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Nachhaltiges Produktionscontrolling

Fertigungsressourcen gezielt einsetzen

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Der Blick auf Echtzeit-Daten aus den Werkhallen gestattet dem Produktionsmanagement, zeitnah auf Ereignisse im Fertigungsbetrieb zu reagieren. Zudem können nun Auswertungen auf Kennzahlen-Basis für die Leistungsentlohnung der Fertigungsmitarbeiter herangezogen werden. Bild: Krone

Kennzahlenauswertung in Echtzeit

Durch den gestiegenen Überblick in der Produktion können nun bei Krone Produktionskennzahlen in Echtzeit errechnet werden, welche für Auswertungen herangezogen werden und gleichzeitig die Basis für die Leistungsentlohnung der Fertigungsmitarbeiter liefern. In der Zerspanung werden dazu zwei Kennzahlen herangezogen: der Wertschöpfungsgrad und der Nutzungsgrad. Ersterer ist eine personenbezogene Kennzahl, welche sich aus den zurückgemeldeten Vorgabezeiten sowie den Anwesenheitszeiten errechnet. Dementsprechend sagt die Metrik aus, in welchem Anteil der Anwesenheitszeit die Mitarbeiter produktiv waren. Ähnlich verhält es sich mit dem Nutzungsgrad, welcher die Nutzzeit der Maschine und die Einsatzzeit laut Schichtkalender berücksichtigt. Da jegliche Art von Maschinenstillstand – sei es durch Störung oder Auftragsmangel – zu einer ‚Verschlechterung‘ des Nutzungsgrades führt, haben die Werker direkten Einfluss auf den Leistungslohn ihrer Prämiengruppe. Für die Berechnung der Kennzahlen, aus denen sich der Prämienlohn ergibt, werden dabei nur die Zeiten herangezogen, in denen der betroffene Werker an der jeweiligen Maschine angemeldet war. Mit einem reinen Leistungslohnsystem ohne Maschinenanbindung und Zugriff auf Betriebsdaten wäre das nicht möglich.

Reporting-Werkzeuge für Werker und Management

Zudem werden die wichtigsten Kennzahlen für jeden Produktionsmitarbeiter regelmäßig aufbereitet und dargestellt. Jeder Mitarbeiter erhält so täglich einen Bericht, der sowohl die Kennzahlen des vergangenen Tages als auch den Verlauf über die letzten Tage und Wochen aufzeigt. Außerdem werden in einem Diagramm die Stillstandszeiten der jeweiligen Maschinen dargestellt. Somit kann sich jeder Werker ein Bild von seiner Leistung der letzten Tage machen. Zudem wird ein Managementreport ausgegeben, der zusätzliche Informationen zu den Bereichen Produktion, Personal, Logistik und Qualität enthält. Als Beispiel aus diesen Auswertungen nennt Björn Greven, Projektleiter bei der Hydra-Erweiterung, die Leistungslohnermittlung: „Durch die Einführung des Prämienlohns wurde die Produktivität im Pilotarbeitssystem im Rahmen einer Testphase bereits um 12,4 Prozent gesteigert. Die Ermittlung der dafür erforderlichen Prämienkennzahlen erfolgt vollautomatisch in Hydra. Nun werden wir die Prämienentlohnung flächendeckend einführen.“ Daneben unterstützt die Langzeitauswertung von Kennzahlen Entscheidungen bei Neuinvestitionen von Maschinen.

Testlauf für die Personaleinsatzplanung

Um weiteres Potenzial der Produktionsmanagement-Software ausschöpfen zu können, wird bei Krone aktuell das Modul Personaleinsatzplanung (PEP) getestet. Ähnlich wie bei der Einlastung von Arbeitsgängen auf Maschinen können Werker den Maschinen zugeordnet werden, um dem Anspruch auf eine bedarfsgerechte Personalplanung Rechnung zu tragen. Auf Schwankungen der Produktionsauslastung kann der Landmaschinenbauer nun adäquat reagieren, so- dass sichergestellt ist, dass immer ausreichend Personal verfügbar ist. Hierbei sind insbesondere die Qualifizierungen der einzelnen Mitarbeiter von Relevanz. Die Qualifikationsmerkmale werden in den Stammdaten des MES gepflegt. Bei der Einplanung eines Mitarbeiters wird automatisch geprüft, ob er für die jeweilige Position qualifiziert ist. In Kombination mit der Personalzeiterfassung (PZE) kann frühzeitig erkannt werden, ob die im Schichtkalender geplanten Personen anwesend sind oder gegebenenfalls auf Alternativpersonal ausgewichen werden muss. Somit kann zukünftig auch die wichtigste Ressource, der Mensch, in die Optimierung der Produktionsprozesse einbezogen werden.

Hohe Akzeptanz bei den Mitarbeitern

Oftmals stößt die Einführung einer komplexen Anwendung wie einem Manufacturing Execution-System bei Fertigungsmitarbeitern erst einmal auf Ablehnung. Gründe hierfür sind häufig die Angst vor Veränderungen, Mehraufwand oder Überwachung. Um diese Bedenken frühzeitig auszuräumen, bezog Krone von Anfang an den Betriebsrat mit in die Planungen ein. Durch die anschauliche Erläuterung des Systemnutzens verstanden die Krone-Mitarbeiter schnell, dass das neue Software-Werkzeug das komplette Unternehmen voranbringen kann. Insbesondere die Einführung der Leistungslohnerfassung gab den Mitarbeiter die Sicherheit, dass sie nach der Systemintegration sogar mehr Einfluss auf ihre Verdienstmöglichkeiten haben. Mittlerweile ist die Begeisterung selbst bei älteren und langjährigen Mitarbeitern groß. Hierzu sagt der Betriebsratsvorsitzende Josef Stockel: „Das System liefert allen Beteiligten Transparenz in den Abläufen der Produktion und der Anwesenheit der Mitarbeiter. Unsere Aufgabe als Betriebsrat ist in diesem Fall unter anderem die Sicherstellung, dass keine Mitarbeiterüberwachung und keine personenbezogene Beurteilung stattfinden.“

Zufriedene Kunden auch bei knappen Lieferfristen

Von der Umgestaltung der Produktionsprozesse profitieren auch die Kunden von Krone: Kürzere Durchlaufzeiten, höhere Liefertreue und bessere Planbarkeit wirken sich positiv auf die Kundenzufriedenheit aus. In Kombination mit der stetigen Weiterentwicklung der Produkte eröffnen sich so neue Marktchancen, auch zum Beispiel für den Vertrieb des Großhäckslers Big X. Auf diese Weise sieht sich die Maschinenfabrik Bernard Krone GmbH in Spelle bestens für die Zukunft aufgestellt.


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