen können“, so Taube. Er weiß dann nicht, wann das Fahrzeug konstruiert werden kann oder wann der Hersteller das Fahrgestell liefert. „Wir brauchen ein etwas individualisiertes Verwaltungssystem, das bei uns aus Tradition Auftragsvorschau heißt. Dort kommt automatisch jeder Auftrag hinein“, legt er dar.

In der Auftragsvorschau erscheinen dann die gesamten zum Auftrag gehörenden Daten: Wann ist der voraussichtliche Liefertermin für das Fahrgestell? Wer hat das Fahrzeug konstruiert? Ist die Konstruktion fertig und wann kann voraussichtlich die Produktion beginnen? Ist die Arbeitsvorbereitung abgeschlossen? „Das ist eine Sicht auf den Auftrag, die wir im neuen System nachgebaut haben“, erläutert Taube. Neben der Mobile Solution des IT-Partners setzt RKB nun auch die Module Auftragsfertigung, BDE, Workflow, Project sowie das Document Management Pack mit dem Document Configurator, Formatted Documents und Textmodul ein. „Durch die komplette Abbildung unserer Geschäftsprozesse durch den umfangreichen Standard von NAV 2016 und die völlig in das ERP-System integrierten Cosmo-Consult-Produkte sind wir mit unserer IT up to date“, sagt Taube.

Die Mitarbeiter können im neuen BDE-Modul nur einen Arbeitsgang abmelden, den sie zuvor auch angemeldet haben. Verwechslungen und Versäumnisse, wie sie früher öfter vorkamen, gibt es heute nicht mehr. Zudem erfasst die Software im Lager Materialverbrauchsmeldungen über mobile Datenerfassungsgeräte, sodass über BDE jederzeit der aktuelle Lagerbestand zu einem Auftrag ersichtlich ist. Im Modul Auftragsfertigung lassen sich auch fertige Baugruppen individuell abändern. Ohne dass man neue Artikel kreieren muss, kann die Konstruktion vorhandene Baugruppen noch einmal überarbeiten. Und mit den Modulen des Document Management Pack, etwa mit dem Document Configurator, kann man ohne Programmierkenntnisse sein Angebotsdesign oder andere Dokumente gestalten oder verändern.

Das Modul Workflow benachrichtigt unter anderem die zuständigen Mitarbeiter nach einer Fahrgestellanlieferung. Diese Lieferung ist dann so etwas wie der Startschuss für die Fertigung eines Auftrags. In einer selbst definierten Tabelle verwaltet RKB die Fahrgestelle mit der Fahrzeug-Ident-Nummer und anderen Parametern wie Lieferant, Lieferdatum und Auftragsnummer. Ist die Tabelle vollständig, informiert das Modul alle zuständigen Mitarbeiter automatisch und die Produktion kann beginnen.

Mit Zusatzlösungen getestet

So zeigt der Test, dass Microsoft Dynamics NAV 2016 dem Anwender bereits im Standard eine Fülle neuer Funktionalitäten bietet, die die Software mit den zertifizierten Zusatzlösungen wie ein individuelles, maßgeschneidertes ERP-Programm erscheinen lassen. Auch die optisch und funktionell gestaltete Oberfläche, die eine fast intuitive Bedienung des Systems erlaubt, gibt den Döbelner Erstanwendern das Gefühl, eine investitions- und zukunftssichere Software modernster Technologie getestet zu haben. „Nach diesen positiven Erfahrungen mit Dynamics NAV 2016 und unserem Partner Cosmo Consult wollen wir nun demnächst noch weitere seiner Softwarelösungen integrieren“, kündigt Taube an.

Dabei denkt RKB zunächst an das Modul CAD. Damit lassen sich Stücklisten und dazugehörige Artikel aus nahezu jedem gängigen CAD- oder PDM-System direkt über einen Webservice oder eine Textschnittstelle ins ERP-System importieren. Desweiteren will RKB die Personalzeiterfassung sowie vor allem Sharepoint einführen.


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