Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Beitrag drucken

Lagerhaltung wird mobil

Prozessabsicherung in der Intralogistik

Lösungen zur mobilen Datenerfassung finden im Mittelstand zunehmend Verbreitung. Besonders die Unterstützung von 'Just-in-time'-Fertigung, die in vielen Industrieunternehmen verbreitet ist, benötigt exakte Zahlen für eine passgenaue Lagerlogistik. Dazu setzen produzierende Unternehmen verstärkt auf moderne Lagerflächen und Logistik-Software mit einer Schnittstelle zum führenden Enterprise Resource Planning-System. Um dabei die IT-Infrastruktur so schlank wie möglich zu halten, kann sich der Einsatz einer Branchenlösung mit integriertem Logistikmodul empfehlen.

Bild: iStockphoto / endopack

Jedes zweite mittelständische Unternehmen nutzt bereits Lösungen zur mobilen Datenerfassung. Dies ergab die Studie ‚IT im Mittelstand 2011‘, die das Beratungsunternehmen RAAD Research im Auftrag von Sage Software durchführte. Vor allem im Lager findet diese Technologie nach Angaben der Studienteilnehmer bereits Anwendung: 39 Prozent der Befragten gaben an, hier mobile Lösungen einzusetzen. Angesichts des Umstands, dass die Eingabe von Daten per Hand sehr fehleranfällig ist, verwundert die Nutzung mobiler Lösungen in diesem Bereich nicht. Denn ohne eine passgenaue Lagerlogistik mit exakten Zahlen kann die heute in den meisten Industrieunternehmen verbreitete Just-in-time-Fertigung nicht reibungslos funktionieren. Die produzierende Industrie setzt dabei verstärkt auf moderne Lagerflächen und Logistik-Software, die an das Enterprise Resource Planning-System (ERP) des Unternehmens angebunden ist. Dabei können ERP-Branchenlösungen mit integriertem Logistikmodul helfen, die zugehörige Infrastruktur so schlank wie möglich zu halten.

Mobile Datenerfassung und Lagerlogistik

Das Schlagwort ‚Mobile Lösungen‘ umfasst ein weites Feld von Einsatzmöglichkeiten. Gemeint ist damit jedoch immer, dass Daten über verschiedene mobile Endgeräte direkt am Ort der Erzeugung erfasst werden können. Mit anderen Worten, kein Mitarbeiter muss Daten manuell aufnehmen oder in einen Computer eintragen. Dabei stehen mittlerweile verschiedene Technologien für die mobile Datenerfassung zur Verfügung. Die derzeit führende Technologie für die Nachverfolgung von Produkten oder Produktionsmitteln ist nach Angaben der RAAD-Studie der Barcode. Die Interviewten, die bereits mobile Lösungen nutzen, setzen diese Technologie zu 81 Prozent ein.

Trotz Ähnlichkeit der beiden Standards setzt aber mit drei Prozent der Befragten nur eine Minderheit Datamatrix ein. Neuer in der Technologie, aber ebenfalls nicht so weit verbreitet, ist die Radio Frequency Identification (RFID). Nur sieben Prozent gaben an, dieses Verfahren zu nutzen. Mit RFID wird mittels elektromagnetischer Wellen eine automatische Identifizierung möglich. Dazu wird lediglich ein Chip auf einem Produkt platziert, dessen Informationen ausgelesen werden können. Aber auch Smartphones wie iPhones oder Blackberrys werden mittlerweile an die bestehenden IT-Systeme angebunden. Diese Mobilgeräte nutzen immerhin bereits 34 Prozent der befragten Unternehmen. Über den Einsatz dieser Technologien wollen produzierende Unternehmen zunehmend auch das Lager beziehungsweise die Logistik als einen wichtigen Teil der Wertschöpfungskette optimieren.

Die mobilen Endgeräte sollen Transparenz und letztlich damit Effizienz unterstützen, da sich so die einzelnen Produkte oder Paletten leicht identifizieren lassen. Und da die Daten gleich ins ERP übergeben werden, kann der gesamte Warenfluss vom Wareneingang über die Lagerhaltung, die Produktion bis hin zur Auslieferung in Echtzeit abgebildet werden. Da keine Medienbrüche auftreten, reduzieren sich Übertragungsfehler. So lassen sich potenzielle Probleme schneller erkennen und beheben.

Mobile Computing kommt derzeit im Mittelstand vor allem im Lager zum Einsatz, dicht gefolgt von Anwendungen zur Unterstützung der Datenerfassung in der Produktion.


Das könnte Sie auch interessieren:

Jan C. Wendenburg übernimmt die Leitung von IoT Inspector der Analyse-Plattform für Sicherheit im Internet der Dinge (IoT). Er kommt von Cergate zum IoT-Spezialisten.‣ weiterlesen

Das DFKI erweitert seinen Standort in Bremen. Die zusätzlichen Räumlichkeiten für die Forschungsbereiche Robotics Innovation Center und Cyber-Physical Systems sollen Ende 2021 fertiggestellt sein.‣ weiterlesen

Die Branchenverbände IBU, IMU, DSV und VDFI sehen in einem gemeinsam veröffentlichten Brandbrief den „Standort Deutschland gefährdet“. Die Lieferkette der Automobilindustrie stehe vor dem Kollaps, heißt es darin.‣ weiterlesen

Im Forschungsprojekt ’GeMeKI’ entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktiontsechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit elf Partnern drei KI-gestützte Assistenzsysteme für das Fügen, Trennen und Umformen, die komplexes menschliches Expertenwissen in ihre laufende Verbesserung einbeziehen. Neue Regelkreise sollen wechselseitiges Lernen zwischen Mensch und Maschine ermöglichen, sodass sich Qualität und Effizienz von Produktionsprozessen deutlich verbessern können.‣ weiterlesen

Mit einem Rückgang um 4,2 Punkte verzeichnet die ZEW-Konjunkturumfrage im Oktober den fünften Rückgang in Folge. Erstmals seit Februar verschlechtert sich auch die Einschätzung der aktuellen konjunkturellen Lage.‣ weiterlesen

Die Onoff AG eröffnet einen Standort in Erlangen und will damit zukünftig auch den Bereich digitales Engineering mit Echtzeitsimulation bedienen.‣ weiterlesen

Bei physischen Produkten sind Mängel in der Regel schnell festzustellen, oft reicht schon ein Blick. Anders sieht es bei KI-Systemen aus. Wie bei diesen Systemen ein Mangel aussehen kann und wie Unternehmen möglichen Mängeln vorbeugen können, berichtet Rechtsanwalt Kay Diedrich.‣ weiterlesen

Viele Unternehmen setzen auf offene IoT-Plattformen, um freie Bahn bei der Wahl der Cloudinfrastrukturen, der unterstützten Standards und Hardware zu haben. Doch ab wann eine IoT-Plattform als offen gelten kann, ist in keinem Standard geregelt.‣ weiterlesen

Im September ist die Richtlinie VDI-EE 4300 Blatt 14 'Messen von Innenraumluftverunreinigungen - Anforderungen an mobile Luftreiniger zur Reduktion der aerosolgebundenen Übertragung von Infektionskrankheiten' erschienen.‣ weiterlesen

Anfang des Jahres hat Bosch CyberCompare eine digitale Plattform gestartet, die Industrieunternehmen und IT-Security-Anbieter zusammenbringen soll. Schon mehr als 100 Anbieter lassen sich auf dem Portal vergleichen, in einem für Anwender kostenlosen Prozess.‣ weiterlesen

Die Allianz geht davon aus, dass sich Ransomware-Angriffe vermehrt gegen Lieferketten richten könnten. Der Versicherer sieht dabei hauptsächlich IT-Dienstleister im Visier von Hackern. Und auch die Höhe der Lösegeldforderungen steigt.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige