Anzeige
Beitrag drucken

Leitstandtechnologie

Visualisierung in der Leitwarte

In vielen Leitständen wächst die Menge der anfallenden Informationen. Um seinen Mitarbeitern die Auswertung dieser Daten zu erleichtern, fasst der Familienbetrieb Spenner Zement seit kurzem vier dezentrale Bedien- und Leitstände am Firmensitz im nordrhein-westfälischen Erwitte in einer Leitwarte zusammen.

Bild: Jungmann Systemtechnik

Spenner Zement produziert und vertreibt Zement, Kalk und Trockenbaustoffe und beschäftigt am Hauptsitz Erwitte fast 200 Mitarbeiter, darunter etwa zehn Prozent Auszubildende. Der für die Produktherstellung benötigte Rohstoff wird in den Steinbrüchen in Erwitte und Brilon gewonnen. In Berlin produziert das Tochterunternehmen ‚Zementwerk Berlin‘ Zement, Trockenmörtel und Transportbeton. Neben der Bundeshauptstadt werden die neuen Bundesländer sowie Nord- und Osteuropa mit Zement beliefert. Unter dem Dach der Tochtergesellschaft ‚Herkules Transportbeton‘ produziert und vertreibt eine Gruppe von 21 Transportbetonwerken Beton in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Hessen und Niedersachsen. Um den Mitarbeitern am Firmensitz im nordrhein-westfälischen Erwitte mehr Übersicht über das Fertigungsgeschehen in den verschiedenen Werken zu verschaffen, entschied die Unternehmensführung, vier dezentrale Bedien- und Leitstände in Erwitte in einer zentralen Leitwarte zusammenzufassen.

Wachsende Komplexität im Leitstand bewältigen

Viele Anlagenfahrer sehen sich heute einer regelrechten Informationsflut gegenüber. Es gilt, eine ständig wachsende Zahl digitaler Steuerungstechniken im Auge zu behalten. Vor diesem Hintergrund versprach sich die Produktionsleitung, seinen Produktionssteuerern im Leitstand die Erfassung relevanter Daten mithilfe von Visualisierungstechnologie zu erleichtern. Unterstützung suchte sich das Unternehmen bei Jungmann Systemtechnik, einem Einrichter von Kontrollräumen, Leitständen, Leitwarten und Leitstellen. Im Projektverlauf sollte ein Kontrollraum entstehen, der technologisch und funktional die Anforderungen von Geschäftsleitung und Mitarbeitern gleichermaßen abbildet. In Gesprächen zwischen dem Geschäftsführer des Lösungsanbieters Kay Hansen und Dr. Heinrich Sievers, Leiter Produktion bei Spenner Zement, wurden Eckdaten des Projekts besprochen, bevor die Zusammenarbeit endgültig zustande kam. „Das ganze Paket war einfach stimmig, und uns hat auch das Engagement der Jungmann-Mitarbeiter sehr gefallen“, sagt Sievers. In Projektsitzungen erarbeiteten die Partner im Anschluss die Konfigurationen und informierten früh die zukünftigen Systembediener im Werk Erwitte anhand einer 3D-Planung über die Konzeption der neuen Leitwarte.

Markus Falkenstein, Mitglied im Projektteam und stellvertretender Produktionsleiter Klinkerproduktion schildert nach Abschluss der Systemeinführung: „Die Produktionssteuerer kommen gut mit der neuen Anlage zurecht. Das Schöne an der Großbildwand ist, dass man die komplette Anlage darauf darstellen kann.“ Im installierten System lässt sich eine große Anzahl an Prozessen von der Rohmühle zu Beginn, über die Brennstoffe, bis hin zum Drehofen ohne Umschalten darstellen. Zudem werden Leitbilder zentraler Fertigungsabläufe und verschiedene Kamerabilder, beispielsweise zur Überwachung der Transportbandwege, nun umfassend auf der Großbildwand abgebildet.


Das könnte Sie auch interessieren:

Klaus Hübschle tritt Anfang 2020 die Nachfolge von Andreas Börngen als CEO von M&M Software an.‣ weiterlesen

Econ Solutions hat mit Philip Würfel einen neuen Geschäftsführer. Er tritt die Nachfolge von Dr. Stephan Theis an.‣ weiterlesen

Wohin entwickeln sich die Fabriken in den nächsten Jahren? Philipp Wallner von MathWorks wagt die Prognose, das fünf Faktoren darunter sein werden, die individuelles Fertigen und Ressourceneffizienz in Einklang bringen.‣ weiterlesen

Der einzige Trost beim Thema künstliche Intelligenz und Cybersicherheit? Dass auch die Angreifer nicht verstehen, wie die technologische Black Box KI genau funktioniert. Steve Rymell, Technikchef bei Airbus CyberSecurity, berichtet über die Notwendigkeit, künstliche Intelligenz auf dem Feld der IT-Sicherheit im Auge zu behalten - ohne ihr freilich einen Sonderstatus zuzuweisen.‣ weiterlesen

Weltweit streben Unternehmen nach digitalisierten Produktionsumgebungen. Schließlich verhelfen vernetzte Maschinen zu mehr Transparenz, Einsparpotentiale werden offenbar und die Produktionsplanung endlich realistischer. Doch vor der Vernetzung muss deren Zweck möglichst klar definiert sein, und auch das Koppeln der Maschinen selbst braucht Sachverstand.‣ weiterlesen

Dietmar Heinrich wird neuer Finanzvorstand der Dürr AG. Zudem ernannte der Aufsichtsrat Dr. Jochen Weyrauch zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden.‣ weiterlesen

Die Maschinenbauer aus Deutschland müssen sich in einem zunehmend schwierigeren wirtschaftlichen Umfeld behaupten. Das Jahr 2019 war geprägt von einer schwachen Weltkonjunktur, immer härteren Drohungen und Sanktionen in den globalen Handelsstreitigkeiten, sowie einem tiefgreifenden Strukturwandel in der Autoindustrie.‣ weiterlesen

Nach einer Studie von Gartner soll bis 2022 der Geschäftswert von KI auf 2,85 Billionen Euro steigen. Der Löwenanteil davon wird voraussichtlich auf den Bereich der Kundenerfahrung entfallen, für das schon ausgereifte Tools am Markt existieren. Dieser Überblick zeigt, wie es heute um KI im Field Service Management steht und wohin die Reise geht.‣ weiterlesen

Eine Gießerei von Daimler-Motorblöcken rang mit Qualitätsproblemen und hohem Ausschuss. Nachdem sie eine KI-Lösung 15 Monate lang mit allen möglichen Unternehmensdaten fütterte, gab diese neue Betriebsparameter für die Produktion aus. Bereits im ersten Monat nach Anwendung dieser Parameter schleuste sie 50 Prozent weniger Motorblöcke aus.‣ weiterlesen

Nach einem zweistelligen Wachstum im September verzeichnete der Auftragseingang in der Elektroindustrie im Oktober einen Rückgang.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige