Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Metallverarbeitung

Reporting per IPC

Es herrschen raue Umgebungsbedingungen, wenn bei der Grohe AG aus flüssigem Metall Hochglanz-Armaturen gefertigt werden. Dabei setzt das Unternehmen für die Unterstützung einer reibungslosen Fertigung auf robuste Industrie-PC. Die Datenerfassungsterminals zeigen Störungen sofort an und unterstützen so das Online-Reporting über den Fertigungsablauf. Auch die Darstellungsqualität spielt eine wichtige Rolle, damit Mitarbeiter auch aus der Entfernung schnell auf Störfälle reagieren können.

Bild: Advantech-DLoG

Grohe fertigt an seinen Standorten in Porta Westfalica, Hemer, Lahr und dem portugiesischen Grohe-Werk Armaturen und Brausen für Bad und Küche, Automatik-Armaturen für den gewerblichen und öffentlichen Bereich sowie Installations- und Spülsysteme. Mehr als 300 Fertigungsmaschinen waren mit älteren Industrie-PC des Anbieters Advantech-DLOG in die Produktionsnetzwerke eingebunden und haben Steuerungssignale von SPS und anderen Steuerungsrechnern übernommen. Derzeit sind jeweils bis zu zwölf Maschinen an ein Terminal angeschlossen.

Die Fertigungsabläufe organisiert das Unternehmen über sein Enterprise Resource Planning-System (ERP) und verwendet als Steuerprogramm ein Manufacturing Execution-System (MES), das unabhängig von der Geschäftslösung arbeitet. Dadurch können aktuelle Ist-Daten aus dem Fertigungs-, Personal- und Qualitätsbereich erfasst, zeitnah an die ERP-Module weitergeleitet und den Mitarbeitern von Grohe zur Verfügung gestellt werden.

Vor etwa einem Jahr hat das Unternehmen im Zuge eines Release-Wechsels der Software einen größeren Modernisierungsschritt unternommen und ist auf neue Fertigungscomputer als Terminals für die Maschinendatenerfassung (MDE) umgestiegen, um Rechenleistung und Visualisierungsfähigkeiten der Hardware an das Leistungsspektrum der neuen Lösung anzupassen.

Die Industrie-PC, auf denen die ERP- beziehungsweise MES-Lösungen laufen, müssen ein lückenloses Reporting über den Fertigungsprozess liefern. Nur so können Störungen oder Störgründe und damit zeitliche Verzögerungen sofort erkannt und behoben werden. Der Ablauf im täglichen Betrieb beginnt mit der Anmeldung an das System und der Erkennung des aktuellen Status des Maschinenzustandes, darunter Stillstand, Rüsten, Produktion oder Störungen.

Ab Produktionsbeginn werden Stückzahlen mittels Hardware-Signale automatisch von der Fertigungsmaschine an den Industrie-PC und damit auch an die MES-Software gemeldet. Werkzeugdefekte oder andere Störungen werden ebenfalls automatisch erfasst und visualisiert. Parallel zum kontinuierlichen Maschinenreporting erfolgt die Auftragsfortschreibung durch die Anbindung an das übergeordnete ERP-System. So kann das zuständige Planungsteam den Auftragsstand jederzeit abfragen.

Raue Umgebung stellt hohe Anforderungen

Bei der Auswahl der neuen Industrie-PC stellte die raue Produktionsumgebung des Unternehmens hohe Anforderungen an die Hardware: Öl- und Säurebeständigkeit, Unempfindlichkeit gegen Staub, Metallspäne und Flüssigkeiten sind beim Einsatz in der metallverarbeitenden Fertigung Pflicht. Denn ein Computerausfall könnte im schlimmsten Fall dem gesamten Fertigungsprozess zum Erliegen bringen. Daneben sind starke Temperaturschwankungen an der Tagesordnung und müssen von den IPC problemlos verkraftet werden, denn in der Nähe der Schmelzöfen im Gusstechnik-Bereich kann es äußerst heiß werden. Eine weitere zentrale Anforderung betraf die 15 Zoll großen Displays der Terminals. Die Anzeigen müssen eine hervorragende Farbdarstellung bieten, um Werkzeugdefekte oder Störungen sofort zu visualisieren. Zudem sollten sie dem rauen Umgang der Mitarbeiter in der Fertigung gewachsen sein, also bruchsicher, kratzfest und gleichzeitig einfach per Touch-Screen zu bedienen sein. Das Betriebssystem Windows XP Professional sowie eine standardisierte und hochzuverlässige Netzwerkanbindung waren zwei weitere Kriterien, die die neuen Industrie-PC bei Grohe zum damaligen Zeitpunkt erfüllen mussten.


