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Lagerhaltung wird mobil

Prozessabsicherung in der Intralogistik

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Auch bei geplanten Investitionen in Mobile Computing stehen die Datenerfassung in Lager und Werkhalle im Fokus der befragten Industrieunternehmen. Auch in Vertrieb, Wartung und Service planen zahlreiche Unternehmen den Einsatz tragbarer IT-Systeme. Mobile Anwendungen im Bereich umfangreicher Business Intelligence-Lösungen sehen nach Angaben der Studie hingegen weiterhin nur wenige Unternehmen vor.

Mittelstand zeigt sich investitionsfreudig

Dass Unternehmen der mobilen Datenerfassung im Lager einen hoehen Stellenwert einräumen, zeigt ebenfalls die eingangs erwähnte Studie ‚IT im Mittelstand 2011‘. Den Ergebnissen der Befragung zufolge planen Unternehmen, die mobile Lösungen einsetzen wollen, dies vornehmlich im Lagerbereich vorzunehmen. 73 Prozent der Studienteilnehmer beabsichtigen, entsprechende Investitionen vorzunehmen. Als zweitwichtigsten Bereich für den zukünftigen Einsatz von Mobilsystemen identifizieren die Befragten den Produktionsbereich: 34 Prozent der Unternehmen wollen hier investieren. Diese Zahlen lassen durchaus die Interpretation zu, dass hier derzeit offenbar die größten Anforderungen und wahrscheinlich auch die größten Investitionspotenziale liegen.

Implementierungsprojekte erfolgreich umsetzen

Bevor sich ein Produktionsbetrieb jedoch für die Einführung von Logistik-Software oder entsprechenden, in die ERP-Software integrierten Lösungen entscheidet, ist eine gründliche Vorbereitung gefragt. Der Anwender muss vor der Implementierung wissen, wie sich die Lieferkette bisher gestaltete, welche Kosten dafür entstanden sind und wie qualitativ hochwertig der Prozess aktuell aussieht. Um eine höhere Akzeptanz bei der Belegschaft zu erzielen, sollten vor entsprechenden Einführungsprojekten zudem die betroffenen Mitarbeiter mit ins Boot geholt werden. Denn die Fachabteilungen kennen die Prozessabläufe und deren Optimierungsmöglichkeiten am besten.

Nicht zuletzt gehört zur Implementierung der Lösung der richtige Einsatz entsprechender Hardware, wie mobile Handscanner, die mit der Software kommunizieren. Zudem empfiehlt es sich, das Zusammenwirken der neuen Hard- und Software mit der bestehenden Infrastruktur vor der Systemeinführung kritisch zu prüfen. Was häufig unterschätzt wird, ist die dazu notwendige Organisation: Neben der Software müssen auch organisatorische Absprachen hinsichtlich der Aufteilung der Lagerbereiche, der Ein- und Auslagerungsprioritäten, der Positionierung der Ware im Hochregal und des Nachschubbereichs für hochfrequentierte Produkte getroffen werden. Denn die erfolgreiche Einführung mobiler Lagerlogistik geht immer einher mit Veränderungen in der Lagerorganisation. Denn erst das geschickte Zusammenspiel von IT und Ablaufgestaltung bietet das Potenzial für langfristige Verbesserungen – Scanner allein sind kein Garant für den angestrebten Optimierungserfolg.

 

Untersuchungsmethodik

Für die Studie ‚IT im Mittelstand 2011‘ führte das Beratungshaus RAAD Research im Auftrag des ERP-Anbieters Sage Software mittels eines standardisierten Fragebogens im Januar des Jahres 2011 insgesamt 810 Telefoninterviews mit Finanz- und IT-Leitern aus den Branchen Metallindustrie, Maschinen-, Apparate- und Fahrzeugbau durch. Ein Prozent der Befragten gehörten zu einem Unternehmen mit unter 100 Mitarbeitern, 57 Prozent der Unternehmen haben 100 bis 199 Angestellte, 33 Prozent beschäftigen 200 bis 499 Mitarbeiter, sieben Prozent der Befragten verfügen über 500 bis 999 Angestellte und ein Prozent der Umfrageteilnehmer haben 1.000 bis 1.999 Beschäftigte.


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