Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Mobile Endgeräte als Schnittstelle zum Internet

Produktionsmonitoring in der Manufacturing Cloud

Die Debatte um Industrie 4.0 lenkt die Aufmerksamkeit von Produktionsverantwortlichen auch auf das Thema Cloud Computing. Durch die Nutzung cloudbasierter Funktionalität, wie der Erfassung von Kennzahlen mit mobilen Endgeräten und NFC-Tags, können Optimierungsprojekte und das kontinuierliche Monitoring der Produktion umgesetzt und eingeführt werden.

Wie das Beispiel einer Nachverfolgung im Prüflabor zeigt, lassen sich durch den Einsatz mobiler Systeme Kennzahlen vor Ort erfassen und für den übergreifenden Datenaustausch in Produktions- und Wertschöpfungsnetzwerken nutzen. Bild: Xetics

Um sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren zu können, bietet es sich insbesondere für kleine und mittelständische produzierende Unternehmen auch bei der Unterstützung von Produktionsprozessen an, auf externe IT-Ressourcen zurückzugreifen. Um unternehmenskritische IT-Komponenten extern nutzen zu können, müssen diese besonderen Anforderungen im Hinblick auf Sicherheit, Verfügbarkeit und Skalierbarkeit genügen. Erst dann lassen sich die Vorteile einer Cloud auch im Produktionsumfeld nutzen – etwa, um durch die Bereitstellung von Standard-Apps, die zu einem Gesamtsystem kombiniert werden können, die Einführungszeit von Softwarekomponenten zu verringern. Ein weiterer Vorteil dieses modularen Ansatzes ist es, dass bei Bedarf weitere Apps hinzugebucht werden können. Auch Rechen- und Speicherkapazitäten lassen sich durch den Einsatz von Cloud-Technologien als ‚Pay-Per-Use‘-Angebote bedarfsgerecht bereitstellen. Durch den Einsatz klarer Schnittstellen wird der spezifische, unternehmensübergreifende Informationsaustausch für föderative Geschäftsmodelle möglich.

ANZEIGE

Kennzahlen mit NFC und mobilen Endgeräten erfassen

In vielen Fällen setzt die Einführung eines Manufacturing Execution-Systems (MES) eine Anbindung der Maschinen sowie spezieller Scannern oder Eingaben über Terminals voraus. Um die Einführung produktionsnaher IT für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) attraktiv zu machen, versprechen neue Technologien Vorteile: Tags für die Nahbereichsübertragung oder ‚Near Field Communication‘ (NFC) können zur Identifikation von Maschinen und Werkstückträgern genutzt werden. Die Verwendung von mobilen Endgeräten – etwa industrietaugliche Tablets oder Smart Watches – zur Erfassung der Daten aus der Produktion in Kombination mit cloud-basierter Funktionalität kann helfen, eine individuelle System-Instanz adhoc bereitszustellen und die Einführung nach der Anlieferung der mobilen Endgeräte am nächsten Tag zu starten. Die Bedienkonzepte von mobilen Endgeräten sind vielen Mitarbeitern bekannt und können so die Einstiegshürde senken. Durch den Einsatz standardisierter Technologien und Protokolle wie NFC, Wifi oder HTTP/S lassen sich Geräte und Apps zudem kombinieren und ergänzen. Außerdem verspricht der Zugriff auf webbasierte Auswertungsmöglichkeiten, etwa für das Kennzahlen-Reporting, eine Reduktion der erforderlichen Infrastruktur-Investitionen. Verfügt die app-basierte Lösung über die nötige Flexibilität, lassen sich bei Bedarf zu einem späteren Zeitpunkt Maschinen über ihre Steuerungen oder elektrische Signale ergänzend anbinden, Arbeitsanweisungen situationsgerecht anzeigen und Qualitätskennzahlen erfassen.

Flexibler Einsatz von cloudbasierter Funktionalität

Um die Ermittlung von Kennzahlen mit nutzungsbezogener Abrechnung in der Produktion einzusetzen, bietet sich folgendes Vorgehensmodell an:

  1. Miete einer Systeminstanz ‚as-a-Service‘ in einer Cloud-Infrastruktur
  2. Anbringen von NFC-Tags an Anlagen und Werkstückträgern
  3. Erfassen der Fertigungsabläufe über mobile Endgeräten mit Verbindung zur MES-Instanz
  4. Nachverfolgung etwa von Rüsten, Transport, oder Wartung mit NFC-fähigen Endgeräten
  5. Produktionsoptimierung unter Zuhilfenahme der erfassten Kennzahlen
  6. Steuerung der Prozesse durch Arbeitsanweisungen auf mobilen Endgeräten und Erfassung von Qualitätsmerkmalen
  7. Etablierung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP) durch Erfassen von Zusatzinformationen bei Störungen.

Da Cloud-Ressourcen zusammen mit Kapazitätserweiterungen der Produktion skaliert werden können, ermöglicht diese Art der Infrastruktur nicht nur KMU den Einstieg in den umfassenden Einsatz von IT in der Produktion, sondern bietet darüber hinaus die Möglichkeit, in späteren Schritten Maschinen- und Anlagensteuerungen direkt einzubinden und so eine vollwertige Fertigungssteuerung zu etablieren.


Das könnte Sie auch interessieren:

Brauchen Firmen noch ein Manufacturing Execution System, wenn sie ihre Maschinen und Anlagen im Sinne eines Industrial Internet of Things vernetzt haben? Auf den zweiten Blick wird klar: Ja, denn um aus Daten Information zu machen, braucht es Spezial-Software. Veteranen könnte dieser Diskurs an die 90er Jahre erinnern, als Business Intelligence-Systeme ihren Siegeszug feierten.‣ weiterlesen

Beim Mittelstand-Digital Zentrum Klima.Neutral.Digital sollen Unternehmen Hilfestellung auf dem Weg zur Klimaneutralität erhalten. Unternehmen erhalten dort neben Informationen auch Unterstützung bei konkreten Projekten.‣ weiterlesen

Trotz der aktuellen Krisen rechnet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in seiner Prognose nicht mit einem Einbruch am Arbeitsmarkt. Für die Industrie prognostizieren die Forscher jedoch stagnierende Zahlen.‣ weiterlesen

Eine gemeinsame Lösung für sicherheitsorientierte Unternehmen und Behörden ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen Mendix und Stackit. Mendix Low-Code-Anwendungen können so auf der souveränen Stackit-Cloud betrieben werden.‣ weiterlesen

Effizienz und Cybersicherheit sind zwei wichtige Aspekte in der Softwareentwicklung. GitOps ist ein Ansatz, um beides zu verbessern. Zugleich wird die Handlungsfähigkeit von Entwicklungsteams gesteigert.‣ weiterlesen

Mit 84,3 Punkten ist der Ifo-Geschäftsklimaindex auf den tiefsten Stand seit Mai 2020 gefallen. Dabei betraf der Rückgang alle Wirtschaftsbereiche.‣ weiterlesen

Vom 18. bis zum 19 Oktober findet die In.Stand in Stuttgart statt. Fokusthemen der Fachmesse für Instandhaltung und Services sind in diesem Jahr Nachhaltigkeit und Sicherheit.‣ weiterlesen

Das DFKI und das Fraunhofer IML untersuchen in einem Forschungsprojekt, wie künstliche Intelligenz bei der Vergabe von Lehrstühlen und Institutsleitungen unterstützen kann. In der Folge soll ein Portal für Bewerber-Profile entstehen.‣ weiterlesen

Nachhaltigkeit wird oft von den Beteiligten eines Wertschöpfungsnetzwerkes erwartet - und sie kann sich als gewinn- und kostenrelevant darstellen. Um jene Unternehmen zu diesem Wandel zu befähigen, die über begrenzte Ressourcen verfügen, können diese Firmen Ökosysteme etwa mit Zulieferern, Vertragspartnern und Technik-Dienstleistern aufbauen, um kreative Lösungen zu erarbeiten.‣ weiterlesen

Motiviert von der Aussicht auf Effizienz im Produktionsprozess und damit verbundenen Kosten- sowie Wettbewerbsvorteilen, setzen immer mehr Unternehmen auf Technologien wie etwa Sensorik oder künstliche Intelligenz. Und oft fällt das Schlagwort ’Green Manufacturing’. Dabei schauen viele nur auf den unmittelbaren ökologischen und ökonomischen Nutzen. Was oft fehlt, ist die Berechnung der Gesamtbilanz dieser Digitalisierungsmaßnahmen und der Weitblick in Sachen Nachhaltigkeit.‣ weiterlesen

Auf dem Anwenderforum ’Einsatz mobiler Lösungen’ können sich Interessierte vom 8. bis zum 9. November über den Einsatz Technologien wie etwa KI und Augmented Reality in der Instandhaltung austauschen.‣ weiterlesen