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Lösungen für disziplinübergreifenden Datenaustausch gefragt

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Engineering-Schnittstellen bei Unternehmen bis 300 Mitarbeitern: Betriebe rechnen mit Einsparungen durch die Verfügbarkeit einfacher Schnittstellen. An erster Stelle steht dabei die Vermutung, durch manuelle Dateneingaben bedingte Fehler vermeiden zu können. Bild: VDMA 2013

Kleine Unternehmen stehen häufig Medienbrüchen gegenüber

Ansätze für einen durchgängigen, bereichsübergreifenden Daten- und Funktionsaustausch versprechen übergeordnete Datenmodelle, mit denen unterschiedliche Anwendungen in einem Engineering-Projekt integriert werden können. Umfassende Lösungen nur eines Anbieters oder ein übergeordnetes Projektdadatenmanagement kommen für kleine Maschinenbauer jedoch meist nicht in Frage. Die befragten Unternehmen stufen diese Lösungen in Bezug auf ihre Einsatzzwecke häufig als zu unflexibel oder ‚überdimensioniert‘ ein. Zudem stünden die personellen und finanziellen Kapazitäten für Installation, Pflege und Wartung der Datenmanagement-Software nicht zur Verfügung. Als Alternative bietet sich der Einsatz von Software-Suiten an, die die vielfältigen Engineering-Werkzeuge eines Herstellers integrieren. Für viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) stellt diese Vorgehensweise allerdings keine Option dar. Sie benötigen – nicht zuletzt aus Ressourcengründen – eher pragmatische, kostengünstige Schnittstellenlösungen mit größtmöglicher Freiheit bei der Werkzeugauswahl. Diese Anforderungen lassen sich mit den auf dem Markt befindlichen Anwendungen derzeit nicht erfüllen, wie die Umfrageerkenntnisse des Industrieverbandes verdeutlichen. Ein oft beklagtes Hindernis für den durchgängigen Datenaustausch zwischen Engineering-Werkzeugen stellen für den überwiegend klein- und mittelständisch geprägten deutschen Maschinenbau damit fehlende Lösungen für einen systemneutralen Datenaustausch dar.


Autor Meinolf Gröpper

Datenschnittstellen: Softwareentwickler in der Pflicht

Im Dezember 2012 trafen sich Branchenvertreter des Maschinenbaus mit Anbietern von Engineering-Werkzeugen zum Erfahrungsaustausch auf einer Veranstaltung des VDMA-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen. Im Fokus standen die Anforderungen, Probleme und Vorstellungen der Maschinenhersteller und der sich daraus ableitenden Handlungsempfehlungen für Anbieter von Mechanik-CAD, Elektro-CAD und Programmiersoftware-Systemen. Auf der Veranstaltung bestätigten sich die Ergebnisse der Untersuchungen und es zeigte sich einmal mehr, dass erheblicher Bedarf an standardisierten Datenaustausch-Möglichkeiten besteht. In diesem Rahmen wurde auch darüber diskutiert, warum viele Anwender mit den verfügbaren Schnittstellen unzufrieden sind – und durch welche Verbesserungen die Entwickler von Autorensystemen sowie Programmiersoftware-Hersteller dieses Problem angehen können. Besonders die Angestellten kleinerer und mittlerer Unternehmen forderten CAD- und Programmier-Softwarehersteller auf, die Entwicklung von einfachen, neutralen Schnittstellen für den Austausch von grundlegenden Projektinformationen, wie zum Beispiel Bauteilkennzeichen, Stück- oder Signalliste voranzutreiben. Zudem wurde das übergeordnete Ziel formuliert, einen durchgehenden Datenfluss über den gesamten Engineering-Prozess hinweg zu erreichen.

Erarbeitung einer neutralen Übergabeschnittstelle

Um einen Beitrag zur Lösung des Problems zu leisten, hat der Industrieverband VDMA den Arbeitskreis ‚Engineering Datenaustausch Mechanik-Elektrik-Software‘ ins Leben gerufen. Beteiligt sind derzeit etwa 40 Unternehmen, die ihre Erfahrungen und Erwartungen aus IT und Maschinenbau einbringen. Das Ziel der Gruppe ist die Erarbeitung eines Einheitsblattes, das mit dem Titel ‚Engineering Datenaustausch – Universelles Datenformat für den Austausch grundlegender, gemeinsamer Projektdaten zwischen Mechanik-CAD, Elektro-CAD und SPS-Programmiersoftware-Engineering‘ unter der verbandsinternen Registiernummer 66415 erscheinen soll. Die Publikation soll verschiedenen Schnittstellen-Ausprägungen Rechnung tragen und zentralen Bedürfnissen von Maschinenbauunternehmen genauso wie den Anforderungen von CAD- und Softwareherstellern genügen.


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