Das könnte Sie auch interessieren:

Nach Analysen des B2B-Netzwerks Tradeshift hat sich das Auftreten der Omicron-Variante im vierten Quartal negativ auf die globalen Lieferketten ausgewirkt, jedoch nicht so stark wie vorherige Infektions-Wellen.‣ weiterlesen

Open Mind übernimmt die Mehrheit am MES-Hersteller Hummingbird Systems. Die CAD/CAM-Lösung von Open Mind wurde bereits im Rahmen einer Zusammenarbeit in das MES von Hummingbird integriert.‣ weiterlesen

Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) sind durch die Corona-Pandemie bisher 350Mrd.€ an Wirtschaftsleistung verloren gegangen. Im ersten Quartal dieses Jahres gehen die IW-Experten von einem weiteren Verlust von 50Mrd.€ aus. Die Erholung werde Jahre dauern.‣ weiterlesen

Umstellung auf S/4Hana ja, aber keine Zeit für die Vorbereitung. So sieht es die Mehrheit der befragten Unternehmen in einer Studie des Analystenhauses Techconsult. Bei 90 Prozent der Studienteilnehmer bemängeln zudem fehlende Informationen und Hilfestellung.‣ weiterlesen

Angestellte im Einkaufs- und Beschaffungsmanagement erleben gerade turbulente Zeiten. Zu den unerwarteten Ereignissen in den Lieferketten werden 2023 neue Gesetze Dynamik ins Supply Chain Management bringen. Mit einem standardisierten Auditierungsverfahren für Lieferanten kann eine Software von Innolytics viel Arbeitslast abnehmen.‣ weiterlesen

Daten eingeben, verifizieren, vergleichen, ändern und Informationen aus unterschiedlichen Systemen zusammenführen - auch solche Aufgaben müssen erledigt werden. Aber nicht unbedingt von Menschen. Bei Routinearbeiten kann die robotergesteuerte Prozessautomatisierung helfen, Fehlerquoten manueller Arbeit zu verringern und menschliche Ressourcen freizusetzen.‣ weiterlesen

Im Forschungsprojekt ’OpenGPT-X’ soll ein KI-Sprachmodell für Europa entstehen. Unter der Leitung der Fraunhofer-Institute für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS und für Integrierte Schaltungen IIS entwickelt ein Konsortium aus zehn Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Medienbranche die neue Sprach-KI.‣ weiterlesen

Die Vernetzung von Maschinen in der Produktion ist ein wichtiger Schritt zu ihrer optimalen Auslastung für die Materialbearbeitung und um eine konstant hohe Bearbeitungsqualität sicherzustellen. Die Oberflächenbearbeitungsmaschinen der Marke Peter Wolters, zugehörig zur Markenfamilie der Precision Surfacing Solution Gruppe, bieten das Potenzial, Fertigungsprozesse deutlich effizienter zu gestalten. Softwarespezialisten wie Macio unterstützen bei IIoT und den Prozessverbesserungen.‣ weiterlesen

In einem Acatech Impuls mit dem Titel ’5G in der Industrie’ zeigen die Projektbeteiligten auf, welche Maßnahmen nötig sind, um der Technologie zum Durchbruch zu verhelfen.‣ weiterlesen

SwissDrives hat eine groß dimensionierte Antriebslösung für eine komplexe Käsepflegeanlage in Österreich entwickelt. Einen Bestandteil des Automatisierungskonzepts bilden 40 Frequenzumrichter mit integrierter ProfiNet-Optionskarte von Yaskawa.‣ weiterlesen

Das Umweltbundesamt (UBA) hat seine finalen Berechnungen zum Emissionsausstoß 2020 an die Europäische Kommission übermittelt. Demnach ist der Ausstoß insgesamt zurückgegangen. UBA-Präsident Dirk Messner geht jedoch davon aus, dass der Rückgang nicht von Dauer sein wird.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige