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Konstruktion

Fahrerkabine nach Maß

Die Dieteg Gerätebau GmbH & Co. KG in Walsrode entwickelt und baut Fahrerkabinen für Nutz-, Kommunal- und Flurfahrzeuge. Seit 20 Jahren arbeiten die Konstrukteure mit CAD-Lösungen von Autodesk. Dass die Anforderungen an die Konstruktion der Kabinen stetig wachsen, muss auch die Systemwelt abbilden. Dabei konnten die Konstrukteure den Softwarehersteller so manches Mal überraschen, welche Aufgaben sich in Autocad mit entsprechendem Know-how erledigen lassen.



Das aktuelle Flaggschiff der Dieteg ‚Panoramakabine‘ für Holzrückefahrzeuge der Firma Welte in Umkirch. Neben Ergonomie und Sicherheit ging es darum, dass die Fahrer den Kran und die Umgebung ungehindert sehen können. Dieteg entwickelte eine Frontscheibe aus zwölf Millimeter starkem Polycarbonat ohne seitliche Streben. Der Fahrer hat also beinahe 180 Grad ungehinderte Sicht. Der Sitz lässt sich um 270 Grad von der Straßen- in die Arbeitsposition drehen. Bild: Dieteg Gerätebau GmbH & Co. KG

Hersteller von Kommunal, Flur- und Nutzfahrzeugen beziehen Fahrerkabinen häufig als komplette Baugruppe von Sonderfertigern. Die Dieteg Gerätebau GmbH & Co. KG in Walsrode liefert solche Kabinen an Nutzfahrzeughersteller weltweit. Die Fahrerkabinen müssen als Arbeitsplatz hohe Anforderungen an Ergonomie und Sicherheit erfüllen: Gefederte Sitze, Klimaanlage, gut erreichbare Bedienelemente, GPS. Flurfahrzeuge, die für Baumfällarbeiten eingesetzt werden, müssen kippenden Bäumen standhalten. Und die Lebensdauer eines Rückefahrzeugs oder Maishächslers beträgt zehn Jahre und länger.

Fünf bis acht Modelle pro Jahr

Pro Jahr bringt der Hersteller fünf bis acht neue Kabinen auf den Markt. In Sachen CAD setzt man seit fast 20 Jahren auf Autocad-Lösungen: Autocad mit Maschinenbaufunktionen über Mechanical Desktop bis hin zu Inventor. Zuletzt wechselte das Unternehmen von der Anwendung Inventor zur Product Design Suite. Zum Paket gehören neben der Konstruktionssoftware auch Applikationen zur Visualisierung und Entwurfsplanung sowie zur Produktsimulation und Konstruktionsvalidierung.

Kunststoffe kreativ konstruieren

„Autodesk Inventor ist ursprünglich nicht für die Konstruktion von Kunststoffteilen ausgelegt. Aber wir waren mit der Software schon so vertraut, dass wir ihre Funktionen für unsere Bedürfnisse nutzen konnten“, schildert Konstruktionsleiter Bernd Hellwinkel. Bei internen Schulungen, Präsentationen und Ausstellungen konnten die Konstrukteure des Fertigungsbetriebes die Mitarbeiter von Autodesk immer wieder überraschen, welche Aufgaben sie im System lösen konnten.

Mit Skizzen Ideen schnell entwickeln

Mit der Software-Suite lassen sich der Design- und Entwicklungsprozesse zügig abwickeln. Informationen aus frühen Entwurfsphasen bleiben erhalten. Der Vorentwurf entsteht mit Autodesk Sketchbook und wird in eine 3D-Konstruktion oder ein Foto des Fahrzeugs eingefügt, für das eine Kabine entworfen wird. Der gemeinsame Entwicklungsprozess mit dem Abnehmer verläuft über eine digitale Skizze deutlich schneller, als die 3D-Konstruktion sofort komplett im Entwicklungswerkzeug zu erledigen.



Sechs bis acht Kabinen entwickelt die Dieteg Gerätebau GmbH & Co. KG jedes Jahr. Dabei orientiert sich der Produzent stets an den individuellen Anforderungen seiner Auftraggeber. Bild: Dieteg Gerätebau GmbH & Co. KG

Mehr Performance bei großen Baugruppen

Wenn der Abnehmer einer Skizze zustimmt, lassen sich die Entwurfsdaten in Inventor einlesen und weiter verarbeiten. „Dass heute MuM At Work in Osnabrück unser Partner ist, liegt nicht an der Software, sondern an der Beratung“, sagt Bernd Hellwinkel. Als die Baugruppen zunehmend komplexer wurden, schien es zunächst, als ob die Performance der CAD-Anwendung für diese Datenmengen nicht ausreiche. Die IT-Dienstleister konnte den Konstrukteuren jedoch Wege aufzeigen, komplexe Baugruppen so zu vereinfachen, dass die Bearbeitung wieder schnell genug von der Hand ging. Einige Kniffe waren zum Beispiel, 60 Bohrlöcher in einem Blech temporär ‚abschalten‘ und diffizile Konturen während der Arbeit an einer anderen Stelle des Bauteils zu vereinfachen.

Das nächste Projekt: Datenmanagement

Bei Dieteg beginnt unterdessen das nächste Software-Projekt: die Aktualisierung ihrer Datenmanagement-Software. Autodesk Vault wird die bisherige Lösung ersetzen – und viele Mitarbeiter müssen sich an eine neue Arbeitsweise gewöhnen, in der alle Abläufe miteinander vernetzt sind. Auch hier unterstützt der IT-Dienstleister den Hersteller. „Die Berater unterstützen uns, den Datenbestand zu analysieren, den Umstieg und künftige Schulungen zu planen“, erläutert Hellwinkel.


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