Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Mobile Bedienwelten auf Basis von HTML5

Geräteunabhängige Visualisierung

Auch im Produktionsumfeld gewinnen Tablets zunehmend an Bedeutung. Maschinen- und Anlagenbauer stehen bei der Konzeption von Visaulisierungen damit vor der Frage, mit welcher Technologie sich möglichst viele Endgeräte abdecken lassen. Die Smart HMI GmbH stellt dazu eine Lösung vor, die komplett auf HTML5 basiert.

Bild: UID User Interface Design GmbH

Tablets laufen dem PC den Rang ab: Gartner etwa prognostiziert dem Tablet-Markt im Jahr 2014 einen Zuwachs von über 100 Prozent im Vergleich zu den Stückzahlen von 2012. Bald werden mehr Tablets als klassische PCs und Notebooks verkauft. Bis 2016 sollen zudem 40 Prozent der Belegschaft mobil arbeiten. Mobile Computing ist damit der klare Trend. Kein Wunder, dass diese Geräte zunehmend in den Fokus der Automatisierer sowie der Maschinen- und Anlagenbauer rücken, denn technisch ist deren Integration keine große Hürde mehr: Über WLAN-Schnittstelle können ‚Mobile Devices‘ sowohl auf Feldebene mit Steuerungen und Feldgeräten kommunizieren, wie auch auf Leit- und Unternehmensebene mit übergeordneten Systemen. Schritt für Schritt erobern sich die mobilen Geräte industrielle Anwendungsbereiche. Denkbar sind Anwendungen für das vertriebliche Umfeld, für die Produktion, die Betriebsleittechnik sowie für Service und Wartung. Allerdings wurde mit dem Aufkommen der Tablets die Dominanz des Windows-Betriebssystems gebrochen. Auf dem Tablet-Markt gibt es eine deutlich größere Vielfalt an konkurrierenden Systemen.

Eine Frage der passenden Technologie

Jeder Hersteller mobiler Betriebssysteme hat hierzu seine eigene Entwicklungsumgebung oder ‚Software Development Kit‘ (SDKs) geschaffen: Mit dem Android SDK entwickelt der Programmierer in Java. Das User Interface (UI) wird mit XML beschrieben. Apple hat sich im SDK für iOS für die Programmiersprache Objective-C entschieden. Das UI wird dabei mit einem visuellen Editor erstellt. Microsoft hingegen wählt für das Windows Phone C“ und C++. Blackberry-Apps werden wiederum mit Java ME (J2ME) entwickelt. Symbian unterstützt C++, Java sowie Python und Samsungs Bada C++. Für welches mobile Öko-System sich ein Industrie-Hersteller entscheidet, stellt damit eine schwierige Frage dar, weil jede Technologie Vor- und Nachteile mit sich bringt. Und aufgrund der in der Industrie üblichen kleinen Stückzahlen scheidet eine parallele Entwicklung für verschiedene Plattformen in der Regel aus. Der Trend geht daher in Richtung einer Cross-Plattform-Strategie: Hersteller entwickeln mobile HMIs mit einer Technologie, die überall läuft.

Zwischen Webstandard und Cross-Compiling

Für die Cross-Plattform-Strategie gibt es zwei Herangehensweisen: Zum einen Web Apps, die mit HTLM5 entwickelt werden, zum anderen sogenannte Cross Compiler (CC), welche von einer Sprache aus in die Sprachen der verschiedenen mobilen Betriebssysteme übersetzt werden. Dazu zählen etwa:

  • ‚Appcelerator‘ für die Systeme iOS, Android und Blackberry
  • ‚Unity 3D‘ für iOS, Android, Windows Phone und Blackberry
  • ‚Mono Touch‘ für iOS und Android
  • ‚Qt’für iOS, Android, Symbian, Blackberry, Windows Phone sowie Bada

Cross Compiler unterstützen jedoch in der Regel nur einen Teil der mobilen Systeme. Beim Erzeugen des Codes können für einzelne Betriebssysteme Fehler auftreten, deren Reparatur aufwändig und nicht immer mit eigenen Mitteln lösbar sein kann. Zudem können Updates der Betriebssysteme erst genutzt werden, wenn die Cross Compiler angepasst sind. Hinzu kommt, dass die Systemanbieter in der Regel wenig Augenmerk auf den Industriemarkt haben. Der zweite Ansatz, eine App mit HTML5 zu entwickeln, ist universeller: Hier setzen die Nutzer auf einen offenen Web-Standard, der von allen mobilen Betriebssystemen unterstützt wird, da HTML5 im Webbrowser ausgeführt wird. So kann die mobile Anwendung wie eine Webseite über das Internet via URL bereitgestellt oder als Web-App ‚verpackt‘ in den jeweiligen App Store gestellt werden.


