Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Multitouch-Technologie

Mit einer Geste die Maschine bedienen

Das Interesse der Maschinenbaubranche an Multitouch-Technologie ist enorm, denn sie kann die Bedienung von Maschinen und Anlagen intuitiver, schneller und sicherer machen. Wie sich entsprechende Visualisierungs- und Bedienkonzepte gestalten lassen, zeigt sich an einer Anwendung von B&R für eine Spritzgießmaschine.

Bild: B&R Industrie-Elektronik GmbH

Als die ersten Multitouch-Bildschirme auf den Markt kamen, haben sie innerhalb kürzester Zeit die Bedienung von Konsumelektronik radikal verändert. Plötzlich wurde mit zwei Fingern gezoomt oder die Seiten am Bildschirm wurden per Wischbewegung gewechselt. Die Multitouch-Technologie birgt auch für den Maschinenbau ein enormes Potenzial. Vor allem verspricht sie es, die Bedienung von Maschinen wesentlich benutzerfreundlicher zu gestalten. „Insbesondere in der Kunststoffverarbeitung bieten sich zahlreiche Möglichkeiten, Visualisierungs- und Bedienkonzepte auf völlig neue Beine zu stellen”, sagt Raimund Ruf, Business Manager HMI bei B&R. Für Kunststoffmaschinenbauer hat der Anbieter eine Maschinenvisualisierung entwickelt, die die Anforderun gen an eine moderne und ergonomische Bedienung und Visualisierung adressiert. „Ziel war es, eine Mensch-Maschine-Schnittstelle zu schaffen, die leicht verständlich und deren Bedienung leicht erlernbar ist”, sagt Ruf.

Im 16:9-Format visualisiert

Gleichzeitig sollte die Benutzung schnell und fehlerfrei erfolgen können. Ausgelegt haben die Entwickler die Muster-HMI auf Multitouch Panels und Panel-PCs im Widescreen-Seitenverhältnis von 16:9 für eine Bildschirmgröße von 21,5 Zoll; generell sind die Panels und Panel- PCs aber in Größen von sieben bis 24 Zoll verfügbar. Die Bildschirme sind mit projiziert-kapazitiver Touch-Technologie ausgestattet und verfügen frontseitig über eine durchgängige Glasoberfläche, die leicht zu reinigen ist.

Bedienelemente neu geordnet

Das 16:9-Bildschirmformat ermöglichte es den Entwicklern, Bedienelemente im Vergleich zum 4:3-Format neu anzuordnen. „War bislang die Auswahl der Hauptmenüpunkte meist im unteren Bildschirmbereich zusammengestellt, sind einzelne Menüs nun nebeneinander angeordnet”, sagt Ruf. Die Visualisierung für die Kunststoffindustrie ist dreigeteilt: links die Basiseinstellungen, in der Mitte die Maschinenoptionen und rechts die Menüauswahl. Am linken Bildschirmrand können Basiseinstellungen angezeigt und verändert werden. Neben der Uhrzeit, Benutzeranmeldung und Spracheinstellung befinden sich hier auch die Schaltflächen zum Wechsel des Betriebsmodus und zum Ein- und Ausschalten einzelner Motoren.

Rechts davon schließt sich ein Fenster mit den Haupt-Maschinenoptionen an, welches sich der Auswahl dynamisch anpasst. Angezeigt werden alle Informationen, die für Produktion, Parametrierung, statistische Prozesssteuerung, Energieverbrauch und Wartung nötig sind. Zusätzlich können auch die aktuelle Ablaufsequenz sowie das Rezeptverzeichnis angezeigt werden. Am rechten Bildschirmrand befindet sich die Anwahl der Hauptmenüpunkte. In diesem Bereich werden auch Dokumente oder Illustrationen angezeigt, die nur bei Bedarf eingeblendet werden.

google plus


Das könnte Sie auch interessieren:

Mit einem Manufacturing Execution System lassen sich zahlreiche Prozesse auf Produktionsebene digitalisieren. Doch bevor es an die Implementierung geht, muss eine Lösung gefunden werden, die genau zur eigenen Fertigung passt.‣ weiterlesen

Orange hat 100 Prozent der Anteile an der Basefarm Holding übernommen, einem Anbieter für Cloudinfrastruktur und kritische Applikationsdienste.‣ weiterlesen

Die Tebis Proleis GmbH hat zwei MES-Starterpakete geschnürt, die Fertigungsunternehmen mit Spezialisierung auf Einzelteilefertigung beim Einstieg in die digitale Auftragsbearbeitung helfen sollen. Integraler Bestandteil sind ein virtueller Hallenplan der Fertigung und die Anbindung der Maschinensteuerungen, z.B. visualisiert ein Ampelsystem in Echtzeit den Betriebszustand einer Maschine. ‣ weiterlesen

Die Herausforderung heißt, trotz der sich verändernden Vertriebswege Umsatzsteigerungen zu erzielen. Zwar nutzen laut Umfragen rund 45 Prozent der Vertriebe bereits eine Software für Customer Relationship Management (CRM), doch viele reizen die Datenbasis darin kaum aus, um neue Kanäle zu erschließen.‣ weiterlesen

Das Fraunhofer-Institut für Verkehrs -und Infrastruktursysteme entwickelt gemeinsam mit Partnern aus der Industrie Technologien für autonom fahrende Lkw in Logistikzentren.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige