Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Multitouch für die Werkhalle

An der Mensch-Maschine-Schnittstelle und in der Prozessvisualisierung kann Multitouch-Technik, wie sie von Smart-phones bekannt ist, neue Perspektiven in Sachen Benutzerkomfort eröffnen. Der IPC-Anbieter Bressner bietet die Panel-PC-Serie 'Toucan' mit Multitouch-Display an, die nun auch Modelle mit Ivy-Bridge-Prozessoren umfasst.

Bild: Bressner Technology

Die Toucan Multitouch-Panel-PC des IPC-Herstellers Bressner sind mit USB 3.0 Controller, PCI-Express 3.0 und Direct X 11 sowie Intel Core-Prozessoren ausgestattet. Neben einer verbesserte Schnittstellen-Geschwindigkeit gegenüber den Vorgängermodellen kommen die neuen CPUs mit einer geringeren Leistungsaufnahme aus: Der ‚Thermal Design Power‘-Wert (TDP) liegt bei 17 Watt; entsprechend benötigen die Rechner keinen aktiven Lüfter. Bestückt werden die neuen Modelle in verschiedenen Ausstattungsvarianten mit Intel-Core-Prozessoren i3, i5 oder i7 der neuen Generation. Zur Grundausstattung der Panel-PC-Familie gehören maximal acht Gigabyte DDR3 Arbeitsspeicher, eine Sata-Festplatte oder eine Solid State Disk mit erweitertem Temperaturbereich, ein Mini-PCIE-Slot für Erweiterungskarten, eingebaute Lautsprecher und eine Webcam. Optional werden RFID-Reader, ein Magnetkartenleser und ein 3G-Mobilfunkmodul angeboten. An weiteren Schnittstellen stehen zwei Gigabit-Netzwerk-Ports, ein Parallel-Interface, vier USB 2.0- sowie vier COM- und ein digitaler Port für den Anschluss eines weiteren Displays zur Verfügung. Für den Einsatz in der Automatisierungstechnik bieten sich jene Modelle an, die mit einem 8-36 Volt DC-Eingang ausgestattet sind.

Gesicherter Fernzugriff per Software

Der Anbieter liefert die Panel-PC auf Wunsch konfiguriert mit vorinstalliertem Betriebssystem. Dabei stehen Windows 7 oder Windows Embedded Standard 7 mit vollem Multitouch-Support sowie andere Windows- oder Linux-Distributionen zur Auswahl. Mit den Geräten wird ein zusätzliches Softwarepaket ausgeliefert: Die Fernzugriffsanwendung AMT 8.0 ermöglicht beispielsweise den Zugriff auf Statusinformationen, das Ändern von Konfigurationen sowie das Ein- und Ausschalten des PC per Remote Access. Die Panel-PC lassen sich zudem softwaregestützt verwalten, diagnostizieren und gegebenenfalls auch reparieren. „Insbesondere in der Industrie und in der Automatisierungstechnik existieren eine Vielzahl verschiedener Rechnersysteme und Plattformen“, erklärt Martin Stiborski, Vertriebsleiter bei der Bressner Technology GmbH. „AMT erlaubt es, vernetzte Systeme einfacher zu erfassen, vorbeugend zu warten und zu schützen. Plattformübergreifend kommen nämlich diesselben Tools zum Einsatz.“ So können beispielsweise die ‚Out-of-band‘-Managementfunktionen der Anwendung den Zugriff auf die Systemkonfiguration auch ermöglichen, wenn dieser heruntergefahren wurde oder einen Betriebssystemausfall gemeldet hat. Handelt es sich nicht um einen Hardwaredefekt, kann anschließend die Reparatur erfolgen. Im System hinterlegte Alarmmeldungen und Ereignisprotokolle helfen zusätzlich, Ausfallzeiten zu reduzieren. Eine Warnung erfolgt auch beim Befall durch Schadsoftware: Der ‚System Defense-Manager‘ des Systems kann infizierte Rechner isolieren, bevor sie im Netzwerk Schäden anrichte, die Verantwortlichen alarmieren.

