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Liegt China vorn?

Der lange Marsch zur vierten Revolution

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Standards sind Befähiger

Über alle Branchen hinweg kommt dem Bereich des effektiven Informationsmanagements eine wichtige Rolle zu. Die Studie zeigt, dass die Unternehmen in den kommenden fünf Jahren deutliche Verbesserungen in den Feldern Dateninteroperabilität und Datenstandards anstreben. Diese bilden die Basis für eine erhöhte Datenqualität, die wiederum bessere Entscheidungen in der Instandhaltungsplanung und Betriebsoptimierung der Anlagen bewirkt. Darüber hinaus planen die teilnehmenden Unternehmen, sich im Bereich der systematischen Ursachenanalyse auf Basis von Mustererkennung entscheidend zu verbessern. Dies markiert auch den nächsten logischen Schritt. Aufbauend auf qualitativ hochwertigen Daten, die in einer hinreichenden Aktualität vorliegen, können fortlaufend Analysen durchgeführt werden, die helfen, neue Einsichten über die Prozesse und das Anlagenverhalten zu gewinnen.

Schrittweise und systematisch

Digitaltechnologien können unabhängig vom Alter der Anlage die Produktivität steigern. Insbesondere in der produzierenden Industrie ist die Fähigkeit, sich über einen Effizienzvorsprung vom Wettbewerb abzusetzen, entscheidend. Bei allen Potenzialen des Technologieeinsatzes sollte bei der Einführung des Industrie 4.0-Ansatzes allerdings auf die Abhängigkeiten der verschiedenen Technologien geachtet werden. Diese befinden sich auf verschiedenen Ebenen, die aufeinander aufsetzen. Der erste Schritt besteht in der Schaffung von Transparenz über sämtliche Abläufe, indem an allen wichtigen Punkten im Prozess Daten automatisiert abgegriffen und bereitgestellt werden. Erst wenn ein Unternehmen diesen Schritt umgesetzt und den Mehrwert hieraus realisiert hat, kann es sich weiterentwickeln und diese Daten für eine Selbstregelung der Produktionsabläufe heranziehen. Zur kontinuierlichen Verbesserung der Anlageneffizienz wendet das FIR ein Drei-Phasen-Konzept an.

Grundlage bildet hierfür zunächst eine detaillierte Aufnahme der bestehenden Prozesse mitsamt einer Schwachstellenanalyse. Hieraus lassen sich dann zum Teil betrieblich-organisatorische wie auch technische Lösungsansätze zur optimierten Prozessverfolgung ableiten. In Abhängigkeit der geforderten Genauigkeit und der gewünschten Automatisierungsstufe lässt sich ein Grobkonzept erstellen. Über einen individuell erstellten Entscheidungskatalog lässt sich benötigte Technologie auswählen. Mit dem dargestellten Vorgehen lassen sich mit technologischen Investitionsprojekten finanzielle und wettbewerbliche Risiken minimieren. Die Motivation der Studie bestand in der Identifikation des Status quo zum Umsetzungsgrad von Industrie 4.0-Ansätzen im Kontext eines effizienten Anlagenmanagements.

Mit der Studie wurde ebenfalls untersucht, in welchen Bereichen Unternehmen ihre Weiterentwicklung im Bereich der Anlageneffizienz bis zum Jahre 2020 planen. Dabei wurden 432 industriell produzierende Unternehmen in fünf Regionen – China, Frankreich, deutschsprachige Länder, Großbritannien und den USA – befragt. Die Studie richtete sich an Unternehmen der Luft- und Raumfahrt-, Automobil-, Elektronik- und Prozessindustrie sowie den Maschinen- und Anlagenbau. Die Erhebung wurde im Auftrag des indischen Technologiekonzerns Infosys Ltd. durchgeführt. Fokussiert wurden vier Dimensionen der Anlageneffizienz: Instandhaltungseffizienz, Betriebseffizienz, Informationseffizienz und Energieeffizienz.


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