Das könnte Sie auch interessieren:

Mehr als eine Milliarde Schadprogramme verzeichnet das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik im aktuellen Lagebericht. Und auch die Corona-Pandemie wirkt sich auf die aktuelle Sicherheitslage aus.‣ weiterlesen

Eine Voraussetzung bei der Entwicklung von industriellen KI-Anwendungen sind ausreichende Daten. Diese sind jedoch nicht immer in der benötigten Menge, Qualität oder Struktur vorhanden. Anhand eines konkreten Beispiels erläutert dieser Beitrag, wie sich ein Data Lake anlegen und mit Daten füllen lässt, bis er ein Fundament für quasi beliebige KI-Applikationen bildet.‣ weiterlesen

CIOs setzen auf Automatisierung und KI, um wachsende Kluft zwischen begrenzten IT-Ressourcen und steigender Cloud-Komplexität zu überbrücken. Dies geht aus einer Studie von Dynatrace hervor.‣ weiterlesen

Zahlreiche Geräte verbinden sich heutzutage mit dem Firmennetzwerk. Neben offensichtlichen Geräten wie Büro-PCs und Maschinensensoren gibt es meist auch solche, die keiner auf dem Radarschirm hat. In diesem verborgenen Internet of Things könnten Einfallstore für Cyberkriminelle sein.‣ weiterlesen

Die Erwartungen an die wirtschaftliche Entwicklung gehen laut aktueller ZEW-Zahlen im Oktober zurück. Die Einschätzung der aktuellen konjunkturellen Lage hat sich jedoch erneut verbessert.‣ weiterlesen

Die MPDV hat seit Oktober drei neue Geschäftsführer. Nathalie Kletti, Thorsten Strebel und Jürgen Petzel stehen an der Spitze des Unternehmens.‣ weiterlesen

Die Verschmelzung von Operational Technology (OT) und IT bietet Vorteile. Um sie zu nutzen, müssen sich Fabrikbetreiber aber zunächst mit einem tragfähigen IT-Sicherheitskonzept befassen. Die Eckpfeiler sind Transparenz, Kontrolle und Reaktionsfähigkeit.‣ weiterlesen

Bild: DSAG Deutsche SAP Anwendergruppe e.V.

Im Rahmen der Mitgliederversammlung der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG) wurden im Vereins- und Fachvorstand insgesamt neun Positionen neu oder wieder besetzt. Unter anderem ist Jens Hungershausen neuer Vorstandsvorsitzender. ‣ weiterlesen

Der Maschinen- und Anlagenbauer Dürr beteiligt sich an der Industrial Cloud von Volkswagen und AWS. Zuerst werden Teile des DXQ-Portfolios über die Cloud bereitgestellt. Volkswagen-Werke und Partnerunternehmen des Autobauers können die Lösungen dann ähnlich wie aus einem B2C-App Store beziehen und etwa zur Produktionsoptimierung einsetzen. Der Maschinen- und Anlagenbauer verspricht sich vom Projekt hingegen, das Feedback der Anwender zur Verbesserung der eigenen Applikationen nutzen zu können.‣ weiterlesen

Die Planung der Produktion kann das Personal einige Zeit kosten. Warum also nicht eine künstliche Intelligenz einsetzen, um die Planer zu unterstützen? Auf diese Weise gelang es dem Verpackungs-Spezialisten Constantia Teich, die Termintreue zu erhöhen.‣ weiterlesen

Inmitten der sich verschärfenden Wirtschaftskrise wenden sich immer mehr Industrieunternehmen dem Industrial Internet of Things (IIoT) zu, um ihre Anlagen aus der Ferne zu überwachen und ungeplante Ausfallzeiten zu verhindern. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Nachrüstung alter Anlagen.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige