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Kapazitätsplanung mit System

Engpässen auf der Spur

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Die Arbeitspapiere werden im BDE-System auf Basis der Auftragsdaten erstellt. Ein digitales ‚Deckblatt‘ fasst alle herzustellende Einzelprodukte eines Fertigungsauftrags zusammen. Bild: gbo datacomp/Dr. Schnabel GmbH

Sichere Kostenplanung per Knopfdruck

Mittlerweile hat man bei Dr. Schnabel neben der Umstellung der Schnittstelle auf SAP auch eine Schnittstellenanbindung an das Wiegesystem von Bizerba vollzogen. Auch die Betriebsdatenerfassung wurde erweitert, wertet jetzt Ist-Zeiten aus und errechnet um Ausreißer bereinigte Mittelwerte als Basis für die Vorkalkulation. „Früher als diese Daten per Hand erfasst wurden, hat man Vergleichswerte angenommen, die Kosten also mehr geschätzt. Was uns ein Produkt damals aber wirklich gekostet hat, konnte man deshalb nicht klar definieren. Heute reicht hierfür ein Knopfdruck“, erläutert Klein.

Abseites einer verlässlichen Kostenkalkulation unterstützt diese Funktion die Arbeitsplanung mit realistischen Vorgabezeiten. Als Folge werden Kapazitäten und Engpässe sichtbar, die Produktion lässt sich besser planen und das Unternehmen kann schneller auf Planabweichungen reagieren. In der Praxis bedeutet das: Die Grobplanung wird in der Arbeitsvorbereitung gemacht, die Feinplanung übernimmt der Meister vor Ort. Zu Anfang eines neuen Auftrags wird dazu zunächst die Auftragsnummer eingegeben, das System liefert dann eine Arbeitsfolge aus. Stimmt der Fertigungsverantwortliche dem Ablauf zu, wird ein Vorschlag über die produzierende Menge erstellt, der ebenfalls bestätigt werden muss. Sobald der Auftrag erledigt ist, steht noch eine finale Bestätigung an. Wird der Auftrag dagegen unterbrochen, bleibt die noch erforderliche Restmenge im System. Das vermeidet unter anderem Überbuchungen bei Mengenanforderungen.

Zusammenspiel von Personal- und Auftragszeiten

Daneben erleichtert die BDE-Lösung der Produktionsleitung auch das Aufspüren unproduktiver Personalnebenzeiten. Hierzu werden die in der Software frei definierbaren Zeitmodelle so genutzt, dass für jede nicht einem Kundenauftrag zugeordnete Aufgabe eines Werkers ein Gemeinkostenauftrag angelegt wird. Dazu zählen beispielsweise Sonderaufgaben, Versuche, Reparaturen, Reinigung und sogar Raucherpausen. Auf diese Weise werden die Personalzeiten mit den Auftragszeiten verknüpft, was sowohl der präzisen Aufwandsermittlung als auch dem gezielten Senken von Nebenzeiten zugute kommt. Insgesamt ist die Betriebsdatenerfassung für die Verantwortlichen bei Dr. Schnabel so inzwischen zu einem wichtigen Werkzeug geworden, das die Produktionsabläufe mit den vielen Einzelaufträgen merklich vereinfacht.


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