Multitouch-Technologien für den industriellen Einsatz

Der Hersteller bietet seine Systeme mit Displays in Auflösungen bis zu Full-HD und wahlweise mit analog-resistiver oder mit projektiv-kapazitiver Gestenerkennung an. Für die den Einsatz einer analog-resistive Version sprechen die Eignung für Zweihandbedienung, die Unempfindlichkeit der Touchfunktion gegenüber Verschmutzungen und die Bedienbarkeit der Oberfläche mit gewöhnlichen Handschuhen. Blend- und reflexionsarme Darstellung unter breitem Blickwinkel, eine Reinigungsmittel- resistente Glasoberfläche sowie uneingeschränkte Multitouch-Fähigkeit verspricht hingegen die projektiv-kapazitive Variante. Je nach Modell sind Widescreen-Bildschirmdiagonalen von 10,1 bis 21,5 Zoll im realisierbar. „Im industriellen Einsatz ist eine sichere Bedienung das A und O“, sagt Stiborski: „Als Human Machine Interface an Roboterzellen oder an Anlagen der chemischen Industrie hat ein Multitouch-Panel-PC enormes Potenzial. Ob Scrollen in Alarmlisten, Navigieren zwischen Anlagen-bildern ohne Menüs, Zoomen von Messkurven oder Login mittels Verbinden definierter Punkte auf dem Bildschirm.“


Das könnte Sie auch interessieren:

In einer 5. Blitzumfrage des VDMA zeigt sich, dass sich die Lieferketten der deutschen Maschinenbauer nach und nach erholen. Die Branche hat jedoich weiterhin mit Auftragseinbußen zu kämpfen.‣ weiterlesen

Mit Process Mining ermitteln Unternehmen, in welchen Prozessen Sand im Getriebe ist. Da die Methode zwingend datenbasierte Prozesse zur Analyse und Visualisierung voraussetzt, ist dieser Ansatz zwar im ERP-Umfeld zuhause, lässt sich aber hervorragend auf MES-unterstützte Produktionen anwenden.‣ weiterlesen

Immer häufiger werden industrielle Anwendungsfälle mit maßgeschneiderter Technik erprobt. Sven Pannewitz und Tobias Thelemann, Produktmanager bei Reichelt Elektronik, verweisen auf die Beliebtheit von Open-Source-Hardware in solchen Lösungen.‣ weiterlesen

Gesetzlichen Bestimmungen zufolge müssen Hersteller Unterlagen wie CE-Konformitätserklärungen, Atex-Zertifikate oder Werkstoffzeugnisse erstellen. Die Anwendung der im April erschienenen Richtlinie VDI 2770 Blatt 1 soll Prozessabläufe bei der Übergabe von Herstellerinformationen vereinfachen, indem sie einheitlich strukturiert bereitgestellt werden.‣ weiterlesen

Brigitte Falk verantwortet beim Industrie-4.0-Spezialisten Forcam die interne IT sowie das digitale Marketing zur Leadgenerierung. Als CIO/COO berichtet sie an Geschäftsführer (Co-CEO) Oliver Hoffmann.‣ weiterlesen

Nach dem Rückgang im vergangenen Monat legt der Ifo-Geschäftsklimaindex im Mai wieder zu. Dabei haben sich vor allem die Erwartungen für die kommenden Monate verbessert.‣ weiterlesen

Die Corona-Pandemie hat auch die wichtigen Absatzmärkte China, Indien und Brasilien getroffen, wobei aus China wieder positive Signale kommen.‣ weiterlesen

Als Projektträger des Programms 'Go-Cluster' des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie hat die VDI/VDE Innovation + Technik GmbH nach einem Aufruf der Europäischen Kommission mehr als 1.500 eingehende Unterstützungsangebote im Kampf gegen das Coronavirus an die Kommission weitergeleitet.‣ weiterlesen

Erweiterte Realität wird selten für wirklich kritische Anwendungen eingesetzt, etwa im Helm eines Kampfpiloten. Der kostet auch aufgrund von Entwicklungskosten rund eine halbe Million US-Dollar. Ist eine Technologie ausschließlich nach so umfangreicher Anpassung nützlich, wird sie sich in der Fertigungsindustrie kaum durchsetzen. Neue MES-Lösungen zeigen, wie Augmented Reality den Sprung in die industrielle Praxis schaffen könnte.‣ weiterlesen

Im Marktspiegel ‘Business Software PLM/PDM 2020/2021‘ werden mehr als 40 PLM-Lösungen hinsichtlich ihrer Funktionen untersucht.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige