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Lebenszyklusmanagement im Rechenzentrum

Unternehmen scheuen oftmals die Einführung einer Lösung für das Produktlebenszyklusmanagement: Der Preis und die Komplexität erscheinen zu hoch. Abhilfe kann ein cloudbasierter Ansatz bieten, bei dem die Anwender bestimmen, welche Daten im Unternehmen bleiben oder in externen Rechenzentren verwaltet werden.

Bild: Autodesk

In den letzten Jahren änderte sich die Arbeitsweise von CAD-Konstrukteuren und Produktentwicklern grundlegend. Zusätzlich veränderte sich mit dem Einzug der digitalen Produktentwicklung auch die Form, wie die benötigten Daten verwaltet werden. Statt in riesigen Papierarchiven speichern Unternehmen die Unterlagen heutzutage digital. Als Konsequenz dieser Entwicklung wächst das Volumen der digitalen Daten rasch an. Mit der Menge und der größeren Vielfalt an Dateiformaten und Anwendungen ist inzwischen die Notwendigkeit einer durchdachten Datenverwaltung entstanden, die nicht nur schnelles Suchen und Finden, sondern auch die Abläufe in der Konstruktion und dem Betrieb unterstützt.

Die Einführung von Produktdatenmanagement-Systemen (PDM) in den Unternehmen musste zwangsläufig folgen. Leistungsfähige PDM-Lösungen organisieren nicht nur die Ablage der Daten, sondern verwalten auch die Freigabeprozesse, die Berechtigungen der internen und externen Benutzer, das Änderungswesen oder die Kopplung mit Unternehmenssystemen. Sie sind eng in die CAD-Systeme integriert und nutzen die Visualisierungsmöglichkeiten der grafischen Systeme, um die Bedienung zu erleichtern. So unterstützt der Software-Hersteller Autodesk beispielsweise Ingenieure und Konstrukteure mit dem Produkt Autodesk Vault dabei, ihre CAD-Daten zu managen.

Mitarbeiter und Fachbereiche integrieren

Das Product Lifecycle Management (PLM) geht noch einen Schritt weiter: Der Ansatzt umfasst alle Bereiche, mit denen ein Produkt in seinem Lebenszyklus in Berührung kommt – von der Angebotserstellung über die Planung und Fertigung bis hin zur Entsorgung. Damit eine PLM-Lösung wirklich effizient eingesetzt ist, müssen bereits bestehende Systeme für PDM oder Enterprise Ressource Planning integriert werden. Die Realisierung erweist sich oftmals als komplexe Aufgabe, die einige große Unternehmen sowie die meisten mittelständischen Maschinen- und Anlagenbauer bislang vermieden. Sie konzentrieren sich darauf, in überschaubaren Schritten eine funktionierende digitale Produktentwicklung einschließlich PDM einzurichten.

Inzwischen ist aufgrund der Vernetzung mit Kunden, Lieferanten und Partnern der fertigenden Unternehmen ein optimaler Austausch von Daten innerhalb des weltweiten Netzwerks jedoch unerlässlich. In Zukunft muss muss diese Vernetzung auch die erweiterte Logistikkette von Beschaffungsmanagement, Vertrieb und Versand sowie Servicemanagement bis hin zum Recycling umfassen. Ein effektives PLM-System muss also alle am Produktentwicklungsprozess beteiligten Mitarbeiter integrieren.

Die Produktlebenszyklusmanagement-Lösung Autodesk PLM 360 gestattet, die Vernetzung zwischen Kunden, Lieferanten und Partnern in der Cloud darzustellen. Konstruktionsdaten und das Produktdatenmanagement verbleiben dabei im Unternehmen. Bild: Autodesk

