Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Mensch-Maschine-Interaktion

Produktionsplanung zugänglich simulieren

Die Aufgaben von traditionellen Produktions- und Wissensarbeitern wachsen zunehmend zusammen, was für den Mitarbeiter eine steigende Komplexität der Datenverarbeitung bedeutet. Ein besonderes Entwicklungspotenzial bietet die Mensch-Systeme-Schnittstelle der eingesetzten Simulationssoftware in der Produktion, die den Anwender vorausschauend unterstützt. Bei den vorgestellten Konzepten werden die Ansätze der Systemintelligenz eingesetzt: für die anwenderangepasste Suche und Hilfe, für die schrittweisen Anleitungen bei der Simulation und für die nutzerorientierten Ergebnisdarstellungen. Diese Konzepte der vorausschauenden Unterstützung sollen dazu beitragen, die Kommunikation zwischen Mitarbeiter und System in der Produktion effektiver und effizienter zu gestalten.

Auf alle Kommunikationsumgebungen mit implizitem und explizitem Informationsaustausch verteilt:
Die System-, Nutzer- und Informationsanforderungen zur Mensch-System-Interaktion einer Simulationssoftware. Bild: © bigpa / Fotolia.com

Um auf dem globalen Markt langfristig erfolgreich wirtschaften zu können, sind produzierende Unternehmen auf eine bestmögliche Planung und Vorbereitung ihrer Produktion angewiesen. Die Tätigkeiten im Rahmen dieser Kernprozesse Planung und Vorbereitung beziehen sich auf Aktivitäten, die vor dem tatsächlichem Fertigungs- oder Montageprozess stattfinden. Auf Basis der strategischen Unternehmens- und Produktplanung werden operative Maßnahmen geplant. Eine der Hauptaufgaben ist dabei der Produktionsplanungsprozess, der mit einem Simulationswerkzeug realisiert werden kann.

Der Mensch ist entscheidend

Der Mensch ist häufig der entscheidende Akteur bei dieser operativen Produktionsplanung und Arbeitsvorbereitung. Daher spielt in diesem Simulationswerkzeug eine benutzerfreundliche Kommunikationsschnittstelle zwischen Anwender und System eine wichtige Rolle. Eine Definition der Mensch-System-Interaktion stellt die ISO 9241-110 wie folgt dar: ‚ein Dialog zwischen einem Benutzer und einem interaktiven System in Form einer Folge von Handlungen des Benutzers (Eingaben) und Antworten des interaktiven Systems (Ausgaben), um ein Ziel zu erreichen‘. Ein Model der Mensch-Computer-Interaktion nach Fischer (1983) beschreibt das System als einen Kommunikationspartner des Anwenders mit einem impliziten und einem expliziten Informationsaustausch. Ein impliziter Austausch wird durch kontextbezogene Daten und systemautomatische Handlungen ausgelöst, ein expliziter Datenaustausch findet durch den Mausklick, die Tasten- und Informationseingabe statt. Zu berücksichtigen sind dabei die unterschiedlichen Umgebungen nach Williamson (1981) bei der Kommunikation zwischen Anwender und System:

  • organisatorische Umgebung beschreibt die Kommunikation zwischen den Mitarbeitern
  • arbeitstechnische Umgebung beschreibt die Hardware mit Eigenschaften und Leistungen (Workstation, Maus et cetera)
  • anwendungsabhängige Umgebung beschreibt nutzerspezifische Systemeinstellungen (Administratorenrechte, Editorrechte et cetera)
  • sitzungsabhängige Umgebung beschreibt die Dialogeinstellungen eines Softwarewerkzeuges in Zusammenhang mit der auszuführenden Aufgabe (eingeblendete Funktionen, Menüs, et cetera)
Soll möglichst schnell produziert werden oder sollen die Maschinen möglichst geringen Leerlauf haben? Anwender sollen die Verwendung der Funktionen der Konzepte selbständig steuern. Bild: © Ingo Bartussek / Fotolia.com


Das könnte Sie auch interessieren:

Mit einem leichten Anstieg um 0,1 Punkte gegenüber dem Vormonat zeigt sich das IAB-Arbeitsmarktbarometer im Oktober stabil.‣ weiterlesen

Der Verkaufswert von professionellen Servicerobotern ist weltweit um 32 prozent auf 11,2 Milliarden US-Dollar gestiegen (2018-2019). Im laufenden Jahr bekommt der Markt weitere Impulse von der COVID-19-Pandemie: Das zeigt beispielsweise die große Nachfrage nach Desinfektionsrobotern, Logistikrobotern in Fabriken und Lagerhäusern oder nach Robotern für die Zustellung von Waren bis an die Haustür.‣ weiterlesen

Der Schweizer Automobilzulieferer Feintool setzt bei seinem weltweiten Vertrieb auf Dynamics 365 Sales. Doch der Markt ist komplex und vor allem bei der Preisbildung ist Fingerspitzengefühl gefragt. Das digitale Rückgrat dieser Aufgabe bildet die CRM-Software von Microsoft, die nach einem Upgrade eine 30 Prozent schnellere Preiskalkulation ermöglicht.‣ weiterlesen

Kabellose Kommunikation in der Industrie ist oft limitiert - sei es durch die endliche Anzahl der nutzbaren Geräte oder die Menge der übertragbaren Daten. Mit 5G sollen solche Probleme bald der Vergangenheit angehören. Vielerorts können private Kommunikationsnetze, sogenannte Campusnetze, eine sinnvolle Lösung sein. Doch in welchen Szenarien nutzen solche Netze und vor allem, was kosten Einrichtung und Betrieb?‣ weiterlesen

Erstmals nach fünf Anstiegen in Folge ist der Ifo-Geschäftsklima-Index im Oktober wieder gesunken. Im Verarbeitenden Gewerbe liegt der Geschäftsklimaindikator allerdings erstmals seit Juni 2019 wieder im positiven Bereich.‣ weiterlesen

Die europäischen Produktionsstandorte des Embedded-Spezialisten Kontron sollen zu einem EMS/ODM-Verbund zusammengeschlossen werden.‣ weiterlesen

Im Rahmen einer Partnerschaft vertreibt Siemens zukünftig die Lösung Moby.Check des Digitalisierungsspezialisten Log.Go.Motion.‣ weiterlesen

Der Softwarekonzern SAP hat seine Zahlen für das dritte Quartal 2020 veröffentlicht. Demnach erzielte der Softwarekonzern weniger Umsatz als noch im Vorjahresquartal. Das Cloudgeschäft legte hingegen zu.‣ weiterlesen

Die Komplexität vieler Produkte erfordert mehr denn je die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Produktentwickler und eine engmaschige Kundenkommunikation. Dabei fokussiert die kollaborative Engineering-Software auf dem Markt bislang meist das Projektmanagement und die Verwaltung von Design-, Entwicklungs- und Fertigungsdaten. Virtual-Reality- und Augmented-Reality-Technologie kann die Zusammenarbeit wirkungsvoll um visuelle Aspekte ergänzen.‣ weiterlesen

Zum 1. November wird Dr. Marianne Janik die Leitung von Microsoft Deutschland von Sabine Bendiek übernehmen, die zu SAP wechseln wird.‣ weiterlesen

Unter der Überschrift ‘KI-noW‘ (Künstliche Intelligenz (KI) für eine nachhaltig optimierte Wertschöpfung) wollen Forscher des Fraunhofer IPA neueste Erkenntnisse der angewandten Forschung in die industrielle Praxis überführen. Zur Veranschaulichung zeigt ein extra eingerichteter Showroom eine Auswahl an Demostationen. ‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige