Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Lösungen für disziplinübergreifenden Datenaustausch gefragt

Viele Maschinenhersteller beklagen die mangelhafte disziplinübergreifende Datendurchgängigkeit im Engineeringprozess. Es fehlen einfache, kostengünstige Möglichkeiten für den Datenaustausch oder die Datenübertragung zwischen Mechanik- und Elektro-CAD sowie SPS-Programmierung. Doppeleingaben von Entwurfsdaten in mehreren Engineering-Systemen stehen vielfach auf der Tagesordnung, wie eine vom VDMA initiierte Studie zeigte.



Besonders kleine und mittlere Unternehmen sind mit den Möglichkeiten zum Datenaustausch zwischen E- und M-CAD unzufrieden. Denn ein hoher Spezialisierungsgrad erfordert häufig den Einsatz von Anwendungen, die keine Standardintegration in die Unternehmens-IT mitbringen. Das zeigt eine Untersuchung des Arbeitskreises Steuerungstechnik im VDMA, die Engineering-Prozesse im Maschinenbau fokussiert. Dabei nahm der Verband die Zusammenarbeit von mechanischem, elektrischem und Software-Engineering genauso unter die Lupe wie eingesetzte Software-Werkzeuge. Bild: VDMA 2013

Maschinenbauer sind mit der aktuellen Situation für den Datenaustausch zwischen Mechanik-CAD, Elektro-CAD und SPS-Programmiersoftware unzufrieden. Das zeigt eine aktuelle Marktstudie zu Engineering-Prozessen, die vom Arbeitskreis ‚Steuerungstechnik‘ des Verbandes Deutscher Maschinen und Anlagenbau (VDMA) initiiert und begleitet wurde. Auf Grundlage dieser Erkentnisse befragte der Branchenverband im Anschluss unterschiedliche Mitgliedsfirmen zum Umgang und Einsatz entsprechender Schnittstellen. Demnach rechnen die meisten Unternehmen vor, durch verbesserten elektronischen Datenaustausch zwischen den Systemen Ressourceneinsparungen von mehr als zehn Prozent realisieren zu können. 80 Prozent der Befragten tauschen nach eigenen Angaben derzeit an der Schnittstelle Mechanik-CAD und Elektro-CAD keine Daten automatisiert aus beziehungsweise übertragen die Informationen auf manuellem Weg.



Autorin Birgit Sellmaier

Vorwiegend heterogene Systemlandschaften

Die Ursachen für ineffizienten Datenaustausch sind dabei unterschiedlich: Einerseits werden in den Fachbereichen der Unternehmen häufig sehr spezialisierte Software-Werkzeuge eingesetzt, die keine Funktionen für übergreifende Zusammenarbeit bereitstellen – oder aber die für diesen Aufgabenbereich verfügbaren Instrumente werden nicht verwendet. Andererseits werden Konzepte, die auf der Projektierebene genutzt werden, in der Software unterschiedlich dargestellt und lassen sich daher schwer in übergeordnete Prozesse integrieren. Zusätzlich stehen viele Maschinenbauer vor der Herausforderung, projekt- oder kundenabhängig Steuerungen unterschiedlicher Hersteller einsetzen zu müssen – und dabei auf verschiedene Programmierwerkzeuge zurückzugreifen. Die Vielfalt der Software-Werkzeuge in den Fachbereichen ist auch ‚historisch‘ bedingt: Viele Anwendungen wurden von den jeweiligen Entwicklern ausgewählt oder auf Kundenwunsch installiert. Zusätzlicher Aufwand entsteht, wenn externe Dienstleister in Projekte eingebunden werden, da diese ebenfalls häufig mit anderen Anwendungen als der Auftraggeber arbeiten. Ähnliches gilt für die Unternehmens-IT der Produkt-Zulieferer. Der Maschinenhersteller steht daher am Ende der Kette vor der Aufgabe, alle Konstruktionsergebnisse elektronisch zusammenzuführen, um seinen Produktentwurf auf die Merkmale Qualität, Machbarkeit, Funktionalität hin überprüfen zu können.


Das könnte Sie auch interessieren:

Die MTU Maintenance Berlin-Brandenburg GmbH setzt zur Auswertung von Produktionsdaten selbstentwickelte Analysetools ein. Weil diese nicht den vollen Funktionsumfang moderner BI-Lösungen bieten, wurden in einem multiperspektiven Auswahlverfahren geeignete Softwareprodukte identifiziert. Dieses sollte sicherstellen, dass die gewählten Programme die Analyse- und Reportingprozesse bestmöglich unterstützen und im Unternehmen gut angenommen werden.‣ weiterlesen

KI-basierte Systeme und Maschinen werden immer autonomer, selbstständiger und intelligenter. Ob und wie ist es zu schaffen, dass sie auf Dauer menschlichen Werten und Regeln folgen? Dr. Kurt D. Bettenhausen, Vorsitzender des interdisziplinären Gremiums Digitale Transformation im VDI und Vorstandsmitglied der VDI/VDE-GMA, spricht im zehnten Teil unserer Serie Autonome Systeme mit dem VDI.‣ weiterlesen

Nachdem die PSI Software AG bereits bekanntgegeben hatte, das Finanzvorstand Harald Fuchs das Unternehmen im nächsten Jahr verlässt, steht nun fest, dass Gunnar Glöckner den Posten ab Juli 2021 übernehmen wird.‣ weiterlesen

Zurzeit liegt weder ein fest umrissenes Berufsbild noch klar formulierte Anforderungen an Projektingenieure vor, die in internationalen Projekten eingebunden sind.‣ weiterlesen

Der Getriebehersteller Neugart hat 18 Baureihen für Planetengetriebe mit vier Millionen möglichen Varianten im Programm. Trotz der Vielfalt kann der Hersteller seine Produkte innerhalb von 24 Stunden ausliefern. Denn Neugart hat den Aufwand für Konstruktion und Datenverwaltung durch ein regelbasiertes Variantenmanagement komplett automatisiert.‣ weiterlesen

Zum 1. November hat Dr. Clemens Weis die operative Geschäftsführung von Cideon übernommen. Er folgt auf Clemens Voegele, der den Posten des Chief Digital Officers der Friedhelm Loh Group übernommen hat. Als Vorsitzender der Geschäftsführung bleibt er jedoch Teil von Cideon.‣ weiterlesen

Gemeinsam wollen MHP und IFS verbesserte Lösungen für ein durchgängiges Service Lifecycle Management anbieten.‣ weiterlesen

25 Prozent der Unternehmen in Deutschland rechnen damit, dass in den kommenden fünf Jahren mehr Produktionsprozesse ausgelagert werden. Damit beschäftigen sich vor allem kleinere Unternehmen (bis 50Mio.€ Jahresumsatz). Etwa jede zweite Firma erhofft sich dadurch mehr Flexibilität.‣ weiterlesen

Lange liefen die Drucker im Weidmüller-Werk in Wutha-Farnroda morgens an ihrer Leistungsgrenze, wenn sie das ganze Papier zu den Fertigungsaufträgen ausgaben. Nach dem Rollout der Digital Manufacturing Suite von SAP änderte sich das. Heute sind die meisten Informationen digitalisiert und Werker mit mobiler IT statt Klemmbrettern unterwegs.‣ weiterlesen

Die Maschinenexporte aus Deutschland stabilisieren sich zunehmend. Im September verbuchten die Maschinen- und Anlagenbauer aus Deutschland beim Exportgeschäft ein Minus in Höhe von 7,6 Prozent im Vorjahresvergleich. Im Zeitraum Juli bis September sanken sie damit um 12,4 Prozent auf 39,8Mrd.€.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige