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Mehr Flexibilität durch mobilen Systemeinsatz

Für Anlagenbetreiber ist es äußerst wichtig – und rechtlich zwingend – dass der tatsächliche Stand einer laufenden Anlage immer ausreichend dokumentiert vorliegt. Zudem müssen Wartungsintervalle eingehalten und dokumentiert werden, ebenso wie selbstverständlich jede vorgenommene Veränderung. Doch meist greifen Mitarbeiter beim mobilen Einsatz in Wartung und Instandhaltung nicht auf Live-Datenbestände zu. So ist zum einen nicht sicher, dass es sich um den letzten Stand handelt und zum anderen keine unmittelbare Aktualisierung der Dokumentation möglich. Abhilfe verspricht die enge Integration des mobilen Wartungssystems mit der zentralen Engineering-Datenbank.



Bild: Aucotec

Wenn Maintenance-Mitarbeiter für die Wartung und Instandhaltung einer Anlage mit mobilen Geräten ausgestattet wurden, so sehen sie auf der tragbaren Hardware vielfach nur die Kopie eines zu einem bestimmten Zeitpunkt eingefrorenen Dokumentationsstands ihrer Anlage. Bei der Übertragung solcher ‚lebloser‘ Kopien des Dokumentationsstands auf beispielsweise einen Wartungs-Laptop sollte daher unbedingt sichergestellt werden, dass es sich um die aktuelle Version handelt.

Hat der Service seine Wartungsinformationen auf dem Mobilgerät eingetragen, müssen die Informationen aus dem Laptop später in den dann gültigen ‚As-built‘-Stand der Dokumentation übertragen werden. Abgesehen vom Zeitaufwand entstehen dabei typische Fehlerquellen durch die manuelle Datenübertragung und zeitversetzte Synchronisation. Um online Zugriff auf aktuell gültige Daten und Eintragungen in die laufende Dokumentation in einem sicheren Rahmen zu unterstützen, bietet Aucotec daher eine neue Anwendung oder ‚App‘ für Mobilgeräte an.

Im Zusammenspiel mit der datenbankbasierten Software-Plattform Engineering Base (EB) des Systemanbieters entsteht so eine Lösung, die die Vorteile aktueller Technologien wie Private Cloud im Sinne einer ‚Infrastructure as a Service‘ (IaaS) sowie einer App für Engineering und Maintenance von Maschinen, Anlagen und mobilen Systemen zur Verfügung stellt. „Die Dreischicht-Architektur von EB ermöglicht nicht nur den besonders flexiblen Einsatz vom Einzelplatz bis hin zur globalen Enterprise Solution, sondern unterstützt auch das Konzept des Cloud Computings und den Einsatz einer echten Engineering-App, die in die reale Anlagen-Dokumentation führt und nicht nur auf eine Anbieter-Webseite“, erläutert Norbert Ott, Produktmanager der Engineering-Plattform in der Aucotec-Zentrale Hannover.

Die App erlaube den Wartungsmitarbeitern, mit den aktuellen Live-Daten zu arbeiten – ohne lästige und fehlerbehaftete doppelte Eintragungen, ohne aufwändige Datenabgleiche und ohne den aus Sicherheitsgründen nicht optimalen E-Mail-Versand von Daten. Nach Angaben des Produktmanagers kann der Einsatz der Lösung auf diese Weise dazu beitragen, Zeit und gegebenenfalls teure Stillstandskosten einzusparen.

Weiterentwicklung zusammen mit Anwendern

Die Engineering App soll eine wichtige Verbesserung des Betreiberzugriffs auf Anlagendaten schaffen und ist zunächst ausgelegt auf Android-Betriebssysteme. Aber auch eine Anpassung an IOS und andere mobile Betriebssysteme ist möglich. Der fertige Prototyp für die mobile Anwendung wird in Zusammenarbeit mit interessierten Anwendern weiterentwickelt. „Wir wollen praxisgerecht entwickeln, daher haben wir zunächst einmal die technischen Voraussetzungen und den Rahmen geschaffen. Die ersten Nutzer können den weiteren Weg dieser Entwicklung wesentlich mitbestimmen“, erklärt der Produktmanager. Dabei seien leicht handhabbare App-Lösungen denkbar, die vom ‚Dashboard‘-Projektüberblick bis hin zu Wartungsanwendungen für den Einsatz direkt von mobilen Geräten aus reichen.

Anlageninformationen im Blick: Durch den Zugriff auf eine zentrale Datenbasis können Anlagen- und Maintenance-Dokumentation auf dem aktuellen Stand gehatlen werden. Bild: Aucotec

Flexibilität durch Web Services

Die Anwendung kommuniziert über Hypertext Transfer Protocol Secure (HTTPS) und Javascript Object Notation (JSON) als kompaktes Datenformat mit dem EB Web Service. Der Web Service kann die mit dem Engineering-System erarbeiteten Daten für Endgeräte aufbereiten und für weitere Applikationen zugänglich machen. „So wird das Service-Personal deutlich flexibler, denn der tatsächliche ‚As-built‘-Stand einer Anlage, der nächste Wartungstermin eines Gerätes, eine Montageanleitung oder Details zu einem angeschlossenen Kabel samt Ziel lassen sich je nach Bedarf direkt vom mobilen Gerät aus der EB-Datenbank abrufen, egal wo sich der Nutzer gerade befindet“, erläutert Ott.

Auch wenn der Service unvorhergesehen an eine andere Stelle der Anlage oder zu einem anderen Kunden gerufen wird, verspreche der Einsatz der App Vorteile – denn der Wartungsmitarbeiter kann sich jederzeit vor Ort die benötigten Informationen online auf sein Endgerät holen. Wenn es nötig ist, kann der Anwender auch der Spur eines Kabels im Stromlaufplan von Anfang bis Ende folgen – oder sich die Verlegung über Listen oder den Explorer anzeigen lassen. Zudem erlaubt die App, Wartungsaufträge zu erstellen oder zu bearbeiten. Die Maintenance-Informationen werden dazu direkt in die Datenbank des Engineering-Systems eingetragen. Dabei behält der Konstrukteur im Unternehmen immer die Hoheit über die Daten und bestimmt, welche Änderungen aus der Wartung in die zentrale Datenbasis übernommen werden und welche nicht.

Scannen statt suchen

Einen weiteren Funktionsbaustein der App stellt das schnelle Finden von Geräten im Plan dar. Voraussetzung dafür ist die Ausstattung der Geräte in der Anlage mit einem QR-Code, der sich über die eingebaute Kamera etwa eines Tablet-PC ablesen lässt. Die im Code enthaltenen Informationen führen den Maintenance-Anwender dann ohne den Rückgriff auf Suchmasken auf die entsprechende Geräte-Darstellung im Plan und zu angeschlossenen Informationen. Ott führt aus: „Bei der herkömmlichen Suche über die Betriebsmittel-Kennzeichnung muss der Anwender zum einen die Bezeichnung korrekt eingeben, zum anderen kommt man meist erst über diverse Auswahllisten ans Ziel. Besonders bei komplexen Anlagen lässt sich über das Scannen des Codes enorm viel Zeit sparen.“ Darüber hinaus kann die Funktion genutzt werden, um den jeweiligen Anwender per Code zu identifizieren und anzumelden – was weitere Vorteile im Hinblick auf Sicherheit und Überblick im Maintenance-Bereich eröffnet.

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