Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Monitoring als Dienstleistung

Hohe Anlagenverfügbarkeit bedeutet bei guter Auftragslage permanente Bereitschaft für die Instandhaltung, was Instandhaltungskosten enorm in die Höhe treiben kann. Eine Kombination aus kontinuierlicher Zustandsmessung und Online-Datenüberwachung durch Fachpersonal kann durch frühzeitige Planung von Instandhaltungseinsätzen und Maschinenstillständen helfen, kurzfristige kostenintensive Personaleinsätze zu vermeiden.

Bild: Prüftechnik

Um eine konsequente Zustandsüberwachung von Maschinen und Anlagen bei vertretbaren Instandhaltungskosten zu realisieren, kann sich für Unternehmen der Einsatz eines Online-Systems mit externem Fachpersonal lohnen. Der Systemanbieter Prüftechnik hat dazu aktuell ein eigenes ‚Online Full Service Programm‘ entwickelt. Die wesentlichen Bestandteile dieser Lösung sind ein schwingungsbasiertes Online-Überwachungssystem und das ‚Service & Diagnostic Center‘, welches die erfassten Daten per Fernzugriff kontinuierlich abfragt, analysiert, bewertet, dokumentiert und abspeichert. Das Dienstleistungszentrum ist mit Fachpersonal besetzt, das regelmäßig durch den Germanischen Lloyd zertifiziert wird. Regelmäßige Zustandsreports und eine E-Mail-Alarmierung bei Grenzwertüberschreitung halten dabei den Anlagenbetreiber kontinuierlich auf dem Laufenden, um seinen Reaktionspuffer sowie die Anlagenverfügbarkeit zu erhöhen – und die Vorhaltung teurer Ersatzteile zu minimieren.

Online-Modell für niedrigere Gesamtbetriebskosten

Aktuell überwacht das Unternehmen rund 500 Windkraftanlagen über Fernzugriff. Das Modell kommt aber auch in vielen anderen Bereichen zur Anwendung, vor allem zur Überwachung von Motoren, Pumpen, Lüftern und einfachen Getrieben. Durch die Kanalvielzahl können mehrere Anlagen gleichzeitig überwacht werden. Die Investition des Anlagenbetreibers beschränkt sich dabei auf die Sensorik sowie die Engineeringleistung zur System-Inbetriebnahme. Die übrigen Komponenten wie Datenlogger und Systemkonfiguration belasten die Startinvestition nicht. Die anschließende Zustandserfassung erfolgt kontinuierlich über das Online Condition Monitoring-System.

Da der Dienstleister die Bewertung des Maschinenzustandes komplett übernimmt, entfallen dabei neben der personalbindenden Datenerfassung-und -auswertung auch die Ausgaben für die notwendige, fachliche Qualifizierung. Eine Vergleichsrechnung auf Grundlage einer Beispielkonfiguration für die Überwachung von vier Pumpenaggregaten zeigt das Einsparpotenzial. Dabei sollen je zwei Motorlager, das Pumpenlager, die Unwucht/Kavitation der Pumpe sowie elektrische Fehler des Motors über einen 12-kanaligen Datenlogger überwacht werden. Insgesamt kommen zwölf Industriesensoren zur Schwingungs- und Wälzlagerüberwachung zum Einsatz, der Fernzugriff erfolgt per Funk. Beim Vergleich der Kosten zeigt sich: Bei einem Betrachtungszeitraum von 3 Jahren entstehen für eine externe diskontinuierliche Offline-Überwachung und ein intern betriebenes Online CMS vergleichbare Kosten. Mit dem Einsatz des Online-Dienstleistungspaketes lassen sich in dem genannten Zeitraum rund 20% der Kosten einsparen.

In fünf Schritten zur Online-Überwachung

Vor der Einführung eines entsprechenden Systems erfolgt zunächst eine Vorortanalyse durch den Anbieter. Dazu werden die gewünschten Überwachungsaufgaben erörtert, die Anlagen besichtigt und die Machbarkeit abgeschätzt. Im nächsten Schritt erfolgt die Angebotserstellung mit der passenden Systemvariante, anschließend unterstützt das Unternehmen den Anlagenbetreiber bei der Installation von Datenlogger und Sensorkomponenten. Nach der Montage erfolgt als vierter Schritt die Systemkonfiguration, bei der unter anderem die zu überwachenden Grenzwerte bestimmt werden, sowie zuletzt die Inbetriebnahme durch das externe Fachpersonal. Anschließend erhält der Anlagenbetreiber einen monatlichen Statusreport. Sobald Grenzwerte während des Betriebs überschritten werden, geht zudem eine entsprechende Warnmeldung per E-Mail nahezu in Echtzeit an das Unternehmen, das dann die entsprechenden Maßnahmen einleiten kann.

google plus


Das könnte Sie auch interessieren:

Der Gedanke hinter dem Internet of Things ist im Grunde einfach: Ansonsten 'stumme' Geräte werden mittels Sensorik und Datenübertragung zum Sprechen gebracht. Das Potenzial ist enorm, wenn etwa Maschinen, Halbzeuge und fertige Produkte ihren Produzenten Hinweise darauf liefern, was sich künftig besser machen ließe.‣ weiterlesen

Das Potenzial des Internet der Dinge für Fertigungsunternehmen ist riesig. Der Prozessverbesserungsansatz DevOps kommt aus der IT-Welt, lässt sich aber hervorragend auf die industrielle IT übertragen, um das IoT-Leistungsversprechen in wertorientierte innovative Services umzusetzen.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige