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Neue Perspektiven für produktionsnahe Systeme

Vom Shop Floor-System zur Enterprise-Anwendung

Als Bindeglied zwischen Unternehmenssystem und Shop Floor haben sich Manufacturing-Systeme bewährt. Nun kündigt sich die Entwicklung vom werksbezogenen System zum global agierenden Enterprise Manufacturing Execution-System an. Dieser Trend schließt die unternehmensübergreifende Vernetzung genauso ein wie die Konsolidierung von Subsystemen – von der zentralen Produktion über Werksgrenzen hinweg bis in die Cloud.

Mit der zunehmenden Vernetzung von Werken und Lieferketten steigen auch die Anforderungen an die Systemarchitekturen – insbesondere im Hinblick auf die Integration und Koordination verteilter Produktionsprozesse. Bild: iTac Software

Ob Industrie 4.0, vernetzte Supply-Chain, User Experience durch so genannte Smart Devices in Kombination mit funktionalen Apps – in vielen Zukunftsperspektiven der Produktion gelten Manufacturing Execution-Systeme (MES) als Hoffnungsträger. Dies kann jedoch nur funktionieren, wenn zwei wesentliche Faktoren gegeben sind: zum einen eine hochstandardisierte Software-Lösung, die sich jederzeit um kundenspezifische Funktionalitäten erweitern lässt. Und zum anderen sollte das System neben dem funktionalen Aspekt global verfügbar sein. So kann sich eine Enterprise-Lösung ergeben, welche die Voraussetzungen mitbringt, auch die hochgesteckten Ziele einer ‚Smart Factory‘ ganzheitlich abzubilden. MES bewegt sich damit aus der Shop Floor-Ebene in eine Dimension, in der globale Produktions- und Warenflüsse unternehmensweit und individuell unterstützt werden – sowohl in der internen als auch der externen Supply-Chain.



Heike Wilson, Geschäftsführerin der Dualis GmbH IT Solution

Individualisierung harmonisiert mit Standardisierung

Hierbei spielt die Technologie des Systems eine maßgebliche Rolle. Die ehemalige Krux von Individualisierung versus Standardisierung können moderne IT-Lösungen dank Konzepten wie modulare Architekturen, cloudbasierte Technologien, Java oder Frameworks auflösen. Derzeit existiert eine Vielzahl leistungsfähiger Lösungen am Markt, die jedoch technologisch und konzeptionell mehr und mehr unter Druck geraten. Damit es für Unternehmen eine Option zum ‚Umstieg‘ auf eine standardisierte MES-Lösung geben kann, muss das System sowohl einen hohen Anteil an funktionaler Überdeckung im Standard aufweisen, als auch die individuellen Anforderungen der Produktionsunternehmen abdecken können, ohne seinen Standard zu ‚verbiegen‘. Auch bei Neu-Implementierungen existieren diese Anforderungen nach Standardisierung kombiniert mit anwenderspezifischen Ergänzungen, um Produktions- und Arbeitsabläufe bestmöglich zu unterstützen. Daher liegt es auf der Hand, individuelle Anforderungen getrennt vom Standard in einem Anwender-Anteil des Systems zu entwickeln, der dann in das Standard-System ‚eingeklinkt‘ und als ein einheitliches MES betrieben werden kann. Dieses Ziel lässt sich etwa über einen Java-Enterprise-Standard erreichen, der mit einer Middleware technologisch ergänzt wird. Somit lassen sich Anforderungen wie Hochverfügbarkeit, Failover oder Loadbalancing abbilden – und ein releasefähiges, hoch standardisiertes und modular aufgebautes System aufbauen.

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Vom Shop Floor-System zur Enterprise-Anwendung
Mit der zunehmenden Vernetzung von Werken und Lieferketten steigen auch die Anforderungen an die Systemarchitekturen - insbesondere im Hinblick auf die Integration und Koordination verteilter Produktionsprozesse. Bild: iTac Software



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