Cloud-Technologien für das Lebenszyklusmanagement

Dass PLM auch ohne hohe Investitionskosten möglich und somit auch für kleinere und mittelständische Unternehmen realisierbar ist, soll die neue Lösung Autodesk PLM 360 beweisen. Mit Digital Prototyping und PDM verfügt die Software über einen soliden Kern, der die Entwurfs-, Konstruktions- und Entwicklungsphase der Produkte abdeckt. Die anschließenden Produktphasen, Prozesse und Bereiche will das Software-Unternehmen mit einem neuen Konzept bedienen und setzt dabei auf Cloud-Technologien. „Die Cloud bot uns die Chance, nicht einfach nur bisherige PLM-Systeme zu kopieren, sondern die Lösung auf völlig neue Art umzusetzen und von Anfang an perfekt auf die Cloud-Technologie abzustimmen. Damit sind wir derzeit einzigartig auf dem PLM-Markt“, erläutert Chris Douglass, Director Manufacturing Channel Sales EMEA bei Autodesk. „Das neue Konzept folgt den Prämissen, die Autodesk in der Vergangenheit Erfolg gebracht haben: Aktuelle und leistungsfähige Technologie, einfache Implementierung, einfache Bedienung und damit Zugang für jeden sowie niedrige Kosten.“

Die Lösung unterstützt produkt- und projektbezogene Geschäftsprozesse und richtet sich sowohl an kleine Unternehmen, die PLM zum ersten Mal einführen möchten, als auch an große Firmen. Zusammen mit der Cloud-Technologie lassen sich auch externe IT-Strukturen und Speicherkapazitäten nutzen. Die PLM-Lösung ist eng verbunden mit den PDM-Lösungen des Anbieters und synchronisiert Strukturdaten, Metadaten und Viewing-Daten in die PLM-Anwendung. Dabei bleibt es dem Unternehmen überlassen, festzulegen, welche Daten in die Cloud-Anwendungen übertragen werden. Dabei dient das Verlagern von Struktur- und Metadaten in die Cloud dazu, Firmenwissen zu schützen, da die sensiblen CAD-Daten im lokalen PDM-System – wie zum Beispiel Autodesk Vault – liegen.

Schnell einsetzbar und für jeden erschwinglich

Die Entwickler der PLM-Lösung legen vor allem Wert darauf, dass die Lösung sofort genutzt werden kann, ohne dass davor eine langwierige Implementierungsphase notwendig ist. „Es braucht nicht mehr Monate oder Jahre sondern nur noch Tage bis ein Unternehmen unsere PLM-Lösung voll nutzen kann“, erläutert Douglass. Die Lösung wurde von Anfang an als Software as a Service (SaaS) entwickelt und weist eine ‚Multi-Tenancy‘-Architektur auf: So können hunderte oder sogar tausende Anwender gleichzeitig auf das System zugreifen. Der Anwender benötigt lediglich einen Webbrowser auf einem Computer oder einem Mobilgerät – etwa einem Smartphone.

Der Zugang von überall und jedem Gerät gestattet Unternehmen, auch die Zusammenarbeit mit Partnern zu vereinfachen. Das zugehörige Lizenzmodell soll die Lösung außerdem auch für kleinere und mittelständische Unternehmen erschwinglich machen: Statt einzelne Lizenzen für jeden Arbeitsplatz kaufen zu müssen, zahlen die Anwender einen monatlichen Beitrag für jeden Nutzer; die Lizenz deckt alle Zusatzmodule und Erweiterungen ab. Die Kosten bleiben somit transparent und überschaubar. Die Anwender haben außerdem die Möglichkeit, derzeit über 140 Webapplikationen als Vorlagen für Prozesse aus Bereichen wie Auftragsbearbeitung, Entwurfsplanung, Qualitätsmanagement, Compliance oder Marketing und Vertrieb zu nutzen und nach ihren Bedürfnissen individuell zu konfigurieren.

Daneben können Anwender auch eigene Module entwickeln – ohne dafür hochspezialisiertes technisches Wissen haben zu müssen – und mit anderen Usern zu teilen. „Mit diesem neuartigen Konzept wollen wir die großen Hindernisse, die bisher PLM vor allem für kleinere und mittelständische Unternehmen im Wege standen abbauen, nämlich die hohen Investitionskosten und damit die lange Amortisationszeit sowie die lange Implementierungsphase“, sagt Douglass. Dabei will der Software-Hersteller keine Insellösung schaffen, sondern Integrationshürden überbrücken: Das Unternehmen beabsichtigt nach eigenen Angaben, mittelfristig auch fremde PDM-Systeme zu unterstützen und heterogene System-Landschaften auf der Prozessebene zu integrieren.

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