Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Maschinenüberwachung per Smartphone

Um Maschinen und Anlagen per Smartphone überwachen zu können, muss auch die passende Netzwerktechnik zur Verfügung stehen. Eine gut abgestimmte Systemlösung von der Steuerung über den Router bis zum Host-Server kann Maschinenbauern und Anlagenbetreibern helfen, Installations- und Wartungsaufwände zu senken.

Bild: MB Connect Line

Für die Überwachung von Auftragsstatus, Maschinenzustand oder Kühlmitteltemperatur ist nicht unbedingt der schnelle Gang in die Halle oder das Meisterbüro nötig: Auch per Smartphone lassen sich mit ein paar Fingertipps auf dem berührungsempfindlichen Display die gewünschten Daten abrufen. Inzwischen haben einer Bitkom-Studie zufolge fast 40 Prozent der Bundesbürger ein Smartphone als ständigen Begleiter, Tendenz steigend.

Der Anwender ist es gewohnt, unabhängig von Zeit und Ort Informationen abzurufen und Nachrichten auszutauschen. Dieser Komfort wird auch bei der Überwachung von Maschinen und Anlagen immer mehr gefordert. MB Connect Line hat dafür die neue MB Net.toolbox entwickelt. Dabei handelt es sich um eine Reihe von Softwareerweiterungen für die Industrie-Router MB Net. Das Software-Angebot umfasst eine Webvisualisierung für Smartphones, eine freie Scriptsprache, eine Datenbank und FTP-Server/Client-Funktionalität.

Die Funktionen laufen in einem dedizierten Bereich des Routers und bieten Zugriff auf die Schnittstelle und die Protokolle des Routers. Die Anwenderprogramme können über TCP/IP, Modbus TCP und S7-ISOTCP oder seriell über die umschaltbare RS232/485-Schnittstelle kommunizieren. Das Einlesen der Daten und die Signalvorverarbeitung sind per Script-Sprache frei programmierbar. Der Anwender kann ebenfalls festlegen, ob Nachrichten und Alarmmeldungen per SMS und E-Mail verschickt werden, sobald ein Ereignis eintritt oder ein Grenzwert überschritten wurde. Zudem lassen sich erfasste Daten auf USB-Stick oder FTP-Server übertragen.

Webvisualisierung für Smartphone und Tablet

Die integrierte Webvisualisierung sorgt dafür, dass sich der Anwender jederzeit per Smartphone und Tablet-PC über den aktuellen Status der Werte informieren kann. Der Aufbau der Visualisierung erfolgt durch das Verknüpfen der mitgelieferten Anzeige- und Steuerelemente oder ‚Widgets‘ mit der Datenbank. HTML- oder Programmierkenntnisse sind daher nicht erforderlich. Die Webvisualisierung lässt sich auf Smartphones und Tablet-PC mit jedem Standardbrowser darstellen. Der IT-Abteilung entsteht so weder Installations- noch Wartungsaufwand, auch der kurze Lebenszyklus von Smartphones im Vergleich zur Laufzeit von industriellen Anlagen verursacht kein Kopfzerbrechen.

Über die integrierte Benutzerverwaltung lässt sich festlegen, wer auf welche Daten Zugriff hat: Statistische Auswertungen bleiben etwa dem Betriebsleiter vorbehalten, während für Servicetechniker oder Bedienpersonal alle wartungsrelevanten Peripheriedaten freigegeben sind. Jeder Anwender kann sich seine Oberflächen aus den für ihn zugänglichen Daten zusammenstellen. Die Router verbinden sich über das Internet mit dem Fernwartungsportal MB Connect24. Der Dienst MB Web2.go des Portals unterstützt den sicheren Zugang für mobile Endgeräte.

Zentrales Portal als Vermittlungsstelle

Wer sich schon mit der Installation von Fernwartungssystemen befasst hat, kennt die verschiedenen Szenarien: Bei manchen Kunden lässt die IT-Abteilung aus Sicherheitsgründen keinen Verbindungsaufbau von außen zu, andere Anwender haben eine mobile Maschine mit UMTS, die systembedingt von außen nicht erreicht werden kann. In weiteren Fällen kann sich die Maschine zwar mit dem Internet verbinden, aber die Bekanntgabe ihrer dynamischen IP-Adresse ist umständlich. Um diesen Problemen zu begegnen, arbeitet das Fernwartungsportal als intelligente Vermittlungsstelle zwischen der Servicezentrale des Maschinenherstellers und den Anlagen der Kunden.

Für eine Fernwartungs-Sitzung melden sich die Benutzer per HTTPS oder über einen gesicherten VPN-Zugang an. Nach erfolgreicher Authentifizierung kann der Service-Spezialist die für ihn freigegebenen Maschinen und Anlagen per Fingertipp oder Mausklick erreichen. Das Fernwartungsportal ist in drei Ausführungen verfügbar. Bei MB Connect24.net läuft die Portalsoftware als Dienst auf einem Server, den sich mehrere Kunden teilen. Die zweite Variante My MB Connect24.hosted wird auf einem dedizierten Server gehostet und ist über eine eigene IP-Adresse direkt erreichbar. Die Systemverfügbarkeit liegt nach Anbieterangaben bei 99,9 Prozent im Jahresmittel.

Die Systemleistung ist skalierbar und umfasst im Maximalausbau bis zu 10.000 Industrie-Router. Die dritte Variante ist das Komplettsystem My MB Connect24. Es besteht aus einer Serverhardware mit vorinstallierter Portalsoftware und richtet sich an Maschinenbauer und Anlagenbetreiber, die innerhalb ihres Firmennetzes ihr eigenes Serviceportal realisieren wollen. Neben der zentralen Verwaltung aller Benutzer und Anlagen bietet die Lösung verschlüsselte Verbindungen über VPN. Die vorkonfigurierten Server werden in zwei Leistungsstufen angeboten: Die Variante ‚Midi‘ unterstützt als Box-Lösung bis zu 250 Benutzer und 50 gleichzeitig aktive Verbindungen. In der Variante ‚Maxi‘ im 19-Zoll-Rack sind bis zu 1.000 Benutzer bei 150 gleichzeitig aktiven Verbindungen möglich. Um nicht für jedes zusätzlich installierte Gerät die Konfiguration der Firewall anpassen zu müssen, werden Verbindungen sowohl von der Service-Seite als auch von den Maschinen und Anlagen immer zum Portal-Server hin aufgebaut. Eingehende Verbindungen können so komplett gesperrt werden.


Das könnte Sie auch interessieren:

Das Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS entwickelt zusammen mit europäischen Partnern im Projekt QLSI eine skalierbare Technologie für Silizium-Qubits für Quantencomputer.‣ weiterlesen

Mit dem Strategiepapier ‘Cyber Security Design Principles‘ will die Open Industry 4.0 Alliance darüber informieren, wie Unternehmen das Thema Sicherheit von der Werkshalle bis zur Cloud umsetzen können.‣ weiterlesen

Mit ihren Systemen rund um Dämpfe, Gase und Ventile spielt die GEMÜ Gruppe weltweit in der ersten Reihe. Als digitaler Knotenpunkt dient das ERP-System PSIpenta. Dessen Module zur adaptiven Produktionsplanung- und Steuerung verhelfen dem Familienunternehmen über Werks- und Landesgrenzen hinweg zu fast hundertprozentiger Liefertermintreue.‣ weiterlesen

Es gibt keinen Textauszug, da dies ein geschützter Beitrag ist.‣ weiterlesen

Aus dem Industrie-4.0-Barometer der Management- und IT-Beratung MHP geht hervor, dass sich die Position eines CIO in der Geschäftsführung positiv auf Umsetzung von Industrie-4.0-Ansätzen auswirkt.‣ weiterlesen

Durch die Pandemie und durch die Digitalisierung steigt der Innovationsdruck auf die deutsche Industrie. Wie die aktuelle CGI-Studie zeigt, können agile Unternehmen besser mit den damit verbundenen Herausforderungen umgehen.‣ weiterlesen

Das Internet der Dinge bringt physische und digitale Welten zunehmend zusammen. Schon längst geht es nicht mehr nur um die pure Vernetzung von Geräten, sondern um Systeme, die Menschen, digitale Lösungen und Objekte aus der realen Welt verknüpfen.‣ weiterlesen

Kooperationen mit Technologie-Startups bieten für etablierte Unternehmen Chancen, um die digitale Transformation zu bewältigen und wettbewerbsfähig zu bleiben. Doch selbst wenn große Organisationen schon mit jungen Firmen kooperieren, nutzen sie das Potenzial dieser Zusammenarbeit oft kaum aus.‣ weiterlesen

231.000 offene Stellen weniger als im vierten Quartal 2019 verzeichnet das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung in der aktuellen Stellenerhebung. Demnach ist die Zahl der offenen Stellen gegenüber dem dritten Quartal 2020 jedoch gestiegen.‣ weiterlesen

Die vermehrte Arbeit im Homeoffice reduziert die CO2-Emissionen, die beispielsweise durch Pendeln entstehen. Auf der anderen Seite steigt der Stromverbrauch zuhause. Wie dieser reduziert werden kann, zeigen Tipps der Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung.‣ weiterlesen

Nach 90,3 Punkten im Januar ist der Ifo-Geschäftsklimaindex im Februar gestiegen. Die Unternehmen schätzen dabei nicht nur die aktuelle Lage besser ein sondern sind auch mit Blick auf die kommenden Monate weniger pessimistisch.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige