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Langfristigen Mehrwert schaffen

Software-Entwicklung als Teamwork

Der häufige Gebrauch von Schlagworten wie 'Usability' und 'User Experience' weist darauf hin, dass die Einbindung des Anwenders ein zentraler Erfolgsfaktor bei der Software-Entwicklung ist. Das gilt auch für die Auslegung von Manufacturing Execution-Systemen: Der Nutzer sollte im Mittelpunkt jeder Entwicklung stehen, um ständige Qualitätsverbesserung sowie die nötige Anwenderakzeptanz bei der Einführung neuer Funktionen oder Systembausteine zu erreichen. Im Rahmen von Auswahlprojekten lohnt sich daher auch der Blick auf die Entwicklungsstandards des Systemanbieters.



Autor Eckhard Winter, Geschäftsführer der Industrie Informatik GmbH Co. KG.

Die Weiterentwicklung von Software-Lösungen setzt sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen. Das sind zum einen anwendergetriebene Adaptionen, die Eingang in die bestehende Lösung finden – etwa ein Modul zur ‚Arbeitsplatz-Schichtplanung‘ im Bereich der Personaleinsatzplanung (PEP) eines Manufacturing Execution-Systems (MES). Zum anderen sind es Adaptionen aus dem Produkt- sowie Ideenmanagement des IT-Herstellers. Ein weiterer Treiber in der Entwicklung von produktionsnaher Software ist der Fortschritt in der technologischen Basis.

Verbesserung von Funktionalität und Qualität

Fertigungsunternehmen müssen sich heute Herausforderungen wie Termintreue, Kostenreduktion und Ressourcenoptimierung stellen, um in zeitgemäßen Lieferketten mitarbeiten zu können. Entsprechende Funktionen müssen auch in der Funktionalität des MES berücksichtigt und ständig optimiert werden, damit sich Funktionalität und die Qualität der Software kontinuierlich verbessern können. Im besten Fall werden Anwenderanforderungen innerhalb der Standardanwendung umgesetzt, was den Funktionsumfang der Software für alle Nutzer erweitert. Da dies nicht immer möglich ist, werden individuelle Bedarfe auch als Systemapassungen vor Ort realisiert. Solche neuen Anforderungen werden in der Regel vom Produktmanagement des Systemherstellers spezifiziert und als Dienstleistungsprojekt angeboten. Allerdings muss das Produktmanagement auch hier darauf achten, dass sich mit der Umsetzung ein möglichst universelles Einsatzgebiet abdecken lässt und viele Anwendung davon profitieren können – etwa bei einer Weiterentwicklung von Feinplanungsalgorithmen. Außerdem muss die Möglichkeit für eine sinnvolle Einbettung der gewünschten Funktion in das bestehende System gegeben sein. Dabei sollte auf die Erweiterung bereits bestehender Ansätze gesetzt werden, so dass keine ‚Parallelentwicklungen‘ entstehen.

Mehrwert für den Anwender als Prämisse der Releasepolitik

Wie ein IT-Unternehmen Weiterentwicklungen handhabt und in welcher Form sie Eingang in die bestehende Software finden, wird mit der Releasepolitik festgelegt. In diesem Bereich unterscheiden sich Anbieter teils gravierend. Mit der Auswahl eines MES-Anbieters legt der Anwender sich meist auf eine langjährige, partnerschaftliche Zusammenarbeit fest. Das Unternehmen sollte sich daher versichern, dass diese ihm einen Mehrwert über die gesamte Spanne der Zusammenarbeit bringt. Im Rahmen einer Releasepolitik, die Adaptionen standardmäßig in einem einzigen Softwarestamm zusammenführt, sind Anwender ohne Re-Invest immer auf dem aktuellen Stand einer intensiv getesteten Software und haben eine Lösung im Einsatz, die sich permanent weiterentwickelt. Eine solche Releasepolitik hat zum Ziel, ein stabiles Produkt bei gleichzeitig höchstmöglicher Flexibilität anbieten zu können. Diese Anpassbarkeit bleibt insbesondere gewährleistet, wenn in der Einführungsphase das ‚Customizing‘ des Systems über Parameter erfolgt und die Lösung damit weitreichend angepasst werden kann, ohne dass individuell integrierte Funktionen durch den Release neuer Software-Versionen beeinträchtigt werden. Kommen dabei standardisierte Einstell-Sets oder ‚Templates‘ zum Einsatz, lässt sich die Einführung zusätzlich beschleunigen.

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Software-Entwicklung als Teamwork
Autor Eckhard Winter, Geschäftsführer der Industrie Informatik GmbH Co. KG.



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