Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Manufacturing Execution-Systeme

Fertigung und Management nahtlos verknüpft

Mit der Einführung eines Manufacturing Execution-Systems hat der Automobilzulieferer Edscha die Grundlage geschaffen, um Prozesse in den Produktionshallen nachhaltig zu optimieren. Das Werkzeug ist mit der Enterprise Resource Planning-Lösung verknüpft. So liegen Kennzahlen aus den Anlagen nahezu in Echtzeit vor, Störungen können erkannt und zeitnah behoben werden. Zugleich lassen sich aus der detaillierten Analyse von Maschinendaten und Prozessen gezielt Maßnahmen zur Verbesserung der Produktivität ableiten.

Bild: Edscha Holding GmbH

Der Leiter des SAP-Kompetenzzentrums des Automobilzulieferers Edscha, Helmut Kramhöller, sagt: „Die kontinuierliche und nachhaltige Steigerung der Produktivität und Kostensenkungen im Herstellungsprozess sind wettbewerbsrelevante Faktoren, damit wir auch künftig nachhaltig und profitabel wachsen können.“ Das Remscheider Unternehmen fertigt qualitativ hochwertige Türscharniere und -feststeller, Antriebe zum vollautomatischen Öffnen und Schließen von Heckdeckeln und Heckklappen sowie Betätigungssysteme wie Pedalwerke und Feststellbremsen. An mittlerweile weltweit neunzehn Standorten und mit mehr als 4.800 Mitarbeitern werden pro Jahr rund 50 Millionen Türfeststeller und 120 Millionen Scharniere hergestellt.

Ausschuss reduzieren

„Damit die Produktion reibungsfrei und effizient läuft, müssen Störungen, Stillstand und Ausschuss an den Maschinen so weit wie möglich reduziert und eine vorbeugende Instandhaltung etabliert werden. Ebenso wichtig ist es, den Einsatz von Material, Personal und Werkzeugen optimal zu planen und zu steuern“, erläutert Kramhöller. Gleichzeitig ist es nötig, die Daten und Kennzahlen aus den Maschinensteuerungen quasi zum Zeitpunkt ihres Entstehens nahtlos in den Informationsfluss der zentralen Enterprise Resource Planning-Anwendung (ERP) einzubinden. Seit Kurzem setzt der Automobilzulieferer dafür das Manufacturing Execution-System (MES) Orbis MES der Orbis AG ein. Ausschlaggebend für die Wahl der Lösung waren laut Helmut Kramhöller die modernen, einfach zu bedienenden Oberflächen und vor allem die nahtlose Verknüpfung mit der Unternehmenslösung SAP ERP. Das MES basiert auf der Netweaver-Technologie von SAP, kann vollständig in deren ERP-Software integriert werden und im Echtzeitverbund damit arbeiten. Gleichzeitig ist das MES über Schnittstellen direkt mit den Maschinensteuerungen in der Produktion verbunden. Es fungiert somit als zentrale Datendrehscheibe zwischen dem Shopfloor und der Warenwirtschaft und ermöglicht den durchgängigen Informationsfluss zwischen Produktion und ERP.

Visualisierte Kennzahlen

Die Vorzüge dieser integrierten Prozessabwicklung machen sich für die rund 650 Endanwender in den Edscha-Werken in Hengersberg und Hauzenberg sowie im tschechischen Kamenice bemerkbar. Technische Daten, etwa Ausschussmengen, Stillstände, Störungen, die Maschineneffektivität und produzierte Stückzahlen werden mithilfe des MES automatisch erfasst, direkt in das ERP-System übertragen und dort sofort verarbeitet. Die Produktionskennzahlen und Prozesse wie das Rüsten oder die Qualitätsprüfung werden im MES dann visualisiert. Somit erhalten die Endanwender, ob Maschinenführer, Qualitätsmanager oder Werkleiter, eine transparente und aktuelle Sicht auf die Fertigungskennzahlen. Zugleich kann sich die Werkleitung jederzeit einen Überblick über die Vorgänge in der Produktion der vorhergehenden Wochen verschaffen. „Da Daten direkt vor Ort in der Produktion automatisch oder manuell erfasst werden können, ist eine bessere Unterstützung von fertigungsbegleitenden Prozessen möglich“, sagt Stephan Breu, MES-Projektleiter bei Edscha. Sobald eine Störmeldung vorliegt, egal ob sie aus der Maschinensteuerung kommt oder per Handeingabe am Terminal erfolgt, lässt sich die erforderliche ERP-Instandhaltungsmeldung direkt in der MES-Lösung anlegen.


Das könnte Sie auch interessieren:

Maschinen in der Produktion werden zunehmend schlauer. Eine von Reichelt Elektronik in Auftrag gegebene Umfrage zeigt, dass sich Predictive Maintenance in der deutschen Industrie etabliert.‣ weiterlesen

177 Ökonomen haben Ifo und FAZ im Rahmen des Ökonomenpanel zur aktuellen Corona-Wirtschaftspolitik der Bundesregierung befragt. Kurz vor der nächsten Ministerpräsidenten-Konferenz zeigt sich ein Großteil der Teilnehmer unzufrieden.‣ weiterlesen

Roland Bent hat sein Amt als CTO bei Phoenix Contact niedergelegt und sein Berufsleben beendet. Sein Nachfolger wird Frank Possel-Dölken.‣ weiterlesen

Die Vernetzung von Maschinen und Anlagen wird mehr und mehr zum Standard. Die Vernetzung mit der Unternehmens-IT und dem Internet erzeugt allerdings auch Herausforderungen – vor allem beim Thema Sicherheit.‣ weiterlesen

Kontron erweitert seine Industriehardware um die Switch-Familie KSwitch. Die Fast- und Gigabit-Ethernet-fähigen Modelle sollen über das Jahr verteilt auf den Markt kommen. Die ersten 23 Varianten bereits im ersten Quartal, teile das Unternehmen auf einer Pressekonferenz mit.‣ weiterlesen

Babtec hat bekanntgegeben, dass Peter Hönle, Dagmar Henkel und Lutz Krämer die Führungsebene des Wuppertaler Softwareherstellers erweitern. Zudem gibt es ein neues Leitbild sowie eine Stammkapitalerhöhung zu vermelden.‣ weiterlesen

Für einen besseren Austausch mit der Telekommunikationsindustrie hat der VDMA die Arbeitsgemeinschaft Wireless Communications for Machines ins Leben gerufen.‣ weiterlesen

Die Unternehmen der Automobilindustrie schätzen ihre aktuelle Lage wieder besser ein als noch Januar und auch der Ausblick auf die kommenden Monate ist laut der Ifo-Konjunkturumfrage positiver.‣ weiterlesen

Das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML entwickelt mit dem LoadRunner eine neue Generation fahrerloser Transportfahrzeuge. Das System kann sich dank künstlicher Intelligenz und Kommunikation über 5G im Schwarm organisieren und selbstständig Aufträge annehmen.‣ weiterlesen

Aluminiumboote sind die Arbeitspferde auf dem Wasser. Bei Polizei, Küstenwachen, Fischern und allen, die unter rauen Bedingungen aufs Meer müssen, sind Aluboote sehr beliebt, weil der Werkstoff auch harte Schläge verkraftet, ohne zu brechen wie GFK. Ophardt Maritim ist ein Spezialist für sehr schnelle Aluminiumboote im Längenbereich 9-17 Meter. Die Boote werden mit PTC Creo und Windchill konstruiert, Inneo unterstützt beim Betrieb der hocheffizienten Entwicklungsumgebung bei Ophardt.‣ weiterlesen

Im Februar gibt das IAB-Arbeitsmarktbarometer leicht optimistische Signale, der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung ist im Vergleich zum Vormonat gestiegen.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige