Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Mensch und Maschine in der Industrie

Kontinuierliche Prozesse für Sicherheit und Qualität

Die Automatisierungstechnik steht vor einem Umbruch: Das 'Internet der Dinge' treibt die Entwicklung in Richtung der 'Vierten Industriellen Revolution' voran. Anlagen, Maschinen, Produktionsteile und Fertigprodukte sollen in Zukunft über eigene IP-Adressen kommunizieren. Gleichzeitig zeigt sich bei Informations- und Kommunikationsprozessen mit menschlicher Beteiligung, etwa in den Bereichen Sicherheit und Qualitätssicherung, eher selten der Trend zu umfassender Prozessautomation. Dabei lässt sich gerade in diesem Umfeld ein hohes Maß an Effizienzpotenzial erschließen.

Bild: Fasihi

Die Zielsetzung jeder Produktionsabteilung lässt sich zusammenfassend als ‚Gesteigerter Output mit optimaler Qualität bei höchstmöglicher Sicherheit für die Beschäftigten‘ beschreiben. Doch gerade Qualitätssicherung und Arbeitssicherheit sind mit viel Informations- und Dokumentationsaufwand für die Mitarbeiter verbunden und können schnell das erste Ziel – die Produktivitätssteigerung – behindern: Betriebsanweisungen müssen verteilt, Sicherheitsrichtlinien unterwiesen werden; Gefährdungen müssen erkannt, eingeschätzt und behoben werden. Hinzu kommt die Koordination von Maßnahmen aus Qualitätsmanagement und laufenden Zertifizierungen; Termine für Audits und Gesundheitsuntersuchungen wollen koordiniert und Schichten geplant werden.

Über allem schweben dann noch die gesetzliche Nachweispflicht und die geforderten Dokumentationen gegenüber Prüfinstanzen wie Auditoren oder Berufsgenossenschaften. Als Bindeglied all dieser Anforderungen dienen Mensch-zu-Mensch-Informationen, die in vielen Fabriken noch klassisch in Papierform oder mit Hilfe von Excel-Tabellen verwaltet werden. Dies steht in gravierendem Kontrast zum hohen Automatisierungsgrad auf Maschinenebene. Die Kluft wird im digitalisierten High-Tech-Zeitalter einer Industrie 4.0 voraussichtlich weiter auseinander klaffen, wenn nicht rechtzeitig für Abhilfe gesorgt wird.

Unproduktive Informationsaufgaben automatisieren

Oft sind die tatsächlichen Zeiten, die im Betrieb für unproduktive Informationstätigkeiten aufgewendet werden, nicht bekannt. Dazu zählen etwa die Dokumentation erbrachter Schritte zur Gefahrenprävention, Nachweise zu erfolgten Unterweisungen oder auch Prozessdokumentationen für Auditierungen. Diese Maßnahmen dienen sowohl der Sicherheit der Mitarbeiter als auch der Qualität der Produktion; viele sind zum großen Teil vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Dennoch sind es zunächst Aufwände, die zu Lasten der Bruttoarbeitszeit gehen.

Ein digitales System kann diese Aufgaben unter Ausnutzung intelligenter Webtechnologien automatisieren – ähnlich dem Konzept des ‚Internet der Dinge‘. Ein solches ‚Web der Menschen‘, das Kommunikationsprozesse steuern hilft und Informationen im Unternehmen intelligent vernetzt, kann durch den Wegfall von manuellen Informations-, Kommunikations- und Dokumentationstätigkeiten hohes Produktivitätspotenzial freisetzen.

Kontinuierliche Prozesse für Qualität und Arbeitssicherheit

Im Bereich des Qualitätsmanagements sind die Anforderungen in den letzten Jahren enorm gewachsen. Deshalb beschäftigen sich diverse Arbeitskonzepte und Philosophien seit Jahrzehnten mit der Gestaltung einer erfolgreichen Qualitätsverbesserung. Die bekanntesten verstehen eine nachhaltige Strategie als einen kontinuierlichen Prozess: Verbesserungen erfolgen in kleinen Schritten, in Teamarbeit, unter Einbeziehung möglichst aller Mitarbeiter und Fachkräfte im Unternehmen sowie in stetiger Überprüfung durch Audits.

Ähnlich sind die Grundlagen für kontinuierliche Verbesserungsprozesse (KVP), Kaizen oder der Plan-Do-Check-Act-Zyklus (PDCA) gestaltet. Das Prinzip lässt sich auch auf die stark reglementierte Arbeitssicherheit anwenden, welche Prävention und Reaktion umfasst. Zur präventiven Strategie gehören unter anderem eine umfassende Gefährdungsbeurteilung, eine verständliche, rechtskonforme Unterweisung, leicht auffindbare Gefahrstoffbeschreibungen und die Verwaltung von Gesundheitsuntersuchungen.

google plus


Das könnte Sie auch interessieren:

2017 führte Benteler für die Division 'Automotive' die 3DExperience Business-Plattform von Dassault Systèmes ein. Am Rande des 3DExperience Forums in Leipzig berichtet Daniel Pöttgen, Leiter der CAD Abteilung bei Benteler Automotive, wie der Rollout gelang.‣ weiterlesen

Für eine zukunftsfähige Positionierung des eigenen Unternehmens geht es um mehr als die Entwicklung innovativer Produkte. Im Zeitalter der Digitalisierung helfen neue Geschäftsmodelle dabei, am Markt zu bestehen. Ein Beispiel dafür ist die digitale Plattformökonomie.‣ weiterlesen

Autocad 2019 und Autocad 2019 LT sind seit kurzem verfügbar. Autocad 2019 bietet ab sofort allen Nutzern Zugriff auf sieben spezialisierte Werkzeugpaletten. Bisher mussten sie die Toolsets Architecture, Mechanical, Electrical, Map 3D, MEP, Raster Design und Plant 3D separat abonnieren. Nun können Anwender für die Umsetzung ihrer Projekte direkt aus über 750.000 intelligenten Objekten, Materialien, Bauteilen, Funktionen und Symbolen wählen.‣ weiterlesen

Mit dem Manufacturing Execution System von GRP hat die Geberit Produktions AG ihre Abläufe optimiert und die Produktionskapazität deutlich erhöht. Ausgangspunkt war eine einfache Betriebsdatenerfassung an einzelnen Maschinen.‣ weiterlesen

Die Dalmec GmbH hat ihr Portfolio an pneumatischen Handhabungs-Manipulatoren mit modularem Aufbau auf den Einsatz in der Getränke und Lebensmittelindustrie eingerichtet.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige