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Kosten mit Fertigungssoftware senken

Den Energieverbrauch der Produktion im Griff

Die steigenden Stromkosten machen mittlerweile mehr als zwei Drittel der gesamten Energiekosten der deutschen Industrie aus. Ein Mittel, um Energiekosten zu senken, ist professionelles Energiemanagement. Für diese Aufgabe eignen sich Manufacturing Execution-Systeme. Die Systemlösungen zeigen auf, an welchen Hebeln Fertiger ansetzen können, um Energie zu sparen. Gleichzeitig wird dafür gesorgt, dass die Produktion umweltverträglicher abläuft.

Bild: MPDV

Seit dem Jahr 2001 haben sich die Strompreise für Unternehmen nach Angaben des Bundesverbandes der deutschen Industrie (BDI) mehr als verdoppelt. Stromabnehmer haben – außer geschickter Einkaufspolitik – wenig Einfluss auf die Preise, weil diese von Marktbedingungen und politischen Entscheidungen abhängen. Darum sind produzierende Unternehmen mehr denn je darauf angewiesen, ihren Verbrauch zu drosseln, um Kosten herunter zu fahren.

Am besten geht das, wenn die Unternehmen Energiemanagement betreiben. Denn nur wer geschickt wirtschaftet, kann seine Produktionsprozesse so gestalten, dass möglichst wenig Energie verbraucht wird. Dies ist jedoch noch nicht sehr verbreitet, wie Professor Jürgen Kletti, Geschäftsführer des Mosbacher IT-Unternehmens MPDV Mikrolab GmbH betont: „Hier könnten die Unternehmen mehr tun und systematisch Energie sparen. Die technischen Voraussetzungen bietet ein MES: Es schafft auch aus energietechnischer Sicht die nötige Transparenz und legt die Potenziale offen.“

Vielen Unternehmen fehlen wichtige Informationen

Ein Produktionsbetrieb kann verschiedene Wege gehen, um Energie zu sparen – vorausgesetzt, die nötige Informationsbasis steht zur Verfügung. Dies ist in Fertigungsbetrieben jedoch nicht immer der Fall. Meist liegen nur summarische Daten über den Energieverbrauch der Maschinen vor. Es fehlen detaillierte Informationen, mit denen sich das Verbrauchsverhalten gezielt analysieren und der Verbrauch senken lässt. Darüber hinaus gibt es in Unternehmen Energieverschwendung, die nicht direkt sichtbar ist und daher kaum beachtet wird. Verursacht wird sie durch mangelhafte Prozesse, die zu langen Durchlaufzeiten, großen Liegezeiten oder zu hohem Ausschuss führen. All das treibt die Energiekosten in die Höhe und schwächt die gesamte Energiebilanz eines Betriebes. Seinen Energieverbrauch kann ein Unternehmen nur dann verringern, wenn es herausfindet, wo genau Verschwendungen passieren. Manufacturing Execution-Systeme (MES) helfen bei dieser Suche, indem sie die erforderlichen Informationen und Hintergründe offen legen. Dazu bieten MES grundsätzlich zwei Hebel:

  • Einerseits lassen sich über die umfassende Datenerfassung an Produktionseinrichtungen Zusammenhänge zwischen dem Energieverbrauch und anderen Daten herstellen, die dann entscheidende Zusatzinformationen über Verschwendung liefern.
  • Andererseits lässt sich der Energieverbrauch mit Hilfe von MES auch indirekt senken, zum Beispiel über weniger Ausschuss, eine bessere Feinplanung oder eine umfassende Analyse der Prozesse.


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